Heimweh, Sehnsucht … Gefühl der Abtrennung?

Ich weiß nicht, irgendwie werden meine Texte offenbar jetzt viel persönlicher. Seit gestern Nacht und meinem Gespräch mit „Gott“. Na ja, so ist es denn eben.

Ich bin so ein bisschen hängen geblieben bei dem Thema Depression von letzter Nacht. Burnout ist ja auch eine Art von Depression. Überhaupt – was heißt denn  Depression. So werden ja die ständigen Gefühle von Traurigkeit und Schmerz häufig genannt. Die Gefühle von innerer Leere, von Sinnlosigkeit, von innerer Einsamkeit.

Die kenne ich auch – seit ich denken kann. Ich kenne eigentlich fast gar nichts anderes. Es gab gute Momente in meinem Leben – na klar. Aber eigentlich ist jeder Tag für mich ein guter Tag, an dem der innere Druck ein bisschen weniger ist. Ich verliere trotzdem meinen Mut nicht, und irgendwie ist auch Fröhlichkeit in mir, aber es nervt manchmal doch ganz schön.

Nun hab ich vor Jahren angefangen, spirituelle Texte zu lesen. Da war immer von dem Gefühl der Trennung die Rede. Ohne dieses Gefühl wäre ja die Dualität wohl nicht möglich. Na klasse, da kann ich aber langsam echt auf die Dualität verzichten. Nicht langsam – sondern schon lange. Ich arbeite auf das Wir hin – das Einheitsgefühl. Das Ich und Du darf ich gerne hinter mir lassen. Was würden wohl die Menschen machen, wenn sie begreifen, dass alles, was sie einem anderen tun, sie eigentlich sich selbst tun.

Ich fühle das Einheitsgefühl immer mehr. Da bin ich auch super glücklich. Alle haben es mir immer gesagt, und ich habe es brav nachgeplappert, weil ich auch wieder vom Kopf her wusste, dass es stimmt. Aber zum Kuckuck – gefühlt habe ich es nicht. Und die Trauer und der Kummer hat mich immer mehr aufgefressen. Und ganz schlimm wurde es nach dem Tod meines Mannes.

Ich habe in letzter Zeit immer wieder gebetet. Sie mögen mir diesen Kummer nehmen, den Kummer des Heimwehs, des Abgetrennt seins. Ich wollte nie was anderes. Ich mache gerne weiter mit allem, aber dieser Kummer, der blockierte mich zu sehr. Ja, und heute ist mir nun aufgefallen, dass sich dies eigentlich doch schon etwas geändert hat, seit Charlotte in meinem Leben auftauchte.

Ich habe mir immer Hilfe gewünscht, einen Lehrer oder eine Lehrerin. Daß ich nicht immer alles alleine machen muß. Jemand, den ich mal fragen kann, der mir mal die Welt erklärt. Ich freu mich so, dass das jetzt da ist. Die Energie ist für mich absolut stimmig. Ich selbst bin zwar sehr hellfühlig und ich beginne zu hell zu sehen, aber die Worte, die fehlen mir oft noch. Und nun hab ich sozusagen einen direkten Draht. Und was mit erst heute wirklich klar geworden ist, dass mein Heimweh und der Schmerz nachlassen, weil ich jetzt irgendwie eine Leitung nach hause habe.

Ich weiß heute tatsächlich nicht recht, ob Ihr was mit diesen Gedanken anfangen konntet. Aber ich wollte es trotzdem schreiben. Und wenn es nur eine einzige Person betrifft, die was damit anfangen kann, dann würde ich mich schon freuen.

Alles Liebe

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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7 Responses to Heimweh, Sehnsucht … Gefühl der Abtrennung?

  1. Anika says:

    Liebe Kirstin,
    Dein Text ist wirklich ergreifend und hat mich irgendwie sehr berührt. Beim lesen spürte ich den Schmerz den Du fühlst und kann das Gefühl der Abtrennung und Dein Heimweh gut nachvollziehen. Und umso mehr freut es mich für Dich, dass Dir jemand gesandt wurde, der Dich nun unterstützt.
    Die Gefühle von Depressionen, innerer Leer und so kenne ich ja auch ein wenig und bin echt froh, dass ich das nun hinter mir habe. Es gab echt Momente, da habe ich mir auch gewünscht nicht mehr hier zu sein und wollte wieder “nach Hause”. Naja wie auch immer, jedenfalls denke ich Dich gut zu verstehen.
    Liebe Grüße Anika

    PS: Das Bild oben gefällt mir gut. Es ist besser als das letzte. 😉

  2. Charlotte says:

    Liebe Kirstin,
    was für ein schöner Text, der genau das beschreibt, was jeder der aufgewacht ist, sehr oft genauso oder ähnlich erlebt und fühlt. Denn sich klären und alles bearbeiten, ist eine sehr anstrengende Zeit und gerade dann fühlt man sich oft mit seinem Schmerz allein, weil die Menschen um einen herum einen selten verstehen. Aber wir machen alle diese Gefühle durch, damit wir dann, wenn viele Menschen aufwachen, soviel Mitgefühl und Verständnis für sie aufbringen können, weil wir es selbst erlebt haben. Das merken die Menschen und werden sich bei uns ernst und angenommen fühlen.

    Und ich bin froh, dass Du den Mut aufbringst, als Mensch Deine persönlichen Gedanken und Gefühle zu veröffentlichen, sodass ganz viele Leser sich damit auseinandersetzen können. Vor allem merken sie, dass ja soviele die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

    Als ich vor ca. 1 Monat zu Dir sagte, dass Du anfangen sollst, Deine Dich bewegenden Themen niederzuschreiben, hätte ich nicht gedacht, dass Du es so einfühlsam, gleichzeitig auch leicht und frei uns mitteilen würdest. Auch ich lese diese so gern, dass ich immer schon darauf warte, was als nächstes kommt.

    Welch eine Entwicklung Du in so einer kurzen Zeit durchlaufen hast, ist einfach faszinierend. Und ich möchte heute ganz viele von euch ermuntern auch eure Themen, die euch beschäftigen, aufzuschreiben, denn dann wird euch vieles klarer und verständlicher.

    Bei diesem Aufschreiben, kann es geschehen, dass euch Gedanken kommen, warum es so laufen musste und was der tiefere Sinn der ganzen Sache ist, die euch bewegt. Je mehr Menschen ihre Themen auf diese Art bearbeiten, umso mehr klären sie sich und erhöhen ihre Schwingung. Und wenn ihr dann noch den Impuls erhaltet, es sollte veröffentlich werden, dann schickt es zu diesem Blog und wir werden entscheiden, ob es vielen Menschen weiterhilft und unterstützt auf ihrem spirituellen Weg.

    Jeder von euch wird sich nach dem Niederschreiben leichter fühlen und wir können die Gedanken dann anderen Themen zuwenden. Ich hoffe, dass ich euch alle ermutigen kann, es zu versuchen, eure persönlichen Sorgen niederzuschreiben, um damit wieder ein wenig mehr Freiheit im Kopf und eine Erleichterung der Seele zu erlangen, um Depressionen, Burn-out und Abgetrenntsein von sich selbst, hinter uns zu lassen.

    Denn am Ende dieser sehr aufreibenden persönlichen Arbeit wird man die Liebe seines göttlichen Teils während einer Meditation immer mehr verspüren, was unser Lohn für unsere Mühe ist. Und ich bitte euch hiermit, haltet durch, denn der Lohn ist ein so einmaliges Gefühl, was man mit nichts vergleichen kann. Wenn man das erreicht, weiß man, dass man zu Hause angekommen ist, was ich als das Einsein mit Gott erleben durfte.
    In Liebe Dankbarkeit für meine göttliche Führung, herzlichst von Charlotte

  3. wynmann says:

    Liebe Kirstin

    ich finde den Beitrag wunderbar. Du hast etwas beschrieben, was ich schon seit langer Zeit in etwas ähnlicher Form erlebe: Wer voran geht, wird mit vielem konfrontiert, was andere weder wahrnehmen noch erahnen können. Es ist kein Wunder, dass der Dalai Lama jeden Morgen 4 Stunden meditiert! Ich wurde diese Woche mit ziemlich viel konfrontiert – ich liess alles fliessen, und jeden Morgen integriere ich das Erfahrene in meine Gegenwart. Ganz schön viel Arbeit!
    Bis Montag resultieren daraus bis Montag 3 Beiträge … ich melde mich bis Morgen noch!

    Alles Liebe Markus – und wir werden vom Gleichen schreiben …

  4. Danke Charlotte und Markus, ich freue mich. Weiß gar nicht, was ich sagen soll, aber wir haben uns ja wohl alle verstanden.

    Alles Liebe von Kirstin

  5. Thomas says:

    Sehr interessanter Beitrag. Es lohnt sich darüber nachzudenken.

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