Die Hütte der Zuflucht

Liebe LeserINNEN,

hier entstehen in unregelmäßigen Abständen, Begegnungen mit Jesus-Amigo eine der vielen Gestalten der Liebe ohne Gegenteil. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen.

Alles Liebe euch,

Olaf 😀 😀 😀

Gestalten der Liebe ohne Gegenteil

Jesus und ich stehen vor einer alten verlassenen Hütte. Ein Unwetter war aufgezogen die Wolken am Himmel hatten sich dunkel verdichtet. Es hatte heftig, wie aus Eimern zu regnen begonnen, ein starker Wind fast wie ein Sturm, lies uns den Regen ins Gesicht schlagen. Ich hatte keine Angst, nein wie könnte ich auch, in Anwesenheit der Liebe und Weisheit höchstpersönlich.

Die Hütte wirkte recht instabil, Ihre Türen und Fenster hatten wild zu schlagen begonnen. Ein Teil des Daches bog sich schon im starken Wind. Trotz ihrer Instabilität war sie das einzige was uns jetzt noch Schutz vor dem Unwetter bieten konnte.

Der Wind brauste, der Regen peitschte und nun hatte es auch zu Blitzen und Donnern angefangen“ Amigo, komm wir gehen in die Hütte solange bis alles vorüber ist, es ist ja nur ein Sturm“ sagte er zuversichtlich während seine Augen etwas geheimnisvolles hatten. Ich hatte volles Vertrauen in Jesus, er war mir wie der Fels in der Brandung.

Alsbald standen wir mitten in der Hütte. So seltsam es auch war, aber sobald wir in der Hütte waren schien sich das Unwetter beruhigt zu haben. Ich schaute aus einem der Fenster und konnte nicht glauben was ich sah. Von wegen Unwetter Sturm, Blitz Donner und Regen es nieselte im höchsten Fall noch. Der Sturm war jetzt allenfalls ein noch schwaches Lüftchen.

Was war hier geschehen?

„Amigo, ist es nicht wundervoll wenn du einfach vertraust in die verborgene Ordnung hinter den Dingen. In Gott, in die Liebe ohne Gegenteil, in mich oder einfach in das Leben?“ er umarmte mich herzlich als ob ich eine Prüfung bestanden hätte.

„Ähm…..was meinst du mit Ordnung hinter den Dingen?“ fragte ich etwas genauer nach.

„Amigo, alles ist mit allem vernetzt und verbunden, nichts geschieht aus reiner Willkür. Dein Lebensweg ist ebenso verbunden mit allen anderen Menschen wie derer mit dem deinem. Es geschieht nichts zufällig. Das was ihr Leben nennt ist wie ein gigantisch riesiger Organismus in dem jede einzelne Zelle miteinander kommuniziert und in Verbindung mit allen anderen Zellen steht. All diese Zellen sind Teil eines größeren Ganzen. Dein Leben ist ebenso so aus kosmischer Sicht eine Zelle in diesem Organismus wie jedes andere auch. Dieser Organismus ist das Leben selbst, es ist Gott, der sich selbst Leben schenkt. Aus diesem Organismus wird jedes einzelne Leben gespendet und geschenkt. Dieser Gigantenorganismus, nenne ihn Kosmos oder endloses Sein, entspricht im Großformat dem des menschlichen Körpers. Und in diesem Kosmos hat alles seine Ordnung, alles hat seinen Platz. Es ist immer Alles zur rechten Zeit am rechten Ort. Amigo, ihr Menschen seit so oft in den Dingen gefangen und davon absorbiert das ihr euch der verborgenen Ordnung hinter den Dingen nicht mehr bewusst seid.“

„Nun ja, ehrlich gesagt wenn du nicht bei mir gewesen wärest hätte ich wohl einfach gedacht ich hab ja eh keine andere Wahl, als jetzt Zuflucht in dieser alten Hütte zu finden.“

„Diese Hütte hier hat nichts mit einer Wahl die treffen kannst zu tun. Sie ist letztlich ein Sinnbild, ein Sinnbild für dein noch recht instabiles und brüchiges Vertrauen in das Leben, in Gott. Die immer gegenwärtig verborgene Ordnung hinter den Dingen.“

„Mein Vertrauen in das Leben, in Gott, die immer gegenwärtig verborgene Ordnung hinter den Dingen“ wiederholte ich nachdenklich. „Ich glaube ich verstehe so allmählich dieses Sinnbild, war es nicht so das so bald wir hier in der Hütte waren das Unwetter draußen sich fast zeitgleich beruhigt hatte? Ich konnte kaum glauben was ich am Fenster sah, noch viel weniger als ich wieder raus vor die Hütte lief. Sie schien mir daraufhin viel stabiler, fester und sicherer als noch wenige Augenblicke zuvor. Ich erinnere mich an eine sehr schwierige Situation aus meinem Leben. Ich war zutiefst verzweifelt und vor Angst wie gelähmt. Mir war als bräche meine ganze Welt in sich zusammen, es war der sprichwörtliche Weltuntergang. Als ich plötzlich mitten in all dem eine liebevolle Stimme in mir vernehmen konnte. Es war so als ob wir mehr über Gefühle miteinander kommunizierten. Sie war mitten in dem Getöse nur ganz leise zu vernehmen. Ich bemerkte sie und musste mich richtig nach innen wenden um sie deutlicher hören zu können. Das interessante dabei war auch das je mehr ich nach innen ging, desto mehr Ruhe und Frieden kehrte in mich ein. Diese Stimme versicherte mir das alles seine Ordnung habe, das alles in Ordnung sei SO WIE ES GERADE IST. Das er der Teil sei, der mein Leben als Ganzes überblicken könnte. Das ich immer und zu jeder Zeit um Hilfe bitten kann. Ich niemals allein sei. Nun, ich konnte da jetzt zwar symbolisch keine Hütte vor meinem geistigen Auge sehen. Aber ich erinnere mich deutlich an diese Ruhe und den tiefen Frieden, den mir diese Stimme bereitete. Im Grunde war das, diese, meine jene Hütte in der ich Ruhe, Frieden und Vertrauen fand. Sie lies mich den scheinbaren Weltuntergang sicher überstehen. Das war eigentlich der Punkt in meinem Leben, in dem eine Wende kam“.

„Amigo, du erkennst allmählich das es immer und immer wieder erneut Gelegenheiten gibt das Vertrauen in die verborgene Ordnung hinter den Dingen zu vertiefen. Das Leben bietet dir unzählige und viele Male Gelegenheit ihm mehr und mehr zu vertrauen. Gott weiß um deine inneren Zweifel und Ängste. Genauer gesagt deiner Verlassenängste Gott gegenüber. Er weiß auch das das Vertrauen in die verborgene Ordnung hinter den Dingen, in das Leben, für euch Menschen eine große Herausforderung ist. Mal mehr und mal weniger. Manchmal sind es nur verregnete Unwetter, manchmal heftige Stürme mit Blitz und Donner, ein anderes Mal regelrechte Hurrikans die durch dein Leben rasen, tosen und stürmen. Manchmal sind es sogar regelrechte Weltuntergänge, wie hier in deinem Fall.

Es sind Gelegenheiten, diese einsame, verlassene und instabile Hütte die dein Vertrauen in das Leben in Gott selbst symbolisieren, aufzusuchen. Es kann sich hier auch einfach um ein vertrauensvolles Nach Innen Lauschen handeln, wie es bei dir eher war. Denn dort befindet sich eure Hütte in den unterschiedlichsten Formen. Um sie mehr und mehr zu stabilisieren und zu festigen. Mag sie anfangs auch noch so verlassen, instabil und vernachlässigt sein, sie festigt sich mit jedem Aufsuchen erneut. Sie ist immer diese, deine Hütte wo du sicher Zuflucht findest. Es ist ein Prozess der Hingabe in das Leben, der je öfter du ihn durchlebst dir immer ein Stück mehr an Vertrauen, Stabilität, Festigkeit und Sicherheit vor den Windstürmen des Lebens bereitstellt. Du immer wieder erstaunt feststellst das sich auch der heftigste Hurrikan in dieser deiner Hütte des Vertrauens und Hingabe wieder beruhigt. Weil alles Leben sich in Zyklen und Wellen bewegt.

Wenn du voller Erstaunen nach dem Sturm vor der selben Hütte stehst und es dir scheint als ob sie mal wieder generalüberholt renoviert wurde, wie von Zauberhand. Bis es wieder stürmt, wieder und wieder. Die Hütte ist immer in deiner Nähe. Irgendwann stellst du fest, diese Hütte ist zum Tempel geworden. In diesem Tempel ruht die Einheit mit dem Vater, dem Bewusstsein das du und der Vater Eins seid.“

„Ob ich da je hinfinde?“ lachte ich nervös . „Amigo, du hast doch mich an deiner Seite. Ob du mich nun hier direkt vor Augen hast oder ob ich direkt neben dir stehe mitten in deinen Alltag, wenn du wieder versucht bist in den Dingen zu versinken. Amigo, ich sage es dir noch einmal in aller Deutlichkeit: Keine Menschenseele ist je allein. Ich komme im Namen des Vaters, im Namen des Lebens, der Liebe ohne Gegenteil, dem Liebhaber allen Seins und gehe aller Wege die du gehst, gemeinsam mit dir. Gemeinsam mit jeder einzelnen Menschenseele, ob sie sich nun dessen bewusst ist oder nicht, spielt keine Rolle. Du gehst den Weg den alle Menschenseelen auf ihre Art auch gehen, den Weg heim zum Vater. Deswegen bin ich hier, hier bei euch.“

In der nächsten Begegnung erfahrt ihr wie es weiter geht.

Wer sind die Gestalten der Liebe ohne Gegenteil? Klicke hier.

Advertisements

About Olaf der MenschenFreund

Ich bin ein ewig Suchender nach der Wahrheit, genauer gesagt nach meiner Wahrheit. Ich maße mir nicht an die Wahrheit im allgemein gültigen Sinne zu kennen. Vielmehr handelt es sich hier um die Wahrheit des Herzens, sie ist rein subjektiv und setzt sich zusammen aus spirituellen Erfahrungen, die meine Sichtweise und Weltbild wiederspiegeln. Ich wünsche meinen Lesern viel Freude und Inspiration damit:-)
This entry was posted in Allgemeine Texte, Channeln, Das hohe Selbst, Der spirituelle Weg, Fantasie, Gedicht, Meditation, Visionen and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

7 Responses to Die Hütte der Zuflucht

  1. Ralph says:

    Hallo Olaf,

    Deine Worte haben in mir etwas zum Schwingen gebracht, haben mich an das bedingungslose JA! erinnert. Vielen Dank!

    Ob nun klapprige Hütte oder Tempel – es ist immer, wozu ich es mache.

    Über viele Jahre gab es etwas Vergleichbares – ich nenne es mal hier in Ermangelung eines besseren Namens Ruhepol – in meinem Leben überhaupt nicht. Dann entdeckte ich einen solchen Ruhepol – aber nicht in mir, sondern außerhalb von mir, in der Welt der Formen. Wie alle Formen kommen und gehen, so war auch dieser äußere Ruhepol nicht von Dauer. Erst nach dem Wegbrechen dieses äußeren Ruhepols realisierte ich die Projektion, erkannte ich nach und nach, dass diese Form mir meinen inneren Ruhepol gespiegelt hatte – oder, alternativ formuliert: Dass ich meinen inneren Ruhepol nach außen auf eine Form projiziert hatte. Nun hat die Suche ein Ende – Julianes Text bringt das recht gut zum Ausdruck:

    In Liebe, Dankbarkeit und Demut,
    Ralph

    • Olaf says:

      Lieber Ralph,
      hab ganz lieben Dank das auch du deine inneren Prozesse mit uns teilen magst. Das macht alles so lebendig hier auf der Neuen Erde, die vielen unterschiedlichen Perspektiven, die letztlich immer auf der Einheit allem Sein basieren. Wie ein Kalaidoskop das sich immer in seiner Musterung neu bildet, anordnet und verändert obschon es doch immer ein Kalaidoskop bleibt. Ein Ganzes.
      Sei gesegnet in dem was du in deiner Essenz bist,
      Olaf 😀 😀 😀

  2. Kirstin says:

    Lieber Olaf,

    danke herzlich. Das ging wieder mitten rein ins Herz.

    Ich freu mich so so sehr für Dich, daß Du dies alles erlebst. Nach all den Zeiten, die Du auch bereits hinter Dir hast. Weißt Du, allein das ist schon eine Riesenfreude für mich, daß Du es erlebst. Und weiterhin, daß Du es mit uns teilst.

    Mögest Du immer und immer in dieser Liebe sein und von ihr getragen werden.

    Ein ganz dicker Drücker von Kirstin

    • Olaf says:

      Liebe Kirstin,
      Freude ist so etwas wundervolles weil sie immer verbindet. Ich freu mich von Herzen das ich hier meine Erfahrung mit euch teilen darf. Es ist ein echtes Geschenk für mich 😀 😀 😀
      Sei gesegnet in der Kraft die wir sind,
      Olaf

      • Elif says:

        Alle Menschen sind ein Teil des großen Ganzen
        und das Ziel, sollte das Einsein mit diesem Ganzen zu werden!

        Das Verbindet -verbindet alle Menschen miteinander!

  3. Elif says:

    Gedanken

    Dieser Körper ist wie eine Flagge,
    den die Gedanken zur Bewegung bringen.

    Mein Freund! Du bestehst aus Gedanken,
    ansonsten hast du noch ein bisschen Knochen und Nerven.

    Wenn deine Gedanken rosig sind, bist du ein Rosengarten.
    Sind sie stachelig, bist du ein Stachelgarten.

    Wisse! Die guten Menschen ziehen das Gute zu sich

    und die schlechten Dinge sind für die schlechten Menschen.

    Hasse niemanden,
    denn Hass ist ein Stück aus der Hölle!

    Wenn ein Stück Herz in dir zu einem Stück Hölle wird,
    wache auf. Die kleinen Dinge werden
    von ihren größeren angezogen.

    Falls du ein Stück vom Paradies bist,
    wirst du vom Paradies angezogen.

    Das Bittere wird sich mit dem Bitteren vereinen
    und das Schlechte mit dem Schlechten.

    Wie soll sich das Abergläubische Herz
    seinem Herrn nähern?

    Eine Auswahl aus dem Mesnevi
    von Mevlana Celalleddin Rumi

    Das Buch: Der Pfad zur Liebe

  4. Olaf says:

    Hallo Elif,
    hab vielen Dank das du deine Sichtweise mit uns teilen magst. Es gibt soviele Sichtweisen wie es Schneeflocken gibt. Jede ist für sich einzigartig und wertvoll. Keine Sicht ist höher, besser oder richtiger als jede andere auch. Sie ist nur eine weitere Sichtweise die uns Aufschluß über das was wir Leben nennen, bietet. Mögen wir immer still im Herzen verweilen und uns von dort aus liebevoll führen lassen. Das wünsche ich mir für alle Menschen.
    Alles Liebe dir,
    Olaf

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s