“Die innere Familie” – wozu dient dieses Denk-Modell?

Was ist das innere Kind?

Es gibt einen Bereich in unserem Wesen, der besteht aus den gefühlsmäßigen Erinnerungen an die Kindheit, die in unserem Unterbewusstsein und in den Zellen gespeichert sind:
Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Lieblingstätigkeiten und -erfahrungen, Geräusche, Düfte, Ängste, Verletzungen, schmerzliche Erfahrungen, lustvolle, sinnliche Assoziationen …
All das und noch viel mehr macht diesen Teil von dir aus, der “das innere Kind” genannt wird. Und ganz tief in sich verborgen trägt es die Erinnerung an seine, an deine himmlische Heimat und an die Herzenswünsche unserer Seele für dieses Leben.

Wir alle sehnen uns nach jemand der uns bedingungslos und verlässlich liebt, so wie wir sind.

Dieser Jemand können nur wir selbst sein. Denn wir sind die einzigen, die absolut verlässlich immer bei uns sind.

Aber wie sehr können wir uns lieben?

In unserer Erziehung und gesellschaftlichen Prägung haben wir wenig darüber gelernt, eine wirklich liebevolle, wertschätzende Beziehung zu all unseren Gefühlen aufzubauen. Seit frühester Kindheit mussten wir “negative Gefühle in den Griff” bekommen. Wir wurden gelobt, wenn wir „artig“ und “gut” waren, wenn wir also so fühlten, wie die Erwachsenen es wollten (freundlich, fleißig, lieb…). So verwechselten wir Anerkennung mit Liebe. Jetzt tun wir immens viel, um anerkannt zu werden – und viele von uns werden oft dabei doch nicht richtig glücklich, weil wir kaum gelernt haben, uns selbst zu lieben. Das heißt vor allem unsere Gefühle zu achten, sie überhaupt wahrzunehmen, sie zu fühlen, zu würdigen, uns nicht dafür zu schämen und sie deshalb zu verdrängen. Verdrängte Gefühle setzen sich auf Dauer in Körper und Seele nieder und machen krank.

Um zu mir selbst eine wirklich bejahende liebende Beziehung aufzubauen, hat es sich für mich als hilfreich erwiesen, mit meinen verletzten inneren Gefühlskindern ins Gespräch zu kommen und ihnen Interesse, Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen.

Was mir dabei hilft, ist die Vorstellung, mehrere innere Kinder in mir zu haben, die das jeweilige aktuelle Gefühl verkörpern.
Dadurch, dass ich sie in meiner Fantasie als Gesprächspartner betrachte, nutze ich einen “therapeutischen Trick”, der mir hilft, mich mit dem Gefühl nicht mehr zu identifizieren.
Denn “jemand”, mit dem ich reden kann, ist nicht ich selbst.
=> Ich bin also beispielsweise nicht meine Wut, wenn ich mit ihr reden kann.
=>Ich bin also beispielsweise nicht meine Angst, ich gehe mit ihr um – und das möglichst liebevoll!

Das abwechselnde Reden mit den Gefühlswesen (“Wie geht es dir, Zitterinchen”)
und das Fühlen der Gefühle, wenn ich in die Gefühlswesen eintauche und als solche antworte (Zittrinchen antwortet: “Ich habe solche Angst!”) ermöglicht einen heilenden Dialog (“Ja, ich verstehe dich, mein Schatz! Du hast alles Recht der Welt, Angst zu haben. Komm, wir nehmen das alles mit ins Herz, fühlen es und lassen es dann wieder durch uns durchfließen. Es geht wieder vorbei, mein Liebes…Alle Gefühle sind Wellen, die auch wieder abebben…”).

In mir leben z.B. Tiger-Lilly – das ist meine Wut, Schnuppelchen – das ist mein Schmerzkind, Zitterinchen – das ist meine Angst, Elvira – das ist meine verschämte Kleine usw. Ich habe sie nach und nach gefragt, wie sie denn gern heißen möchten. Die Namen helfen mir, eine ganz persönliche gefühls-intensive Beziehung zu ihnen zu pflegen.

Grundsätzlich heißt mein inneres Kind INA.

Die Ina hat sozusagen alle anderen Gefühlskinder in sich – und sie zeigen sich entweder, wenn ich sie persönlich mit ihrem Namen anspreche, oder wenn gerade ein Gefühl sehr übermächtig ist. Ansonsten rede ich meistens mit Ina, sie ist sozusagen die Gesamtpersönlichkeit meiner Gefühlsanteile, die sich als Kinder darstellen.

Ich stelle mir manchmal vor, dass wir uns alle am Küchentisch versammeln und ich jeden frage, was bei ihm/ihr so los ist, wie sie sich fühlt etc. – besonders dann, wenn ich ein inneres Chaos habe.

Und sie dürfen sagen, was sie sich wünschen. In meiner Fantasie nehme ich sie in den Arm und gebe ihnen, was sie brauchen. Möglichst oft versuche ich auch in meiner Realiät hier, bestimmte Wünsche um zu setzen, die sie geäußert haben. Da ist es allerdings wie auch mit richtigen Kindern, es ist nicht alles möglich und sinnvoll.

Die inneren Kinder sind nicht als Ratgeber geeignet, sie brauchen ja selber Zuspruch und liebevolle Führung durch mich als Gesamtpersönlichkeit.

Doch woher nun soll ich Rat bekommen?

Auch ich als Erwachsene habe manchmal Sehnsucht nach jemanden zum Anlehnen. Dafür ist mein Hohes Selbst da oder mein Führungsengel, oder auch mein Herz, das ich übrigens Abraham nenne, weil ich mich in ihm geborgen fühle wie in Abrahams Schoß. Bei all diesen Begriffen ist mir bewusst, dass es sich letztlich um die liebevollste und weiseste Ebene von mir selbst handelt – ich könnte auch sagen “meine Essenz” oder “mein tiefster innerster Kern”. Meinem Alltags-Ich tut es gut, mit einem visionären starken, liebevollen Gegenüber in Verbindung  zu treten, wenn es sich gerade mal klein und schwach fühlt, was ja auch zum Mensch-Sein gehört.

Ohne dass auch ich „jemand Größeren“ habe, wäre es für mich oft nicht leicht, in heilender Weise mit meinen inneren Kindern zu reden, denn wenn ich als „erwachsene Marina“ nicht weiter weiß, dann sage ich zu Ina: „Da holen wir uns Hilfe von Abraham.“ Oder: „Ich weiß auch noch nicht, aber ich gebe das Thema unserem Engel und dann werden wir Hilfe bekommen.“

Und dann gehe ich in Meditation nehme meine Gefühlskinder in die Arme und lasse meine guten Kräfte durch mich schreiben…
Auch wenn ich weiß, dass das alles sich nur in meinerVorstellung ereignet, nützt es mir gefühlsmäßig, denn

das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen innerem und äußerem Geschehen. Es empfindet alles als wahr und real – auch Fantasie-Vorstellungen.
Deshalb sind liebevolle Bilder, Geschichten und Dialoge  so außerordenlich heilsam!

Eine immer liebevoller werdende Beziehung zu unseren inneren Kindern wünschen sich mit bunten Grüßen an euch alle

Marina, Ina und Abraham(mein Herz)

******************

Vielleicht interessiert dich ja auch mein  4-tägiges Schreib-Seminar „Hei-Di“  (Heilender Dialog mit unseren Gefühlskindern)

Weitere Impulse (auch fürs innere Kind), Nahrung für dein Gemüt wie Engelkarten zum online ziehen und versenden, Geschichten, Gedichte, Botschaften von Engeln, Christus und Maria findest du auf  meiner Webseite 
www.marina-kaiser.de


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About Marina Kaiser

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9 Responses to “Die innere Familie” – wozu dient dieses Denk-Modell?

  1. Kirstin says:

    Hallo liebe Marina, liebe Ina, lieber Abraham und die ganze innere Familie, 🙂

    einen kurzen herzlichen Gruß möchte ich Euch senden. Ich freu mich so, daß Ihr Eure Methode mit uns teilt. Hat es uns doch schon so geholfen.

    Sonntag bin ich wieder da.

    Viele liebe Grüße und dicke Umarmung von Kirstin und Tini

  2. Liebe Tini und liebe Kirstin,
    Wir freun uns, dass Ihr euch freut 😉 🙂 !!
    Und natürlich ist es auch schön, wenn euch dieser spielerische Weg im Umgang mit den Gefühlen schon geholfen hat. Wir möchten ihn nicht mehr missen…
    Seid von Herzen ganz innig umarmt von Marina und Ina

  3. Angelika says:

    Liebe Marina,
    was für eine gute Geschichte, du hast soo recht, denn dieses Anschauen der Gefühle, mit ihnen sprechen ist so wichtig. Im Grunde wollen sie ja nur wahrgenommen werden um Heilung zu erfahren. Ich habe das auch erfahren, meistens gehe ich mit ihnen an das Ufer eines schönen See´s und dann unterhalten wir uns oder ich halte sie in meinen Armen. Immer ist dann in mir eine Erleichterung zu fühlen und viele haben sich gewandelt. Danke für diesen wichtigen Text 🙂
    Einen ganz tollen Tag in Liebe wünsche ich dir und “deiner inneren Familie” 🙂

    • Liebe Angelika,
      meine innere Familie bedankt sich ganz herzlich für deine Worte. Ja das gedankliche In-den-Arm-nehmen tut meinen inneren Leute auch immer gut. Habe ich heute auch mal wieder praktiziert. Und auch das verständnisvolle Zuhören und Reden.
      Ich wünsche dir und deinen inneren Gefühlswesen einen rundum schönen Sonntag.
      “Wir” grüßen “euch” ganz herzlich! Alles Liebe Marina & Co 😉 🙂 🙂

  4. Olaf says:

    Liebe Marina,
    **Wir alle sehnen uns nach jemand der uns bedingungslos und verlässlich liebt, so wie wir sind.

    Dieser Jemand können nur wir selbst sein. Denn wir sind die einzigen, die absolut verlässlich immer bei uns sind.** SO IST ES!!! SO IST ES!!!!
    Und durch dich durfte ich lernen mich mehr und mehr auf liebevolle Weise zu betrachten. Mich in Selbstannahme und Mitgefühl mit mir selbst zu üben. Mir mit gleicher Achtung, Respekt und Verständnis zu begegnen wie ich es auch mit meinen Mitmenschen tue. Ich freue mich von Herzen sehr, das du mit uns allen hier ein Modell der Selbstliebe teilst. Denn es ist so wichtig, denn im Grunde gibt es auch keine Trennung zwischen Liebe und Selbstliebe. Da Liebe ja immer etwas GANZES ist.
    Es ist nicht nur tief erkenntnisreich mit diesen inneren “”Stiefkindern”” ins Gespräch zu kommen, es ist auch eine unglaublich liebevolle und befreiende Erfahrung sich mit ihnen wieder zu versöhnen.
    Denn ist es nicht so das wir im kleinen schon ein Ganzes, eine Einheit bilden?
    Ich finde das macht dein Modell hier sehr deutlich.
    In tiefer Dankbarkeit deiner Menschenfreundlichkeit,
    Olaf 😀 😀 😀

  5. Lieber Olaf, 🙂
    du nennst es liebevoll “versöhnen mit den Stiefkindern” – das finde ich eine sehr hilfreiche Betrachtungsweise – ebenso wie das Bewusstsein vom inneren und äußeren Kosmos.
    Ich freue mich sehr, dass ich damit Impulse zur (Selbst)Liebe geben kann und danke dir sehr für dein Feed-back.
    Ganz viele liebevolle Erfahrungen wünsche ich dir und deinen inneren Gefühlspersönlichkeiten.
    Seid von Herzen gegrüßt von Marina & Co 😉 🙂 🙂

  6. Ralph says:

    Hier mal ein etwas anderer Ansatz:

    Bin schon gespannt auf Eure Reaktionen!

    In entspannter Aufmerksamkeit,
    Ralph

    • Angelika says:

      Wow, superschöne Meditation, nur bei mir ging dieses kleine Wesen nicht in das Grab sondern direkt in das Licht hinein und ich fühle mich mit seiner Weisheit und Liebe total verbunden.
      Danke Ralph 🙂

  7. Hallo Ralph,
    ja es stimmt, das ist ein anderer Ansatz.
    Vielen Dank für diesen Impuls.
    Eine kraftvolle, frohe neue Woche wünscht dir mit lieben Grüßen
    MarIna

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