Die Sonne

Jesus und ich sitzen mitten im Gras, die Sonne strahlt, ein stahlblauer Himmel ragt majestätisch über uns. Ich sitze Jesus gleich gegenüber und beobachte wie er in die Sonne schaut, ohne auch nur ein einziges mal dabei zu blinzeln.

Ich frage mich wie das möglich ist als in in Gedanken schon meine Antwort erhalte:

„Amigo, das ist nicht die Sonne, nein, sie ist das Symbol für Mitgefühl, Barmherzigkeit, Annahme und Verständnis. Mit ihrem Licht und ihrer mitfühlenden Herzenswärme die sie verstrahlt, bestrahlt und beschenkt sie alle Menschenwesen und alles Leben gleich. Sie gibt sich hin mit allem was sie ist.

Sie macht keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen oder Kindern, zwischen arm und reich, gebildet oder ungebildet, spirituell oder unspirituell, das ist gleichgültig. Es interessiert sie nicht mal ob du ein Versager bist oder dem gängigen Lifestyle entsprichst.

Auch wird sie dich nie morgens beim Aufwachen fragen was du gestern alles Gutes in der Welt geschaffen hast. Sie fragt auch nicht danach ob du auch produktiv bist heute.

Du magst ein Erleuchteter sein, ein tiefer weiser Mensch das ist genauso ok für sie, wie wenn du gerade unfreundlich zu der Kassiererin im Supermarkt bist. Sie scheint und scheint und das für alle und jeden Menschen, bedingungslos. Ist das nicht ein schönes Symbol für Liebe, für bedingungslose Liebe.“

Ich antworte nicht, ich schaue nur andächtig in seine bernsteinfarbenen Augen. In der Hoffnung eine Reflexion in seinen Augen erkennen zu können. Denn auch ich möchte schauen was der Meister schaut. Seine Augen strahlen genau dieses Energiemuster aus das er symbolisch mit der Sonne beschreibt, das sich tief auf meine Seele und mein Erleben als sehr wohltuend auswirkt.

Ich sehe ein helles Licht, es könnten auch Flammen sein. Dieses strahlende Licht lässt auch mich wieder tiefer diese Liebe fühlen, die wir Menschen letztlich ja alle sind.

Als ich mich mit Jesus in einem riesigen Tempel wiederfinde. Das ist der Tempel des Göttlichen Bewusstsein, erklärt Jesus mir.

„In diesem Tempel befinden sich jegliches Wissen bis in aller letzter (Kon-)Sequenz. Jeder Gedanke, jedes Gefühl und jede Tat sind hier abgelegt. Sie stehen hier vom Größten bis in den kleinsten Zusammenhang und sie sind alle miteinander verwoben. Sie werden für jedes Menschenwesen in ihrer Gesamtheit betrachtet, nicht nur punktuell. Darüber hinaus sieht das Göttliche die Verwobenheit von allem menschlichen Leben in dieser Gesamtheit. Von jedem einzelnen Menschenwesen. Hier liegt alles Wissen aus welchem Grund ein Mensch so fühlt, denkt und handelt. Ganz gleich was er gerade gefühlt, gedacht, oder wie er gehandelt hat. Es gab einen ganz entscheidenden Grund warum er so handelte und eben nicht anders und das weiß das Göttliche. Erinnere dich an das Experiment mit der Leinwand“.

Ja, an diese Erfahrung kann ich mich gut entsinnen. Und im Nachgang habe ich Mitgefühl für den inneren Richter in mir, wie auch für den Schmerz des Sohnes. Denn im Grunde kenne ich auch diesen Schmerz, der Schmerz der ihn die Kontrolle über sich verlieren lies. Ich konnte also mithilfe von Jesus zwei sich widersprechende Teile in mir, versöhnen. Einmal den inneren Richter und den Schmerz in mir, der mir ja durch den Sohn gespiegelt wurde.

Durch das Mitgefühl konnte ich plötzlich tief im Herzen diese Liebe mir selbst gegenüber und die für meinen Bruder sehr deutlich spüren. Diese Übung in Mitgefühl hat mir ein Stück zu mehr Ganzheit verholfen. „Du machtest durch das Mitgefühl die Erfahrung von Einheit. Die Einheit deines Bruders mit Dir. Du konntest deutlich erkennen das ein Teil deines Bruders in dir ist, wie ein Teil von dir dein Bruder ist. In dieser göttlichen Einheit ist der Schmerz deines Bruders ebenso in bedingungsloser Liebe willkommen, wie der innere Richter in dir willkommen ist. In der Göttlichen Einheit gibt es kein dies oder das, es gibt nur DAS EINE und das BIST DU und DAS BIN ICH zur gleichen Zeit. Deswegen gibt es auch keine Trennung zwischen Mir und Dir“ hörte ich Jesus sanft in meinen Gedanken zu mir sprechen.

Auch erkannte ich für mich, das Mitgefühl immer beide Teile, das Du und Ich ganz liebevoll umfasst. Ich also gleichzeitig im Mitgefühl mit mir und dem inneren Richter bin, und gleichzeitig mit dem Schmerz meines Bruders, der ja letztlich auch Teil meiner Selbst ist.

„Das Göttliche Bewusstsein weiß das es der Seele nur um bedingungslose Liebe und EINSEIN geht. Die Seele weiß das sie Liebe ist, und diese bedingungslose Liebe will sie auch in Erfahrung bringen. Denn Wissen ist ein Teil des Göttlichen Bewusstseins, der andere Teil die Erfahrung. Das Göttliche in uns ist gleichzeitig Seele und Mensch. Durch diese Einheit von Göttlichem Bewusstsein, Seele und Mensch schenkt das Göttliche sich selbst Leben um sich selbst zu erfahren. Deswegen ist alles Leben etwas Heiliges, das ist das ganze Geheimnis. Deswegen ruft das Göttliche in euch auf, alles Leben zu ehren, ganz gleich wie es sich im Menschsein zum Ausdruck bringt. Denn nur das Göttliche weiß bis in letzter Konsequenz warum dieser Teil des Lebens sich so in seinem einzigartigen Ausdruck und nur so zum Ausdruck bringt“ beendet Jesus voller Demut seinen letzten Satz.

„Welcher Meinung und Ansicht wir auch immer sein mögen, über das Leben eines Menschen ob es nun ein gutes Leben war oder nicht. Ob seine Handlungen aus unserer Sicht nun verständlich waren oder nicht. Es ist völlig ok sich eine Meinung darüber zu bilden, denn auch das gehört zum Menschsein.  Doch die Seele des Menschen ist unantastbar. Denn nichts und niemand kann der Seele eines Menschen die bedingungslose Liebe, dem bedingungslos liebenden und mitfühlenden Wesen in uns, der Liebe ohne Gegenteil, die Liebe zu all ihren Teilen absprechen.

Dieses Wissen, mein geliebter Freund Jesus, hilft mir selbst ungemein mitfühlender mit mir selbst zu sein. Denn auch ich bin kein Heiliger und versuche immer mein Bestes zu geben. Und aus diesem Mitgefühl heraus kann ich ebenso auch Mitgefühl mit anderen haben. Denn auch auf sie trifft selbiges zu. Und ich kenne den Schmerz, der Angst des Nichtgenügends und genau das verbindet mich wohl mit den meisten Menschen.“

„Amigo, ist es nicht wundervoll wie liebevoll du deinen Schmerz ansehen kannst, ihn als das sehen was er ist. Eine Gelegenheit zu lieben, eine Gelegenheit um ins Mitgefühl zu kommen um dann diese unglaubliche Liebe zu erfahren, die du bist.“

In der nächsten Begegnung erfahrt ihr wie es weiter geht.

Wer sind die Gestalten der Liebe ohne Gegenteil? Klicke hier.

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About Olaf der MenschenFreund

Ich bin ein ewig Suchender nach der Wahrheit, genauer gesagt nach meiner Wahrheit. Ich maße mir nicht an die Wahrheit im allgemein gültigen Sinne zu kennen. Vielmehr handelt es sich hier um die Wahrheit des Herzens, sie ist rein subjektiv und setzt sich zusammen aus spirituellen Erfahrungen, die meine Sichtweise und Weltbild wiederspiegeln. Ich wünsche meinen Lesern viel Freude und Inspiration damit:-)
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5 Responses to Die Sonne

  1. Kirstin says:

    Lieber Olaf,

    ich hoffe, ich verstehe so langsam immer mehr. Die Seele urteilt und wertet nicht. Sie liebt einfach – bedingungslos. Wir Menschen werten oder finden dies oder jenes “schlecht”. Aber für die Seele ist dieses vermeintlich “schlechte” vielleicht grad ein großes Geschenk. Das hat mir heut grad jemand erklärt, habs auch verstanden. Und denn wurde ich noch geführt durch eine Art innerer Familienaufstellung. Es ging darum, daß ich endlich verzeihen und vergeben wollte. Und da haben wir mit einmal meine ganze verstorbene Familie aufgestellt. Mein Papa hat mir gesagt, wies im wirklich ging mit mir. Wie leid ihm alles tut. Meine Mama hat mir wortwörtlich gesagt, ich solle mal ganz schnell alles vergessen, was sie mir so an Leitsätzen mitgegeben hat und mir auch erklärt, wie es dazu kam. Ja, wenn ich den Schmerz des anderen fühlen kann, denn ist mein eigener Schmerz schon fast geheilt. Ich finds zwar trotzdem wichtig, ein tut mir leid zu hören, aber es ginge wohl auch ohne. Na, das war schon großartig heut für mich. Und da paßt Dein Text auch so gut. Danke schön Euch beiden 😉

    Viele liebe Grüße von Kirstin

  2. Olaf says:

    Du liebe Kirstin,
    weil wir Menschen so sehr mit unserem Verstand versuchen zu begreifen. Einheit kann man aber vom Verstand her nicht greifen. Der Verstand sortiert und kategorisiert, er bewertet etwas für gut oder schlecht, das ist seine ganze Aufgabe. Es ist auch völlig ok, weil wir Menschen sind und nun mal einen Verstand haben.
    Genau liebe Kirstin, auf Seelenebene kann es sehr leicht passieren das was der Verstand als richtig und gut sieht, sich aber auf Seelenebene als falsch erweist, wie umgekehrt.
    Liebe Kirstin, ich bin ganz berührt von deiner Familienaufstellung. Ist das nicht unglaublich wieviel Liebe und Mitgefühl in deinen Worten über deine Familienaufstellung mitschwingen. Dein aufrichtiger Wunsch im Herzen endlich zu vergeben und zu verzeihen?? Und ich verstehe dich so gut das du auch ein “Tut mir leid” hören wolltest. Denn ein aufrichtiges “Tut mir leid” ist manchmal wie ein “Ich liebe Dich”.
    Du liebe Kirstin, hab dank für dein wertschätzendes Feedback und deinen Mut dich so offen zu zeigen 😀 😀 😀
    Es umarmt dich fest,
    Olaf

  3. Angelika says:

    Lieber Olaf,
    wenn die Seele erwacht lacht ihr die Sonne zu und umarmt sie voller Zärtlichkeit. Ich freue mich auf den Tag wo wir alle zu liebevollen mitfühlenden Sonnen werden 🙂 🙂
    Liebste Grüße an dein schönes Licht

  4. Olaf says:

    Liebe Angelika,
    tief berührt lese ich deine Zeilen hier. Ich bin überzeugt davon das wir genau zu jenen mitfühlenden Sonnen werden, denn letztlich sind wir sie ja schon. Ganz allmählich erinnern wir uns ganz sanft und liebevoll, Stück für Stück, an diese innere Schönheit die unser Wesen ausmacht. Ganz sanft und sachte wie ein Sonnenaufgang erstrahlt unsere Essenz um alles in und um uns herum liebevoll betrachten zu können.

    Ich glaube das ist der Aufstieg von dem so oft gesprochen wird. Er ist gekennzeichnet von Mitgefühl, Barmherzigkeit, Annahme, Verständnis und Versöhnung. Dieser Prozess integriert alle scheinbaren Widersprüche in uns. Er lässt uns immer mehr das erfahren wonach sich unsere Seele so sehr sehnt, die Erfahrung nach bedingungsloser Liebe.
    Er lässt unsere Seele das erfahren was wir sind: Bedingungslose Liebe.

    Ganz, ganz herzlichen und innigen Dank 😀 😀 😀
    Mein Licht in mir verneigt sich in dem Licht von dir,
    Olaf

  5. Angelika says:

    Es ist einfach schön wie du die Liebe darstellst, ist wie ein Orchester für das Herz und die Seele, ich kann nur sagen: Namaste´ lieber Olaf , das Göttliche in mir verneigt sich vor dem Göttlichen in dir 🙂

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