Segnen – so einfach kann das gehen?

Foto von Doris

Auch wieder sowas: Segnen. Immer öfter les ich es, daß wir segnen sollen. Am besten alles und jeden. Klingt ja auch toll, würd ich auch gern tun, aber …da sind sie wieder, die Kapriolen meines Verstandes. Oder aber das Quietschen der verrosteten Schubladen, in denen manche Dinge bislang bei mir steckten.

Segnen – das kannte ich bislang nur aus der Kirche. Oder der Segen des Papstes. Jedenfalls war das immer was, bei dem ich mich unwohl gefühlt hab. Da stellten sich irgendwelche Mensch hin und erhoben sich über andere. Durften sie ja, weil sie es ja studiert hatten. So fühlte es sich für mich an. Also schon mal klar, daß ich über das Segnen keine gute Meinung hatte.

Mir war bis vor kurzem überhaupt nicht klar, daß das im Prinzip jeder Mensch tun kann. Vielleicht andere, aber ich doch bestimmt nicht. Da muß man doch bestimmt irgendwelche Ausbildungen haben oder überhaupt einfach was besonderes sein. Besonders heilig von Natur aus oder so ähnlich. Tja, wie sehr hatte offenbar die Konditionierung der Gesellschaft bei mir gegriffen.

Aber jetzt bin ich da selbst drauf gekommen. Durch einen Text auf einem anderen Blog. Und weiterhin durch ein Channeling, das mich sehr beeindruckt hat. Da wurde so klar und einfach erklärt, daß wir das immer mehr tun dürfen. Und wieviel gutes damit bewirkt werden kann. Das hat mich sehr überzeugt. Hab dann nach Worten gesucht, wie ich das machen könnte. Lach – in diesem Channeling wurde ein Segensspruch von sage und schreibe 3 Zeilen vorgeschlagen! Na, das ist nix für mich. Das hätt ich ja auswendig lernen müssen.

Hab andere Leute gefragt, ob sie eigentlich segnen. Und hab auch daran gedacht, daß ja z.B. Marina und Olaf in ihren Texten oder in ihren Kommentaren oft ganz einfache Segenssprüche schreiben. Da hat es mich immer schon so durchrieselt.

Und ich hab auch ganz schöne Antworten bekommen. Z.B. „Friede sei mir dir“ denken in einer Streitsituation der Egos. Oder „Ich segne dich mit der göttlichen Liebe“ oder „Sei gesegnet in der göttlichen Liebe“. Das ist so einfach – ein paar Worte – mit Inbrunst gesprochen, wieviel können sie offenbar bewirken. Und ich habs auch bemerkt bei mir. Wenn ich wirklich in der Liebe bin und diese Worte spreche, dann tanzt mein Herzchakra aber. Ich merke das total, ob ich in der richtigen Schwingung bin.

Habt Ihr auch schöne Worte zum Segnen?

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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14 Responses to Segnen – so einfach kann das gehen?

  1. Verena says:

    Ich schreibe gerne – wenns für mich stimmig ist – die einfachen englischen Worte “blessed be”.
    Nicht, weil ich grundsätzlich alles in englisch schreiben muss “gg”, sondern weils mich einfach immer durchrieselt wenn ich diese Worte benutze.
    Dann mag ich ja total gerne das irische Segenslied.
    Kannst du dir hier anhören, als Chorfassung, vielleicht gefällts dir ja:

    Ansonsten gefällt mir auch “Friede sei mit dir” sehr gut.
    Ich segne nicht täglich, manchmal wochenlang nicht – aber ich denke und fühle oft liebevoll an und mit anderen und vielelicht ist das ja auch eine Art von Segnen.
    big hug
    Vreni

  2. Liebe Kirstin,
    ich denke oft (besonders auch dann, wenn Menschen in schwierigen Sitatuationen sind): “Segen und Liebe an dich und deine Lieben!” oder einfach “Segen über diese Situation” . Manchmal segne ich auch etwas von mir, z.B. “Segen an meine Angst”, oder “Segen über diesen Druck” (den ich gerade empfinde). Gern stelle ich mir dabei vor, wie mein liebevolles Doppel-Ich vor mir steht und mir die Hände auf den Kopf legt. Manchmal denke ich auch “Frieden und Liebe an…” und sende diese Energien zu Menschen, Situationen, Länder, Körperteile, Gefühle, Teilpersönlichkeiten…”
    Früher habe ich das ähnlich gedacht wie du es beschrieben hast, aber nun schon seit Jahren nutze und genieße ich die Kraft des Segnens. Schön, dass du sie auch für dich entdeckt hast, liebe Kirstin!
    Ich segne diese Nacht und den kommenden Tag mit all unseren Gefühlen, die wir empfinden.
    Herzlichst MarIna

  3. Marit says:

    Hallo Kirstin,
    ich vergesse das Segnen leider noch oft. Danke daß Du mich mit Deinen Zeilen an diese liebevolle Möglichkeit, einer(unangenehmen) Situation zu begegnen, erinnerst.

    Vor vielen Jahren, als ich noch LKW fuhr. Hat mich ein mir unbekannter alter Mann in Almusafes auf dem Rückweg vom Kaffee Trinken zu meinem Fahrzeug in der Früh mit den Worten: Vaya con Dios! gesegnet.

    Wie Du siehst, ist mir das bis Heute – über alle Zeit – im Gedächtnis geblieben.
    LG
    Marit

  4. Katharina says:

    Liebe Kirstin! 🙂

    Deine Artikel sind immer soooo herzerfrischend- und erfreuend, bringen mich oft zum schmunzeln und zum lächeln, aber auch zum Nachdenken, auch weil ich mich darin meist so gut wiedererkennen kann. So auch heute! Segnen war für mich auch lange Zeit etwas das ich mir nicht anmaßen wollte zu tun – ich doch nicht, du liebe Zeit, wo kämen wir denn da hin. Also habe ich höchstens Gott um seinen/ihren Segen gebeten, wenn mir das gerade mal in den Sinn kam.

    Dann habe ich allerdings vor einiger Zeit mal einen Bericht gelesen über eine alte Ordensschwester, die tagtäglich stundenlang die Passanten im Züricher Hauptbahnhof segnete.
    http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/171_0_45_0_C/ Dieser Artikel hatte mich sehr beeindruckt und nachdenklich gemacht. Der letzte Satz öffnete mir irgendwie die Augen und das Herz, er lautet: ” Ich habe den Eindruck, Schwester Frieda ist müde. Vielleicht ist es Zeit, dass wir ihr beim Segnen beistehen: an der Tramhaltestelle, vor dem Kino, im Flughafen – Gelegenheit dazu haben wir überall.” Da wurde mir plötzlich klar, dass ICH segnen kann/soll/darf – und ich war hocherfreut. 🙂 Leider mache ich es viel zu selten, einfach weil ich es vergesse, weil zuviel Zeug in meinem Kopf herumschwirrt.

    Danke, dass Du mich wieder dran erinnert hast, liebe Kirstin!
    Ich sage gerne: ICH SEGNE JETZT MEIN WAHRES SELBST. MÖGE DAS GÖTTLICHE IN MIR ANDEREN MENSCHEN UND MIR SELBST ZUM SEGEN WERDEN.

    Segensreiche Grüße an Dich und alle Lieben 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

    Katharina

  5. Doris says:

    Liebe Kirstin,

    ich segne bisher gar nicht, also jedenfalls nicht bewusst und nicht mit Worten. Mir erscheint das irgendwie künstlich, aber vielleicht habe ich ja einfach den Zugang dazu noch nicht gefunden.

    Ich habe durchaus schon die Kraft persönlicher, segnender Worte, die authentisch aus dem Moment heraus entstanden sind, erfahren. Aber manchmal verkommen Segensworte eben auch zu automatisch dahingesagten Floskeln, so ähnlich wie “Guten Morgen!” oder “Gesundheit!”

    Außerdem… wenn ich einen guten Streit haben will, will ich einen guten Streit haben. Dann finde ich es schade, wenn sich mein Gegenüber mit einem gesäuselten “Friede sei mit dir” aus der Situation zieht. Oder auch dieses ewige “Namasté” mit Verbeugung und gefalteten Händen, das in manchen Kreisen üblich ist – selbst wenn noch soviel an Liebe dahintersteckt, ist es ganz einfach nicht meine Sprache. Da ist mir der Arbeitskollege, der liebevoll “Arschloch!” zu mir sagt, wesentlich lieber! 😉

    Aber ich finde es schön, wenn du für dich den Zugang zum Segnen gefunden hast, Kirstin. Lass dir die Freude daran nicht nehmen!

    Liebe Grüße,
    Doris

  6. Doris says:

    Kirstin, du hast von einem Text auf einem anderen Blog geschrieben und von einem Channeling, das dich beeindruckt hat. Magst du vielleicht die Links dazu einstellen?

  7. Sabine says:

    Vorm Essen, macht auch Kindern Spaß:
    Lieber Gott lass Deinen Segen über unsern Teller fegen!
    *lach*

  8. Sabine says:

    Oder wie könnte man das zur ICH-Form umdichten vielleicht?

  9. Angelika says:

    Liebe Kirstin,
    Ich glaube dass alle guten Gedanken einfach gute Energie aussenden und demjenigen der sie denkt, auch in eine positive Schwingung versetzt. Heute mehr denn je, also lasst und segnen in allen Varianten die für uns Stimmig sind 🙂
    Danke der Erinnerung 🙂

  10. Kirstin says:

    Ach Ihr Lieben, ich freu mich so, was hier alles geschrieben wurde. Ganz vielen Dank. Ich bin am überlegen, wie man diese Gedanken “sichern” könnte, so daß alle was davon haben. Aber ich weiß nicht, wie. Vielleicht einfach nur fließen lassen. Und damit meine ich nicht nur die Segenssprüche, sondern auch die Gedanken, wenn jemand damit im Moment nichts anfagen kann. Ging mir doch lange Zeit ganz genau so 😉

    Ich finde es schön, sich so zu treffen. Niemand muß einer Meinung sein, und man kann trotzdem sich begegnen.

    Hier übrigens der Link: http://einfachemeditationen.wordpress.com/2012/01/05/nr-232-abbau-von-karma-2012/

    Viele liebe Grüße von Kirstin

  11. Verena says:

    Liebe Kirstin,

    da bin ich noch einmal. Ich habe heute fast den ganzen Tag verschlafen. Das hat mir so gut getan.
    Und da kam ich drauf, dass auch das wichtig ist. Klar, es ist ein alter Hut….sich gut um sich selbst zu kümmern…Ruhepausen einzulegen…..Oasen der Kraft zu schaffen…..aber wer tut es dann wirklich, wenn es soweit ist?

    Ich sehe den Tag nicht als vertan an.

    Ich fühle mich frisch und erholt.

    Und der Schlaf war ein Segen für mich, den ich jetzt an andere weitergeben kann.

    Große Umarmung an dich
    von Vreni

  12. elke says:

    Liebe Kristin,
    ich glaube ich segne jeden Tag auf meinem Weg zur Arbeit und zurück, 30 min Fahrzeit über Dörfer und Landstrasse. Herrlich, wenn ich bedenke, dass ich früher gestöhnt habe über Schleicher vor mir. Jetzt bin ich nur noch entspannt beim Fahren und segne alles, was gerade mein Bewusstsein streift. Sei es Familie, sei es mich selbst oder unbekannte Seelen, denen ich allen Liebe und Licht sende. Ich kann nicht beschreiben wieso, aber es ist mir ein Bedürfnis. So gelange ich entspannt an meinen Arbeitsort und stimme mich auf meinem Heimweg wieder in eine seelige Feierabendstimmung. Mir tut es einfach nur gut.

  13. Kirstin says:

    Schlafen ist auch für mich ein großer Segen. Oft der größte überhaupt am Tag.

    Und alle einfach segnen, ist doch toll. Habs grad mal probiert, da kann man ja überhaupt nichts anderes mehr denken. Und ist selbst in einer super Energie.

    Danke. Viele liebe Grüße von Kirstin

  14. Olaf says:

    Liebe Kirstin,
    mir tut das Segnen von Dingen immer sehr gut. Es bringt meine Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck und es fühlt sich immer so wohlig warm an zu segnen. Früher dachte ich auch immer das Segnen sei nur Priestern oder Jesus vorbehalten, bis ich eines Tages las das jeder Segnen kann. Dann fing ich damit an und jetzt ist es fast meine zweite Natur geworden.
    Sei gesegnet in all der Liebe die du verschenkst und bist,
    Olaf

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