Ein traumhaftes Leben

Ich muss wieder lachen während ich das schreibe, denn ich erfahre seit Tagen das, was ich als Aussage von den australischen  Aborigines her kenne, nämlich dass das Leben hier nur ein Traum ist. Genau das ist es was ich als Realität, oder nicht Realität im Moment erfahre.

Ich lebe das selbe Leben, habe die gleichen Dinge um mich wie immer, die Menschen sind noch gleich, doch ich erfahre den ganzen Tag als ob ich ihn träume.

Ich meine, es ist wirklich so, als ob ich im Bett liegen würde und einen Traum habe.

Ich gehe also durch den Tag und der Verstand scheint zu schlafen, rührt sich nicht und teilt nicht ein wie sonst immer, ich schiele sogar nach oben, denn er mischt sich nicht mal in etwas ein. Ich nehme alles wahr was da um mich ist, doch ich nehme es nicht mehr in mich auf … ich erfahre mich nicht mehr in Bezug auf etwas. Alles scheint wie Puddig zu sein, so weich und nicht mehr greifbar. Auf alle Fälle komme ich mir vor wie im Kino wo ich mich in den weichen Sessel hineinkuschle, die Füße hochlege und mir einen Film auf der großen Leinwand ansehe, wissend, dass das nur ein Film ist.

Irgendwie ist das Ganze lustig, denn ich behalte nur mehr das Allerwichtigste im Kopf, alles andere wird gelöscht. Was ich in die Hand nehme kommt mir nicht mehr real vor, obwohl ich es halte. Nichts um mich herum ist mehr wie es wahr und doch ist alles noch dasselbe. Nur meine Wahrnehmung ist eine ganz andere geworden.

Das Essen schmeckt nach gar nichts mehr, ganz gleich was ich da im Mund habe, es schmeckt überhaupt nicht mehr. Ob ich wohl auf Lichtnahrung umsteigen soll?

Meinen Körper fühle ich auch nicht mehr wie früher, so als ob er nicht mehr da wäre oder durchsichtig sei. Äh, ich guckte schon mehrere Male in den Spiegel um zu wissen, ob ich noch sichtbar bin und ab und zu zwicke ich mich mal leicht.

Was noch komisch ist, dass ich mehrere Male etwas nachlesen muss, um überhaupt zu begreifen was da steht. Es ist mir auch schon seit längerem aufgefallen, dass alles was ich so gelernt habe, alles was ich weiß, dass das alles nicht mehr wichtig ist und einfach nur Dinge waren, die mir weiterhalfen auf dem Weg. Ja und dieser Tage scheint es einfach zu verschwinden und ganz Neues wird geboren. Es gibt absolut keine Identifikation mehr mit meinen Gefühlen, Gedanken oder Tun oder sonst etwas im Leben. Ich registriere alles ohne an irgendetwas festzuhalten, es gehört irgendwie zu mir aber ich bin es nicht. Es fließt einfach durch mich hindurch ohne dass es irgendeine Bedeutung hätte.

Da ist noch etwas Außergewöhnliches was ich bemerke und ich kann sagen: das ist ein Riesenspaß. Ich guckte mir ein Video an von Mexiko und der Kultur der Maya´s. Ganz plötzlich geschah es dass ich irgendwie an diesem Ort war, denn ich fühlte die Luft dort, die Sonne und das Gras, ich spürte die Steine unter meinen Finger und mir war alles so vertraut, so als ob ich gerade wirklich dort stehen würde. Ich fühlte diese Gegend mit allen Sinnen, wow, das war mächtig. Ich glaube es wundert wohl keinen,  dass ich am Abend mit allen möglichen Videos auf Weltreise ging und ich kann sagen, es war ein Hochgenuss allererster Klasse. Ich kann diese Reiseagentur nur weiter empfehlen 🙂

Heute ist ein einziger weicher Satz in meinem Denken präsent: du bist hier nur zu Gast.

Oh ja, mit einem Male fühle ich klar und deutlich, dass der Teil von mir der hier als Mensch gelebt hat, immer nur ein Gast auf der Erde war. Wir sind alle nur Gäste auf diesen Planeten, der uns immer so reich beschenkt hat. Nichts hier gehört mir oder irgendjemanden, denn wir alle gehen mit leeren Händen zurück. Ich schaue hinaus auf die winterliche Landschaft mit einem Herzen voller Dankbarkeit für diese Erde, als dessen Gast ich hier sein durfte und die mir das Leben mit allen seinen Erfahrungen ermöglicht hat.

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11 Responses to Ein traumhaftes Leben

  1. Kirstin says:

    Liebe Angie,

    mir gehts ganz ähnlich. Ich hab zwar nicht so Gedanken der Dankbarkeit. Aber auch ich fühle seit ein paar Tagen meinen Körper nicht mehr. Für mich ein ganz wundervolles Gefühl. Irgendwie werd ich immer mehr zur Seele. Es fühlt sich herrlich und frei an. Du drückst es so aus, Du fühlst, Du bist hier zu Gast. Ich für mich hatte heute die Worte, ich bin nur ein Hologramm. Und das war mir für mich gar nicht so bewußt, das fühlte sich schon fast normal an.

    Ganz schwierig zu beschreiben alles, aber ich fand mich in Deinem Text sehr gut wieder.

    Viele liebe Grüße von Kirstin

  2. Angelika says:

    Liebe Kirstin,
    es ist schon schwierig gewisse Seinszustände mit Worten zu beschreiben, ich freue mich auf die Zeit wo wir der Worte nicht mehr bedürfen. Das mit dem Hologramm ist interessant, ja, irgendwie befinden wir uns ja auch darin … hat wahrscheinlich jeder seines, je nachdem wie seine Energie gerade ist. Auf alle Fälle bleibt es spannend 😉
    Liebste Grüße und flieg nicht weg 😉 🙂

  3. Verena says:

    Ich find das so toll, was du erlebst und fühlst.

    Ich hatte das ja selbst einige Wochen/Monate so gut wie gar nicht und jetzt kommts auch bei mir so langsam wieder.

    Vielleicht erinnere ich mich durch deine Erzählungen ja auch zusätzlich wieder ein wenig mehr an solche Dinge.

    Danke dir!!!!

    Vreni

  4. Angelika says:

    Danke dir Vreni 🙂 Ich glaube es ging ganz vielen so, war bei mir ähnlich und jetzt beginnt es wieder ganz verstärkt in den Vordergrund zu treten.
    Hey, schließlich ist das ein entscheidendes Jahr und die Energien sind megahoch, wir sind schon so weit gekommen und ich habe das Gefühl als ob es diesmal so richtig zur Sache geht 🙂

    Viel Leben, Lieben und Lachen wünsche ich dir 🙂 🙂

  5. hajokateh says:

    Hallo Angelika.
    Danke für den Artikel. Auch ich kenne das Gefühl, alles so wahrzunehmen, als ob man in einem Film ist. Es ist alles irgendwie irreal, man meint, man schaut einen Film, ist aber gleichzeitig auch Statist. Ich finde es toll, daß immer mehr Menschen ihre Erfahrungen berichten, so auch gestern auf Nebadon die Kommentare zum Salusa-Channeling: http://nebadonia.wordpress.com/2012/01/17/salusa-16-januar-2012/#comments
    Es gibt bestimmt viele, die auch solche Gefühle kennen, aber meinen, sie würden sich das einbilden. Dadurch, daß solche Artikel wie Deiner erscheinen, erkennen diese Menschen, daß sie nicht alleine sind.

    Namasté
    Joachim

  6. Angelika says:

    Hallo Joachim,
    danke dir :), ich mußte schon grinsen über die Kommentare auf Nebadonia, denn es geht wirklich sehr vielen so und wir dürfen es ruhig annehmen, uns darauf einlassen, ganz gleich was andere dazu sagen. Irgendwann erleben es auch die ganz Nüchternen ;), wir gehen eben voran und ebnen den Weg und da sind sooo viele jetzt dabei, da kommt doch Freude auf.
    Namaste´lieber Joachim

  7. Doris says:

    Und ich freu mich gerade über das Umgekehrte, nämlich dass ich immer mehr in meinem Körper ankomme und die sinnlichen Freuden des Lebens (auch des Essens) genießen kann. Ist das nicht schön: Jeder bekommt genau das, was er braucht!!! 😀

    Herzliche Grüße,
    Doris

  8. Angelika says:

    Wow Doris, das freut mich aber riesig 🙂 , es ist unglaublich, aber dass du das jetzt erfahren kannst und wir irgendwie mal die andere Variante, ich kann nur staunen … ich könnte mit dir grad mal herumtanzen vor lauter Freude 🙂 🙂
    Große Umarmung von mir liebe Doris

  9. Angelika says:

    Yepp, wir tanzen zusammen 🙂 du und ich und die ganze Welt 🙂 🙂

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