Nichts ist unmöglich – es sei denn, ich halte es dafür

… oder: alles, was ich wähle wahrzunehmen, IST in dem Moment.

Ich hab keine Ahnung, ob diese Theorien jetzt sehr übermutig sind. Aber so fühlt es sich für mich tatsächlich immer mehr an. Als ich vor ein paar Jahren anfing auf meinem spirituellen Weg, brauchte ich erst sehr viel Zeit, um mich überhaupt mal zu informieren und zu orientieren. War ich doch sehr eingeschränkt aufgewachsen, was die Vielfalt der Möglichkeiten anbelangt. Man hatte mir sehr früh beigebracht, nichts und niemand zu vertrauen. Und nur das zu glauben, für das ich die Beweise in der Hand hielt.

Dementsprechend übernahm ich das in meinem Leben. Auch kam ein sehr eingeschränkter Glaube dazu. Alles, das für mich heute ganz normal zu meinem spirituellen Leben gehört, hätte ich früher bestimmt als „schwarze Magie“ angesehen. So auch alleine schon die Überschrift und der Inhalt dieses Textes.

Dieser ewige Wunsch nach „Beweisen“ verfolgte mich lange Zeit. Eigentlich bis vor ein paar Monaten. Es wurde weniger, aber es blieb dennoch. Und demzufolge war es mir sehr oft gar nicht möglich, irgend etwas von dem wirklich anzunehmen, was mir alle immer erzählten: „Alles ist möglich, du musst es nur zulassen.“ Ja – das klang so toll, aber ich hatte keine Verbindung dazu. Im Gegenteil, ich wurde eher wütend über das Wort „zulassen“. Das implizierte für mich, daß ich hier völlig freiwillig irgend etwas verweigerte, was ich doch auf der anderen Seite so von ganzem Herzen herbei sehnte.

Aber es ist wirklich so! Sie hatten alle recht. Auch wenn ich es damals nicht nachvollziehen konnte. Sie meinten nicht, daß ich etwas mutwillig verweigert hätte. Nein, ich stand mir selbst im Weg. Dadurch, daß ich in diesem Glaubenssatz des ständigen Beweise brauchens gefangen war. Nur haben sie mir das nie so deutlich gesagt. Das hab ich erst vor ein paar Monaten selbst heraus gefunden. Und deshalb schreibe ich heute darüber.

Ich möchte Euch ermutigen, es selbst auszuprobieren. Und natürlich besonders die Menschen, die selbst noch so am rotieren sind. Es muß ja auch niemand mitkriegen. Also, ich setze mich z.B. hin und denk an die duftende Tasse Kaffee, die ich jetzt gern hätte. Dann geh ich in mich und stell mir wieder meinen Senderknopf am Radio vor, wie ich ihn auf die gewünschte Frequenz ausrichte. So mach ich das mit der Tasse Kaffee. Und ich hab festgestellt, ich seh sie vor meinem inneren Auge, ich rieche den Duft und schmecken kann ich den Kaffee auch, wenn ich mir vorstelle, ich trinke ihn grad.

Das gleiche hab ich mit einem Stück Kuchen und einer leckeren Pizza probiert. Bei der Pizza hab ich den Dampf gesehen und den Käse geschmeckt. Und das hab ich immer wiederholt. Leider ist das alles bislang noch nicht in der Materie aufgetaucht. Aber das heißt ja noch lange nicht, daß es nicht möglich wäre. Ich werde es weiterhin üben und einfach schauen, was passiert. Und wer sagt mir denn, daß dieser Kaffee jetzt in die Materie muß – vielleicht könnte ich ja auch einfach in die Dimension des Bewußtseins gehen, in der die Tasse Kaffee bereits existiert.

Wichtig bei alledem ist mir immer, auf mich selbst und mein Energieempfinden zu schauen. Auf jeden Fall bemerke ich ständig, daß da viel Energie fließt. Und das lässt mich jedes Mal ein Stück mehr glauben.

Oder noch was anderes: Der berühmte „Erstkontakt“. Ich hab schon öfter festgestellt, daß ich mir tatsächlich ganz leicht meinen Sirianer am Kaffeetisch beim gemeinsamen Apfelkuchen mit Sahne vorstellen konnte.  Aber denn kam natürlich sofort wieder der innere Kritiker, der sagte: “Alles Blödsinn, du phantasierst doch bloß. Wo sind die Beweise?” Fakt ist jedoch, daß ich jedes Mal eine Energieanhebung in mir fühlen konnte.

Jetzt ist es jedoch so, daß ich mir immer besser vorstellen kann, daß dieser Erstkontakt tatsächlich erstmal im inneren stattfindet

Wenn ich jetzt aber an das Feld der unbegrenzten Möglichkeiten denke, dann ist doch alles, was ein Mensch sich nur denken kann und noch viel mehr, bereits vorhanden. Und ich brauche nur zu wählen, was ich grad wahrnehmen möchte. Also ist der Sirianer an meinem Kaffeetisch auch vorhanden, wenn ich mich dafür entscheide, ihn wahrzunehmen.

Natürlich kann ich nicht beweisen, daß es so ist. Aber wer kann denn schon beweisen, daß es nicht so ist?

Und ich habe viel zu lange Zeit gewartet und immer nach Beweisen gesucht. Hab möglicherweise viel Zeit verschwendet, in der ich längst hätte andere Erfahrungen machen können. Und glücklicher bin ich in der ganzen Zeit des Beweise suchens sicher nicht geworden. Das geschieht erst jetzt. Denn dieses alles für möglich halten, das macht mich einfach nur frei.

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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6 Responses to Nichts ist unmöglich – es sei denn, ich halte es dafür

  1. Liebe Kirstin,
    ich setz mich jetzt mal ein kleines Weilchen zu dir und trink mit dir heiße Schokolade mit Schlagsahne, okay? Und wie wärs dann mit einer kleinen Kopf-, Nacken und Schulter-Massage – so richtig wohlig entspannend? Wir können uns ja dabei noch mit einem angenehmen Duft verwöhnen, z.B. Zitronen-Melisse oder lieber Rose? Ja und dann dürfen uns gern auch andere liebevolle Wesen Gesellschaft leisten und heilende Energien ausstrahlen…
    Ja, ich spüre, wie mir diese Begegnung richtig wohlige Gefühle bereitet – und die müssen nicht bewiesen werden, denn sie sind einfach da…lächel… Wie schön, dass du die Beweis-Pflicht loslassen konntest!
    Fühl dich herzlich umarmt von MarIna

    • Kirstin says:

      Hallo liebe MarIna,

      ja, sehr, sehr gerne. Das klingt verlockend, was Du da sagst. Aber lieber Rose, Zitronen-Melisse ist nicht so meins. Und was meinst Du, kriegen wir das bei Übung in die Materie oder wechseln wir die Dimension? Ist das nicht toll, daß diese Gefühle wirklich spürbar sind?

      Ganz liebe Grüße von Kirstin

      • Na ja – da müßte ich wohl noch ziemlich viel üben… Oder ist das auch wieder nur eine begrenzende Überzeugung ? 😉
        Auf jeden Fall ist´s doch gut, dass schon mal unser Unterbewusstsein nicht unterscheiden kann zwischen vorgestellter und manifester Realität. Das können wir doch vielfältig nutzen!
        In diesem Sinne träum (dir) was Schönes! Und… let´s dream together! 🙂 🙂 🙂
        Da fällt mir noch ein Satz von Helder Camara ein:
        “Wenn einer träumt , ist es nur ein Traum. Doch wenn viele zusammen träumen ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.”
        Herrliche Träume und bunte, schöne neue Wirk-Licht-keiten wünscht dir, mir und uns allen
        MarIna

  2. Maria Wirths says:

    Liebe Kirstin !
    Ja, Deine Gedanken strahlen Energie und Mut aus,da doch, jeder von uns ein göttlicher
    Ausdruck ist, kann es eigentlich gar nicht anders sein, als daß wir genau das, was wir uns am
    Innigsten wünschen auch erschaffen können.
    Nur haben wir es bisher noch immer nicht geglaubt, daß es geht.
    Sagte denn nicht Jesus in irgendeinem Gleichnis, ” es geschehe nach Deinem Glauben”
    Deshalb, Deine Gedanken sind einfach und wahr, nur Mut, wir schaffen das schon.
    einen geruhsamen Sonntag voller Schöpferkraft und Freude.
    Maria

  3. Angelika says:

    Liebe Kirstin,
    als Kinder war für uns alles möglich, die Welt war voller bunter Träume, weil uns das Denken noch nichts vormachte … wir dürfen wieder träumen, denn eigentlich ist jeder Tag ein Traum den wir gestalten 😉 und alles ist möglich wenn wir es für möglich halten 🙂
    Viel Spass beim Tee mit den Sirianern 🙂

  4. Kirstin says:

    Ja, genau, der Glaube und das Denken, das ist es, was uns im Weg steht. Der Glaube, ach, das schaff ich ja doch nicht. Und eben der innere Kritiker, der sagt, das ist doch nur Phantasie. Und träumen, ja, ich träume in letzter Zeit nur noch. Und mit einmal ist das Leben schön!

    Danke auch für die Erinnerung an Jesus, liebe Maria.

    Viele liebe Grüße von Kirstin

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