Richtungswechsel

von Doris

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Mein Leben ist ins Stocken geraten.

Solche Punkte gibt es ja immer wieder einmal im Leben. Da ist man lange Zeit in eine Richtung gelaufen, die sich richtig und gut anfühlte. Man hat Dinge erkannt und integriert. Man hat sich weiterentwickelt. Man hat etwas gefunden. Man glaubt sich am Ziel. Und dann, plötzlich, geht es nicht mehr weiter. Auf einmal tauchen in allen Lebensbereichen Blockaden auf. Überall liegen Steine und bringen einen ins Stolpern. Der Weg, der bis hierher gestimmt hat, funktioniert nicht mehr.

So ist es bei mir gerade. Mein ganzes Leben habe ich verzweifelt darum gekämpft, in meinem ganzen Wesen akzeptiert zu werden. Diejenigen Anteile von mir, die als “negativ” galten und deshalb unerwünscht waren, habe ich immer mit Klauen und Zähnen verteidigt. Als Kind galt ich als verhaltensauffällig, weil die Ängste und Aggressionen, die zu Hause verboten waren, im Kindergarten und in der Schule umso heftiger hervorbrachen. Dort waren sie natürlich auch nicht erwünscht, brachten mir Strafen und Psychotherapien ein und das ständige Gefühl, völlig verkehrt zu sein. Mit der Zeit zog ich mich deshalb immer mehr in mein Inneres zurück. Ich verweigerte mich der Welt, nach dem Motto: “Wenn ich mich nicht ganz haben darf, dann bekommt ihr mich aber auch nicht!!!”

Lange Zeit lebte ich so sehr ausschließlich aus dem Widerstand heraus, dass ich gar kein eigenes Leben entwickelte. Wenn ich nicht “gegen” etwas sein konnte, wusste ich überhaupt nicht, wer ich war.

Etwa im Alter von dreißig Jahren brach mir alles, was ich bis dahin für mein Leben gehalten hatte, zusammen. Damals begriff ich, dass ich nicht länger darauf warten durfte, dass mir mein Umfeld eine Identität gab, sondern dass ich selbst mich finden und anerkennen musste. Also habe ich in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit aktiv die ganzen verdrängten und abgespaltenen Seelenanteile zusammengesucht, habe sie annehmen und lieben gelernt und in mein Wesen integriert. Heute, dreizehn Jahre später, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich in Punkto Selbstannahme sehr weit gekommen bin. Gerade das vergangene Jahr hat mich mir selbst noch einmal einen großen Schritt näher gebracht.

Ja… und da hätte ich eigentlich am Ziel sein können. Aber stattdessen stand ich da und kam einfach nicht mehr weiter. Statt der erhofften Freiheit fand ich neue Mauern. Erst durch ein Seminar am vergangenen Wochenende wurde mir bewusst, wie sehr ich meiner eigenen Heilung im Wege stehe. Ich habe nämlich so viel Zeit und Mühe aufgewendet, um meine “hässlichen” und “schwachen” Anteile zu finden und zu akzeptieren, dass ich sie jetzt gar nicht mehr loslassen will. Ich habe angefangen, mich mit ihnen zu identifizieren. Und in dem Bemühen, meine Angst, meine Aggressionen und meine Bedürftigkeit zu schützen, habe ich völlig vergessen, dass ich auch Freude, Schönheit, Stärke und Liebe bin und dass diese auch gelebt werden wollen!

Ich habe verstanden: Selbstannahme ist wichtig, auch gerade bei den ungeliebten Anteilen, doch das, was man gefunden hat, darf nicht zum Besitz werden. Es will wieder losgelassen werden. Alles, was man festhält in der Befürchtung, es könnte einem sonst genommen werden, wird zur Fessel. Nur das, was frei ist, kann gelebt werden – zum eigenen Heil und zum Heil der Welt.

Ich habe die Richtung korrigiert. Mein Leben kann weitergehen.

Herzliche Grüße,
Doris

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25 Responses to Richtungswechsel

  1. Kirstin says:

    Hallo liebe Doris,

    Dein Text hat mich sehr beeindruckt. Find ich klasse, wie Du die Erkenntnisse gewinnst. Ich kenne das auch. Mit wieviel Dingen hab ich mich auch bis vor kurzem noch identifiziert. Ohne es wirklich zu merken. Bei mir war es kein Seminar, bei mir war es eine gute Freundin, die mir das gezeigt hat. Ich glaub, da gehen wir alle irgendwie durch, oder?

    Was mich auch sehr beeindruckt ist die Konsequenz, mit der Du Deinen Weg gehst. Egal, was andere sagen, Du machst Dein Ding. Und sollte es sich für Dich als nicht mehr gut erweisen, dann änderst Du eben die Richtung. Aber es ist alles Deins. Ich find das toll, wie oft war ich selbst zweifelnd bei mir.

    Viel Glück und Erfolg weiterhin und alles Liebe von Kirstin

    • Doris says:

      Liebe Kirstin,

      danke für deine lieben Worte. Ja, ich glaube auch, dass wir da alle durch gehen, jeder auf seine Weise.

      Auch ich war oft sehr zweifelnd und bin es immer noch. Mein Weg war oft ein arges Stolpern. Oft bin ich Umwege gegangen. Oft bin ich hingefallen und wieder aufgestanden. Und manchmal bin ich nur deshalb weiter vorwärts gekrochen, weil alle anderen Wege versperrt waren. Manchmal bin ich fünfzig Mal gegen dieselbe Mauer gerannt, bis ich kapiert habe, da geht es nicht weiter. Inzwischen bin ich achtsamer geworden und erkenne schneller, wann ein Richtungswechsel ansteht. Aber vom Erkennen zum Tun ist es auch immer noch ein Schritt.

      Schon komisch, dass der Weg rückblickend so konsequent und geradlinig aussieht. Für mich ist das eigentlich ein Zeichen, dass ich immer geführt wurde – auch dann, wenn ich es nicht bemerkt habe.

      Viele liebe Grüße,
      Doris

  2. Ralph says:

    Hi Doris,

    hab grad die Vision, dass sich unsere Herzen zu einem vereinen.

    Überlege mal, ob es überhaupt eine Richtung braucht? Wie wäre es mit Richtungslosigkeit? Ausdehnung in alle Dimensionen gleichzeitig! Wie fühlt sich das für Dich an?

    Ich bin nicht mehr der Schwimmer, der im Fluss schwimmt. Ich bin der Fixpunkt, an dem der Fluss vorbeizieht … und ich bin der Fluss selbst. Wie fühlt sich dieses Bild für Dich an?

    Danke für Deine Worte,
    Ralph

    PS: Schreiben ist (vermutlich nicht nur für mich) loslassen …

    • Doris says:

      Lieber Ralph,

      auch dir herzlichen Dank für deine Worte.

      Für mich braucht es schon eine Richtung. Ohne Richtung bin ich nämlich lange genug durch die Welt gestolpert und es ging mir nicht gut dabei. Ich suche für mich nicht den Weg aus der Welt der Illusionen heraus. Ich suche den Weg in die Welt hinein. Außerhalb der Welt habe ich dreißig Jahre lang gelebt – unverletzbar, unberührbar, ohne Grenzen, ohne Schmerz und ohne Freude. Den Schmerz habe ich gefunden. Jetzt ist es an der Zeit, auch die Freude zu finden.

      Es ist mir nicht wichtig, die Richtung zu kennen, falls du das meinst. Es ist mir auch nicht wichtig, das Ziel zu kennen, sollte es denn eines geben.

      Aber es ist mir wichtig, dem Fluss zu vertrauen, der ich bin, dass er die Schwimmerin, die ich bin, dahin bringt, wohin sie soll, obwohl ich längst da bin. Das klingt paradox, aber genau in diesem Paradoxon leben wir doch alle – wir sind das Ganze und zugleich ein Teil des Ganzen. Wir sind angekommen und zugleich unterwegs.

      Alles Liebe,
      Doris

  3. Steffen says:

    Hallo Doris, hallo Kirstin,
    ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Mein ganzes Leben lang war ich gefangen in einer Festung aus Pflichten und Regeln. Das hat bei mir tiefe Spuren hinterlassen, die mir jetzt so stark schmerzen, das ich fast daran zerbreche. Immer habe ich mein eigenes Ich zurückgestellt um mich meinen Pflichten unterzuordnen. Oder um anderen zu gefallen. Jetzt liegt mein Leben in Scherben und ich bin seelisch krank und ausgebrannt. Und ich stehe vor einer schweren Entscheidung. Um mich zu lösen von meinem Schmerz, müsste ich nun den einzigen Menschen verlassen, der mir helfen will und mich versteht. Gleichzeitig würde mich das an den Abgrund meiner Existenz bringen. Und dieser Mensch weis das auch. Wir haben Angst vor diesem Schritt, der uns beide unsäglich verletzen würde. Und ich weis nicht ob es mich weiterbringt oder noch tiefer verletzt.
    Es sind solche Wegpunkte im Leben, die uns an unsere Grenzen und darüber hinaus führen. Wer weis ob es mich in den Abgrund stürzt oder mir nur zeigt, wie tief ich noch fallen kann. Vorher kann das keiner wissen. Ich werde noch lange an meiner Seele kitten, egal wo mich das Leben hin verschlägt. Ich hoffe, das ich eines Tages alle Teile finde und mich darin erkenne. Und bereit bin auch Teile davon wieder loszulassen, um Frieden zu finden.
    Ich hoffe es. Und ich wünsche es auch Dir, Doris.

    Liebe Grüße,
    Steffen

    • Lieber Steffen,
      ich glaube, ich kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst und schicke dir ganz viele liebevolle Kraft-Gedanken – vor allem wünsche ich dir das Vertrauen, dass das Leben, deine Seele, dein inneres Selbst, dein Schutzengel, Gott oder an welche größere Kraft du dich auch immer wenden magst, dir Weg-weisende Impulse schickt und dich durch alles hindurch trägt.
      Ich war vor ca. 7-9 Jahren in einer ähnlichen Situation und wußte so manches Mal nicht, wie soll es für mich und mein Gegenüber gut weiter gehen. Und es kamen immer wieder helfende Impulse – sei es durch “Zu-fälle” oder durch innere Gefühle. Und manches Mal ging es einfach nur darum, irgendwie weiter zu machen – die Lösungen kamen dann schließlich von ganz allein und saen anders aus, als ich es jemals erwartet hatte oder hätte selbst “machen” können.

      Gott (die universelle liebende Weiheit des Lebens, die ja auch tief in uns selbst wohnt) kennt ja unseren Weg bereits, weil auf dieser Ebene ist ja Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eins.

      Ich habe gerade auch in meinen persönlich schweren Phasen mit den geistigen Kräften des Universums wie mit einem ganz persönlichen Gegenüber in meinem Tagebuch “gesprochen” und auch einige Aussagen erhalten, aus denen schließlich Bücher geworden sind. Zwei dieser Texte möchte ich dir hier mal anbieten – vielleicht tun sie dir ja ebenso gut, wie sie mir damals wohl getan haben:
      http://www.marina-kaiser.de/gpEasy/index.php/Bereitschaft_und_Gnade
      http://www.marina-kaiser.de/gpEasy/index.php/Hingabe_ist_der_Schluessel

      Lieber Steffen, wenn es dir recht ist, möchte ich dich jetzt in Gedanken einfach mal ganz achtsam umarmen.
      Herzliche Grüße von Marina
      P.S. Mir fällt gerade noch der Satz ein:
      “Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand.”

      • hotgismo says:

        Hallo Marina !
        Danke für Deine lieben Worte. Ich werde mir die Texte mal len und hoffe, das sie mir helfen.
        Ich danke Dir !
        Liebe Grüße,
        Steffen

    • Doris says:

      Lieber Steffen,

      bei mir hat es nie funktioniert, mit reiner Willenskraft gegen meine Angst anzukommen. Zu viele Ängste und Traumata aus diesem Leben und – wie ich inzwischen weiß – auch aus vielen anderen Leben hielten meine Seele fest im Griff. Obwohl ich seit so vielen Jahren so viel an meiner Seele gekittet habe und so viele innere und äußere Schritte vollzogen habe, haben mich doch gewisse Auslöser immer wieder in dieselben Ängste gestürzt und dabei vollkommen gelähmt und entscheidungsunfähig gemacht. Wie soll man sich auch entscheiden, wenn man nur die Wahl zwischen zwei Abgründen hat, die beide Todesangst auslösen? Wie soll man voller Vertrauen ins Ungewisse springen, wenn man nie gelernt hat, wie sich Vertrauen anfühlt?

      Noch vor einer Woche hätte ich nicht geglaubt, dass ein schneller Ausweg möglich ist. Zu viele Therapien, zu viele Methoden hatte ich schon ausprobiert. Zu fest hatte ich den Glaubenssatz in meinem Inneren verankert, Heilung müsste mühsam und schmerzhaft und langwierig sein. Solche inneren Glaubenssätze sind es aber, die der Heilung am meisten im Wege stehen.

      Ich habe für mich jetzt “meine” Heilmethode gefunden (sie nennt sich THEKI – lässt sich leicht ergoogeln) und konnte innerhalb eines dreitägigen Seminars schon ganz vieles einfach auflösen, und zwar ohne es noch einmal großartig durchfühlen zu müssen. Ich habe jetzt gerade sehr gezögert, hier davon zu schreiben. Ich bin nämlich kein Freund davon, Methoden weiter zu empfehlen. Ich mag nicht missionieren, weil ja nicht alles für jeden passend ist. Zudem fand ich Methoden, die versprechen, schnell zu wirken und das Gehirn “umzuprogrammieren”, immer total furchtbar. Ich dachte immer, dabei würde mir mein Wesen verlorengehen und ich wäre dann gar nicht mehr ich selbst. Aber ich bin gerade total begeistert, wie viel sich bei mir auf verblüffend einfach Weise getan hat – und ich bin echt ein harter Brocken, an dem sich schon viele Therapeuten und Heiler die Zähne ausgebissen haben. 😉 Deshalb will ich es wenigstens erwähnt haben.

      Wie auch immer – lieber Steffen, ich wünsche dir von Herzen, dass du aus deiner aktuellen Grenzsituation heil und gestärkt hervorgehst und deinen Frieden findest!

      Alles Liebe,
      Doris

      • hotgismo says:

        Danke Doris. Ich werd mir das mal ergooglen. ;-)) Mir tut es gut zu lesen das es mir nicht allein so geht …
        Ich danke Dir
        Liebe Grüße,
        Steffen

      • Ralph says:

        Hallo Doris, Du harter Brocken 😉

        „bei mir hat es nie funktioniert, mit reiner Willenskraft gegen meine Angst anzukommen.“
        Weißt Du, wie oft ich mir den Kopf eingerannt habe, um das zu kapieren? Und dabei ist es so simpel. Angst entsteht ja erst aus dem Wollen. Will ich nichts, gehe ich im Jetzt auf und es gibt keine Angst mehr.

        „Wie soll man sich auch entscheiden, wenn man nur die Wahl zwischen zwei Abgründen hat, die beide Todesangst auslösen? Wie soll man voller Vertrauen ins Ungewisse springen, wenn man nie gelernt hat, wie sich Vertrauen anfühlt?“
        Naja, Du kannst es nur lernen, wenn Du springst … oder wenn Du gestoßen wirst … 🙂 Meine Erfahrung ist: Eine gewisse Zeit hast Du die Wahl – irgendwann hast Du sie dann nicht mehr. Der Tod ist nun mal fest an die Geburt gekoppelt. All das ist Leben.

        Heute früh hat mich meine Frau – sie liest vieles hier mit – im Scherz gefragt, ob wir in eine Klasse gegangen sind und bezog ihre Frage auf die von Dir erwähnten Verhaltensauffälligkeiten. Von der zweiten bis zur vierten Klasse hatte ich das Vergnügen, eine sog. Schule für Verhaltensgestörte zu besuchen. Von dem stigmatisierenden Name der Schule mal abgesehen war das letztlich gar nicht so verkehrt: Die Klassenstärke war reduziert – jeder Schüler hatte seine eigene Bank. Die Lehrer und Erzieher waren pädagogisch geschult (was sie mehr oder weniger gut haben umsetzen können), und der Lehrplan war der gleiche wie an den normalen Schulen. Habe da jedenfalls mehr Freiheiten gehabt als wenn ich diese Zeit in der normalen Schule (in die ich dann ab der fünften Klasse wieder eingegliedert wurde) geblieben wäre – jedenfalls bei den Lehrern und Erziehern, die in der ersten Klasse deutlich mehr Probleme mit mir hatten als ich mit ihnen (war wohl damals schon ein guter Spiegel – grins) und die alles daran gesetzt haben, mich – den „Störenfried“ – abzuschieben.

        Nicht gerade förderlich war da eher die Stigmatisierung – und der Versuch meiner Eltern, mir diese Schule zu „ersparen“. Da wurde nichts ausgelassen – von Arztbesuchen, Konsultationen beim Schularzt, den Lehrern etc. Das fördert dann nicht unbedingt das Selbstverständnis und Selbstbewusstsein eines Sechsjährigen.

        Naja – so viel Mal wieder aus meiner Vergangenheit. Sie war notwendig, um mich dahin zu bringen, wo ich heute bin. Heute habe ich mein Selbstverständnis und Selbstbewusstsein jedenfalls wiedergefunden … war ja nie wirklich weg … und damit meine ich nicht das Ego-zentrierte „Ich und meine Geschichte, ich und mein Selbstbewusstsein …“ sondern den Seinszustand der Gelassenheit.

        Nachdem Du Steffen auch etwas wünschst (dass ich kein Freund des Wünschens bin, weißt Du ja schon), hier mal noch ein Gedanke, über den Du vielleicht mal nachdenken magst. Ich bin da eher zufällig drauf gestoßen, als ich mir den Text des Lieds „With Every Wish” von Bruce Springsteen näher angeschaut habe, wo es heißt: „Bevor Du Deinen Wunsch wählst, Sohn, bedenke, an jedem Wunsch, da hängt ein Fluch.“ Dieses Lied endet mit den Worten: „Heute Nacht werde ich von ihren Wassern drinken, um meinen Durst zu löschen; und es den Engeln überlassen, sich um jeden Wunsch zu sorgen.“

        Länger dem Bruce zuzuhören und doch bewusst zu bleiben ist auch immer wieder eine Herausforderung … die Sehnsucht, die dann in mir hochkommt, ist so derartig überwältigend … bringt mich wieder in Verbindung mit meinen drei – wie kann ich das Ausdrücken – ‚Basisgefühlen‘: Traurigkeit, Sehnsucht und Zärtlichkeit. Woher rührt diese Sehnsucht nur … es ist alles da, und doch scheint etwas zu fehlen … da wird wohl auch mir nichts anderes übrig bleiben, als noch mal ganz tief abtauchen … wusste doch, dass Ihr alle meine Spiegel seid. 🙂

        Was auch ist – ich liebe es.
        Ralph

        • Doris says:

          Lieber Ralph,

          ich freue mich sehr, hier etwas über Ralphs Geschichte und Ralphs Sehnsucht zu lesen, statt über Byron Katie oder Eckhart Tolle. 😉

          Was die Angst angeht, habe ich allerdings etwas andere Erfahrungen gemacht als du. Nicht jede Angst entsteht nur aus dem Wollen und lässt sich im Kopf auflösen oder indem man in den Abgrund springt.

          Ich gebe dir insofern recht, als dass man tatsächlich lernen kann, sich mit der Angst – auch mit extremer Angst – nicht mehr zu identifizieren. Ich habe lange dafür gebraucht, kann aber meiner Angst mittlerweile gut aus einer inneren Distanz heraus zusehen. Das hilft mir sehr für mein Selbstverständnis. Im Alltag jedoch nützt es mir trotzdem nicht viel. Mein Problem sind nämlich die körperlichen Mechanismen, die automatisch ablaufen.

          Der menschliche Körper reagiert auf Gefühle ziemlich stereotyp. Das ist wahrscheinlich unser biologisches Erbe. Er fährt einfach, sobald der Angstknopf gedrückt wird, seine Abwehr- und Schutzmechanismen auf. Die lassen sich nur stoppen, indem man bewusst ein “Gegengefühl” wie Vertrauen in sich erzeugt. Dazu muss man dieses Gefühl aber wenigstens einmal im Leben kennengelernt haben. Solange der Körper nicht weiß, wie sich Vertrauen anfühlt, sind ihm sämtliche schlauen Sätze über Wollen oder Identifikationen oder “Gott fängt dich auf” ziemlich schnuppe.

          Genau das war die Hilflosigkeit, in der ich bisher festhing: Ich kenne die Wörter “Vertrauen”, “Freude”, “Liebe” oder “Dankbarkeit”. Ich weiß, in welchen Situationen sie üblicherweise auftreten. Aber ich habe nicht die geringste Ahnung, wie sie sich anfühlen! Das habe ich einfach nie gelernt. Was aber nutzen mir all meine spirituellen Gedanken, was all mein intuitives Wissen, wenn ich es nicht in den Körper kriege?!

          Die herkömmlichen psychotherapeutischen Methoden bieten da meiner Erfahrung nach ebenso wenig einen Ausweg wie rein geistige Konzepte, die die Programmierungen des Körpers außen vor lassen. Meine fortwährende, ungestillte Sehnsucht nach Heilung hat mich nun zu dem bereits von mir erwähnten THEKI geführt. Unter anderem können damit “fehlende” Gefühle direkt in den Körper einprogrammmiert werden. Natürlich gibt es auch noch andere Heilmethoden, die Körper, Seele und Geist als Ganzes betrachten. Ich denke, da muss jeder, der alternative Wege für ich sucht, selber gucken, wohin es ihn zieht.

          Herzliche Grüße,
          Doris

          • Ralph says:

            Hi Doris,
            vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe eine gewisse Vorstellung von dem, was Du schreibst … diese “Programmierung des Körpers” ist mir durchaus bekannt.

            Kannst Du mir sagen, was bei Dir Angst (mit all dem, was darauf folgt) auslöst? Wer oder was drückt den Angstknopf?
            Ralph

          • Doris says:

            Lieber Ralph,

            was löst bei mir die Angst aus? Das ist eine ziemlich gute Frage…

            Eigentlich ist Angst das Grundgefühl meines Lebens. Sie ist heute nicht mehr so stark wie früher und drängt sich nicht mehr ständig in die Wahrnehmung, aber ein diffuses Gefühl der Bedrohung läuft doch die meiste Zeit als Hintergrundprogramm. Bis vor wenigen Tagen habe ich die Abwesenheit von Angst für das höchste aller Gefühle gehalten. Ich habe gedacht, wenn ich keine Angst fühle, bin ich glücklich. Dass es z.B. für Freude oder Liebe noch extra Gefühle gibt, war mir gar nie so richtig klar.

            Starke, plötzliche Angst entsteht bei mir insbesondere, wenn ich mich in meinem individuellen Wesen bedroht fühle, z.B. wenn ich, wie in meinem ursprünglichen Beitrag geschrieben, das Gefühl habe, dass man mir Persönlichkeitsanteile wegnehmen will.

            Angst habe ich auch, wenn ich meinen Körper oder meine Gefühle spüren muss. (Gefühle sind ja eigentlich auch körperliche Wahrnehmungen. Ohne Körper keine Gefühle.) Wenn ich allein bin, gelingt es mir inzwischen öfters, bewusst hinzuspüren und Gefühle sogar fließen zu lassen. In Gegenwart anderer Menschen spüre ich mich nur selten.

            Ich glaube, der gemeinsame Faktor meiner Ängste ist das Unkontrollierbare, das Ausgeliefertsein an etwas, was ich nicht in der Hand habe.

            Wie gehst du denn mit deinen Körperprogrammierungen um?

            Bei mir ist es so, dass es mir im Angstzustand zwar hilft, in den Beobachterstatus zu gehen, bis das Programm zu Ende gelaufen ist, aber auf die Dauer finde ich das doch unbefriedigend. Meine größte Sehnsucht ist, alle meine Gefühle frei und spontan im Körper erleben zu können.

            Doris

            • Ralph says:

              Hmm, wie gehe ich mit Angst um. Mir ist Angst in letzter Zeit recht fremd geworden. Angst setzt doch irgendwie immer einen Gedankenprozess voraus (ob bewusst oder unbewusst). Ohne das Gehirn, ohne Nerven, die irgendetwas verarbeiten, kann sich ja kein Gefühl der Angst verdichten, das dann wiederum zu diversen körperlichen Reaktionen führt. So vermute ich, dass Du im Tiefschlaf keine Angst verspürst – in den REM-Phasen hingegen schon, da in diesen Phasen ja eine verstärkte Gehirn-Arbeit stattfindet, die vielfach auch mit Träumen einhergeht. Früher hatte ich vielfach Angst vor Ungerechtigkeit – ungerecht oder unfair behandelt zu werden. Aber Du siehst schon selbst, dass da die Angst durch eine Bewertung ausgelöst wird … bzw. durch die unbewusste Identifikation mit dieser – mit dem Ersetzen der Realität mit meiner Bewertung dieser Realität. Heute gehe ich nachts allein in den Wald, um Angst zu erfahren … und mich dieser zu stellen … mich dabei zu beobachten …

              Und andere Körperprogrammierungen? Da schaue ich, wo ich noch menalen Widerstand leiste, wo ich ins Unbewusste abdrifte und etwas anderes will, als das was ist. Generell aber trainiere ich, dankbar zu sein für alles, was ist – und das bezieht sich auch auf Körperprogrammierungen, die eigentlich eher unangehm sind. Alles hat zwei Seiten, und wenn ich mich auf die unangehme Seite konzentiere, ist das meine eigene Unbewusstheit – da habe ich einfach noch nicht genau genug hingeschaut, habe die angenehme Seite noch nicht entdeckt.

              Früher habe ich gegen meine Nackenverspannungen angekämpft, habe mich selbst verflucht, bin in die Opferrolle abgeglitten … heute begegne ich den Verspannungen mehr und mehr mit Liebe und Verständnis. Solange sie da sind, sind sie da – vielleicht möchten sie ja gern noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit – vielleicht möchten sie mich auch bis zu meinem Tod begleiten. Ich weiß es nicht, und ich habe alle Erwarungen und Hoffnungen aufgegeben. Statt dessen habe ich Vertrauen (das ist für mich kein Gefühl, sondern ein Seinszustand), dass alles schon so passieren wird, wie es passieren soll. Ich werde immer wieder üben zu Lieben, was ist – egal, was es ist.

              Beim Lesen Deiner Zeilen habe ich den Eindruck, dass Du etwas anders möchtest als das, was ist. Du hast Angst, aber Du möchtest keine Angst, Du möchtest andere Gefühle. Ich bin mir nicht sicher, ob dies bei Dir eine Rolle spielt – aber daraus könnte sich wieder eine Angst ergeben, die Angst davor, dass sich das, was Du möchtst, nicht einstellt. Nicht ohne Grund meint Katie (sorry, dass ich schon wieder zitiere):
              “Wenn Du in ständigem Entsetzen leben willst, dann schaffe Dir eine Zukunft.” (Katie Byron)

              Vielleicht hast Du das ja auch schon versucht (bin schon gespannt auf Deine Antwort) – Dich völlig und vollständig Deiner Angst … all Deinen Ängsten hinzugeben. Was passiert, wenn Du das tust – ohne einem Gedanke, der erzählt, dass es in der Zukunft noch etwas anderes geben könnte, Aufmerksamkeit zu schenken? Ich möchte in diesem Zusammenhang Stephen Hawking (http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking) erwähnen, einen brillianten Physiker, der an einer selten Krankheit leidet: Er ist auf den Rollstuhl angewiesen, und kann weder selbständig essen noch sprechen. Für ihn bestand vom Anbeginn seiner Krankheit (1963) keinerlei Hoffnung, dass sich sein Zustand jemals bessert. Das Erstaunliche: Er hat sich dem, was ist, vollständig hingegeben … sonst hätte er sicher die vergangenen 50 Jahre nicht überlebt und derart grandiose Leistungen auf dem Gebiet der Physik vollbringen können. Ich gebe zu, dass ich dieses Beispiel auch von Tolle (die beiden sind sich mal begegnet) habe. Tolle hat dieses Beispiel gewählt, um den “Weg des Kreuzes” zu erklären. Vielleicht hörst Du hier mal rein, 2h 30 min bis 2h 45h (die Fragestellerin hat Tinitus):

              Dazu passt auch der Kalenderspruch von vor wenigen Tagen:
              “Wenn uns Leid begegnet, sehnen wir uns nach einem Zeichen Gottes. Dabei wurde es uns gerade zuteil.” (Mignon McLaughlin)

              Abschließend habe ich noch zwei Fragen:
              * Woher weißt Du eigentlich, dass das, was Du fühlst, Angst ist? Wer ist die Instanz, die Dir zweifelsfrei sagen kann, was Du fühlst?
              * Was genau sind Deine Persönlichkeitsanteile (bei denen Du Angst hast, man könnte sie Dir wegnehmen), worum handelt es sich da im einzelnen? Und wenn Du da differenzierst: Welcher Anteil wäre dann der Größte / Wichtigste?

              Ralph

            • Doris says:

              Hallo Ralph,

              mir scheint, dass es doch sehr verschiedene Ängste gibt. Den normalen Alltagsängsten stelle ich mich, so gut es geht. Ich fühle sie, versuche aber, mich von ihnen möglichst wenig in meinem Handeln beeinflussen zu lassen.

              Ein ganz anderes Kaliber aber ist dieses dauerhafte Gefühl der (Lebens-)Bedrohung oder auch die gelegentlichen heftigen Angstattacken. Die stammen aus einer Zeit meines Lebens, in der ich noch keine Sprache besaß, also auch keine Gedanken im eigentlichen Sinn. Natürlich stecken auch hinter diesen Ängsten Bewertungen, aber die sind auf einer so tiefen körperlichen Ebene eingeprägt, dass ich sie über bewusste mentale Prozesse nicht erreiche.

              Interessanterweise bin ich auf der mentalen Ebene ein äußerst vertrauensvoller Mensch. Mein Verstand ist den Gefühlen – dem Körper – oft weit voraus.

              Weißt du, ich bin wirklich ein großer Freund der Hingabe an alles, was im Moment ist. Auch mit der Angst habe ich das oft versucht. Aber glaub mir, in absoluter Todesangst (und genau so fühlt es sich für mich in diesen Momenten an) hast du keine Wahl mehr, ob du in den Abgrund springen willst oder nicht. Da übernehmen andere Mechanismen die Kontrolle, ehe du auch nur “Identifikation” denken kannst. Da bist du die Angst – ganz archaisch im Körper, im Hier und Jetzt. Tatsächlich glaube ich sogar, dass es kaum etwas anderes gibt, das so sehr im Hier und Jetzt stattfindet wie die Todesangst.

              Auch dieser heftigen Angst begegne ich mittlerweile mit Liebe und setze ihr, wenn sie da ist, mental keinen Widerstand entgegen. Nur so kann ich damit leben, ohne verrückt zu werden. Aber dass der Körper Widerstände erzeugt, kann ich nicht verhindern. Die Angst fühlt sich – auch ohne mentale Identifikation – körperlich absolut beschissen an. Und wenn es allzu schlimm wird, zieht die Psyche die Notbremse und trennt den Kontakt zum Körper ganz ab. Das schränkt mich dann auch ganz konkret im Alltag ein.

              Deshalb suche ich nach anderen, dauerhafteren Lösungen, die mehr Lebensqualität versprechen. So wie ich das sehe, geht das wohl am ehesten über Methoden, die ganz direkt das Unterbewusstsein erreichen, wo die Ängste ursprünglich entstanden sind.

              Liebe Grüße,
              Doris

            • Doris says:

              Noch etwas zu deinen beiden abschließenden Fragen:

              * Ja, woher weiß man überhaupt je zweifelsfrei, was man fühlt? Die körperlichen Reaktionen der Gefühle sind ja angeboren. Diese Körperrreaktionen aber bewusst wahrzunehmen, zu unterscheiden und zu benennen, das wird erlernt – üblicherweise in der Kindheit. Z.B. weint man, weil der Hamster gestorben ist, und die Eltern sagen mitfühlend: “Ja, du bist traurig.” Und so lernt man: Dieses spezielle Körpergefühl heißt “traurig”.
              Wie objektiv und zweifelsfrei das ist, darüber kann man sich bestimmt streiten. Auch Gefühle sind letztlich nur kollektive Vereinbarungen.
              Ich habe das Verbinden von Körperempfindung mit Erlebnisinhalt erst ab meinem dreißigsten Lebensjahr gelernt. (Vorher konnte ich meinen Körper so gut wie gar nicht wahrnehmen.) Das, was normalerweise unbewusst in der Kindheit stattfindet, war für mich also ein ganz bewusster Prozess, der sich über Jahre hinzog. Anfangs habe ich meine unbenennbaren Empfindungen oft intuitiv mit Fingerfarben auf Papier gemalt und die Bilder dann zu deuten versucht. Auch die körperliche Lokalisation ist hilfreich. Wut hat man z.B. “im Bauch”. Natürlich war ich dabei auch auf Rückmeldungen von außen angewiesen.
              Angst erkenne ich vor allem anhand von Symptomen – körperlichen Symptomen, aber auch dem Verhalten, was sie bewirkt, etwa einer Vermeidung.
              Da ich meine Gefühle überwiegend während meiner Psychotherapien kennengelernt habe, kann ich bis heute vor allem solche Gefühle bewusst wahrnehmen, die eben in so einer Therapie auftauchen, z.B. Angst, Wut oder Trauer. Bei den angenehmen Gefühlen bin ich noch lange nicht so gut. Die zu fühlen, fange ich eigentlich gerade erst an.

              * Zu den Persönlichkeitsanteilen, um die ich bange: Das sind bei mir vor allem die sogenannten “negativen”, also die gesellschaftlich unerwünschten Anteile, z.B. Angst oder Aggression, aber etwa auch meine Langsamkeit in vielen Bereichen. Die “positiven” Anteile waren nie so bedroht, dass ich Angst um sie haben musste.

              Doris

    • Ralph says:

      “Um mich zu lösen von meinem Schmerz, müsste ich nun den einzigen Menschen verlassen, der mir helfen will und mich versteht.”

      Wie kommst Du darauf? Und überhaupt – welchen Sinn hat es, sich von Schmerz zu lösen – er ist Teil des Lebens. Der Punkt ist eigentlich nur, dass Du ihn personalisierst (“mein Schmerz”) und dann etwas anderes willst als das, was ist. Im Jetzt aufgehen kann auch heißen: Im Schmerz aufgehen. Ihn ansehen – bis zum Ende auskosten … und genießen … ohne darauf zu reagieren. Widerstandslos im Schmerz aufgehen – der Schmerz werden – jede Trennung aufheben … kannst Du das? Ich weiß, dass Du das kannst … die Frage ist nur, ob Du das auch erkennst. Wenn Du Dich dem Schmerz nicht stellst, wird er irgendwann wiederkommen … früher oder später; so lange, bis Du ihn anschaust, und ihn bis zur Neige auskostest. Das kann auch einige Zeit dauern – aber mehr und mehr wirst Du die Welt mit anderen Augen sehen … wirst erkennen, wer Du bist … dass es so etwas wie “mein Leben” gar nicht gibt, und dass Du überhaupt nichts musst.

      In Liebe zu dem, was ist,
      Ralph

  4. LIebe Doris,
    ich danke dir sehr für deine persönliche Schilderung. Ich finde es total berührend mit wieviel Einsatz du deine Anteile zu dir nach hause geholt hast.
    Mein Ansatz ist es eher, solche “Teilpersönlichkeiten” nicht “loszulassen” sondern sie gesund zu lieben. Bei einem warmen Plätzchen in unserem Herzen brauchen sie schließlich gar nicht mehr in Angst zu erzittern, in Panik zu erstarren oder in Rebellion herum zu toben. Ich glaube, auch sie können sich verändern, wenn wir ihnen den Impuls, die Erlaubnis und einen neuen Richtungsimpuls geben.
    Doch wie gesagt, das ist meine eigene Einstellung dazu. Ich finde es auf jeden Fall gut und heilsam, dass du deinen ganz ureigenen Weg gehst.
    Bei allem immer wieder ganz viel Liebe wünscht dir mit lieben Herzensgrüßen
    Marina

    • Doris says:

      Liebe Marina,

      “gesund lieben” ist ein ganz wunderschöner Ausdruck. Danke dir dafür!

      Ich glaube, als ich von Loslassen sprach, meinte ich auch so etwas in der Art. Loslassen heißt für mich nicht, dass die Anteile jetzt wieder gehen müssen, sondern nur, dass ich ihnen die Freiheit lasse, zu kommen und zu gehen wie sie wollen. Bloß weil ich sie so lange vermisst habe, will ich sie jetzt will sie nicht krampfhaft festhalten oder totknuddeln. Aber an einem warmen Plätzchen im Herzen ausruhen dürfen sie sich natürlich.

      Herzliche Grüße,
      Doris

  5. sweetkoffie says:

    Egal welche Richtung du einschlägst, liebe Doris, es ist DEINE Richtung!
    Ein anrührender, sehr persönlicher Text.

    Herzliche Grüße
    SK

  6. kreadiv says:

    Ich finde diesen persönlichen Artikel auch sehr gut.
    Mir fällt dazu spontan ein, dass alles wächst, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken – und deswegen sind besonders Deine beiden letzten Absätze genial 🙂

  7. Olaf says:

    Liebe Doris,
    schön das du den Mut hast dich so offen zu zeigen. Dein Beispiel hier wird anderen helfen ihren eigenen Weg zu finden. Darüber hinaus erzeugt dein Artikel sehr viel Nähe beim Lesen und das tut so gut. Es tut einfach immer wieder gut wenn man mit Menschen zu tun hat 😀 😀 😀
    Es ist auch immer wieder schön für mich zu sehen wie jeder seinen ganz eigenen Weg findet und den Mut hat ihn zu gehen. Hab ganz herzlichen Dank für deinen Artikel.
    Alles Liebe Olaf

  8. Angelika says:

    Das ist solch eine Offenheit liebe Doris, wow, ein super Anteil von dir. Dass du deinen eigenen Weg gehst und dabei so ehrlich zu dir selbst bist, ist auch etwas Besonderes. Ich finde sehr viel Selbstliebe in deinen Worten, deine ganzen Anteile sind der Mensch Doris der sich hier durch sie erfährt. Jetzt entdeckst du auch die schönen Seiten und du wirst merken, dass du alle integrieren kannst. Die einen werden leiser, die anderen lauter und wollen gelebt werden.
    Deine Seele liebt sie alle so wie sie sind, hätte sie sich je ohne erfahren können?
    Alles Liebste und eine schöne Entdeckungreise wünsche ich dir 🙂

  9. A´...Engel Ralf says:

    Hallo Doris,

    tja, mir geht es zur Zeit auch ähnlich, ich versuche die alten Blockaden abzustreifen, nochmal zu schauen, wo ich mich ge- und verfangen habe.
    Eigentlich will ich weiter, raus aus dem Dumpfen, dem Freudlosen – es fehlt noch der Antrieb, manchmal oder doch allzu oft. Oder ist es der Mut?

    Ich fühle mich wie ein Surfer, der auf die optimale Welle wartet – doch manche haben nie eine Welle erwischt und dümpeln im Meer rum – ergo welche Welle picke ich mir?
    Richtungswechsel heißt Bewegung – ganz gleich wohin. Wird Zeit, daß ich mich bewege, die Schönheit zu erkennen, zu teilen und zu leben – und ich lerne wieder, mehr und bewußt JA zu sagen.
    Danke für deine Worte, die mir Anstoß und auch Halt sind, für den Ritt auf den Wellen des Lebens…

    Alles Liebe,

    RAlf.

  10. Doris says:

    Hallo sweetkoffie, kreadiv, Olaf, Angelika und Ralf,

    vielen Dank für eure Kommentare. Gerne würde ich jedem von euch persönlich antworten, aber ich brauche heute Abend einfach noch etwas Zeit für mich und werde deswegen den PC gleich ausschalten. Deshalb nur ein kollektiver Gruß an euch alle und einen schönen Abend noch! 🙂

    Doris

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