Also, ich versteh die Welt nicht mehr

Foto von Doris

Meine Welt nicht, in der ich früher gelebt hab. Aber auch teilweise die neue Welt nicht – wie man so sagt, die spirituelle Welt. Hach – und vor allem versteh ich mich selbst nicht mehr. 😉

Ich bin irgendwie so fast wunschlos und bedürfnislos (so fast 😉 ) Und ich erlebe viele Menschen um mich herum, die alle irgendwas wollen. Nichts dolles vielleicht, aber alle wolln sie was. Und da frag ich mich natürlich gleich wieder: Was mache ich wohl falsch?

Ich kann z.B. stundenlang dasitzen und gucken. Ähnlich, wie Eckhart Tolle es auch beschrieben hat. Ich bin mir selbst so genug. Ich liebe diese Ruhe in mir, das fühlt sich total an wie Glück. Und denn schau ich z.B. auf eine Blume auf dem Fensterbrett und freu mich einfach, daß sie da ist. Ich nehme einfach wahr. Und denn schau ich nach draußen und sehe einen Vogel am Himmel. In einem Moment seh ich ihn, und denn ist er weg, da seh ich nur noch den Himmel. Aber habt Ihr schon mal den Himmel beobachtet – wie unterschiedlich das alles aussehen kann?

Ja, und so ist es denn – ich bin in mir ruhig und glücklich. Meine Welt ist sehr ausgefüllt und bunt. Ich brauche nichts, weil ich alles habe in solchen Momenten. Aber trotzdem krieg ich immer wieder Geschenke. Wie z.B. jetzt, wo es auch bei uns endlich schneit und wir im Garten die Futterhäuschen aufgestellt haben. Was für ein Betrieb – ein Kommen und Gehen. Und das ist meine größte Freude, die Vögel zu beobachten.

Ja, aber ich will immer noch nichts. Versuche, alles zu nehmen, wie es kommt. Freue mich, wenn ich in schwierigen Zeiten Hilfe bekomme. Weiß aber, daß sie genauso vorbeigehen ohne Hilfe. Freue mich über gute Zeiten. Gebe gerne von allem ab, was ich habe. Will keine vermeintliche Lebensaufgabe oder irgendwelche Fähigkeiten mehr entdecken – will einfach nur SEIN.

Es wird ja sowieso alles zu mir kommen – genau, wie zu jedem anderen auch. Und wenn ich denn meine, ich sollte reagieren, denn reagiere ich. Ich geh mittlerweile ganz oft mit einem Lachen zu Bett. Das liegt natürlich auch daran, daß ich mich so auf den Schlaf freue, darauf, ganz in der Ruhe zu sein. Aber es liegt auch daran, daß ich mich ganz einfach allgemein oft freue. So eine stille Freude.  Und manchmal wach ich tatsächlich auch mit einem Lachen auf – noch nicht ganz so oft.

Alles merkwürdig, oder?

Bei alldem bin ich aber ganz offen. Es ist überhaupt nicht so, daß ich mich abschotte. Ich krieg alles mit. Und ich empfinde ganz viel Liebe und Mitgefühl für alles. Ich erledige auch meine täglichen Verpflichtungen, aber ohne sie groß zu bewerten oder besonders genervt zu sein. Ich mach sie einfach.

Na ja, es ist nun aber beileibe nicht so, daß es mir nie schlecht geht oder so. Nein, das ist noch oft genug, daß ich so von jetzt auf gleich einen richtigen Absturz habe. Und da gibt es noch jede Menge zu tun für mich. Aber ich wollt einfach mal meine Grundeinstellung aufschreiben. Und der Witz ist, die ist mir nicht mal richtig bewusst geworden bis zu einem Gespräch gestern. Wo ich gefragt wurde, wie man den roten Faden für sich selbst finden kann. Da hab ich einfach von mir erzählt. Und so nach und nach kam das denn raus.

Daß ich mal sagen würde, ich bin glücklich, hätt ich auch nie für möglich gehalten. Und trotzdem kommen immer als erstes sofort die Zweifel, ob das denn überhaupt angehen kann. Wo doch scheinbar alle anderen auf anderen Wegen unterwegs sind.

Aber das wird sich auch noch verändern. Hat es ja schon. Immer, wenn ich wieder bemerke, daß ich genau so gut bin, wie ich eben bin.

Advertisements

About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
This entry was posted in Allgemeine Texte and tagged . Bookmark the permalink.

25 Responses to Also, ich versteh die Welt nicht mehr

  1. Ralph says:

    Hallo Kirstin,

    man, dass ich sowas mal von Dir zu lesen bekomme: Ich will nichts … ich bin wunschlos glücklich. Man! Was so in einer Woche alles passieren kann … lies mal, was Du noch vor einer Woche alles wolltest und nicht wolltest …

    Klar, dann kommt wieder der Verstand, der alte Zweifler … aber es ist tatsächlich so: Es macht schnipp, und Du bist einfach nur noch. Grad warst Du noch unten und standest ohnmächtig vor der Felsmauer – und plötzlich stehst Du, erst noch ganz ungläubig, oben. Und jeder fragt Dich, auf welchem Weg man da hoch kommt (und auch Dein Verstand fragt). Erst, wenn Du es selbst erlebt hast, weißt Du eben, was gemeint ist … und dass man es eben nicht wirklich erklären kann – und vor allen Dingen: Dass man eben nix tun kann, um da hoch zu kommen, dass das einzige Tun im Nicht-Tun besteht.

    Ralph – der mit Dir gemeinsam die Aussicht genießt 🙂

    • Kirstin says:

      Netter Kommentar, lieber Ralph. Aber manchmal ist es auch nicht immer alles so, wie es scheint. Was ich noch vor einer Woche wollte nach Deiner Meinung, mein ich jetzt. Manchmal sollte man genauer hinlesen, bevor man sein Urteil fällt. Und nicht immer hat man mit dem recht, was man so gern dozieren möchte.

      Aber die Aussicht genieß ich gern gemeinsam mit Dir. 🙂

      • Ralph says:

        Hi Kirstin,

        ich danke Dir für Deine Antwort … hab eine Weile in mich hineingespürt, bis diese Zeilen aus meinen Fingern geflossen ist:

        Mein Herz hat ehrlich gesagt keine Ahnung, wovon Du schreibst, denn es kennt kein “wollen”, kein “meinen”, kein “sollte”, kein “Urteil”, kein “dozieren” und auch kein “recht haben”.

        Aber es hat eine gewisse Ahnung … vermutlich über die Verbindung userer Herzen … es fühlt sich an, als ob Du da grad etwas Wichtiges für Dich erfahren/eingesehen/erkannt hast.

        Mein Herz spürt die Freude in Deinem Herz über diese neue Erfahrung/Einsicht/Erkenntnis … und es freut sich gemeinsam mit Deinem Herz.

        Ralph

        • Kirstin says:

          Hi Ralph,

          und jetzt hab wiederum ich keine Ahnung, was Du meinst.

          Ich kann Dir meins etwas deutlicher erklären. Ich halte mich nicht für den Nabel der Welt. Ich halte es für mich einfach so, daß ich weiß, daß die Wahrheit, die ich jetzt für mich in diesem Moment erkannt hab, einfach nur meine eigene, persönliche Wahrheit ist. Sie muß kenesfalls die Wahrheit von jemand anderem sein. Und sie kann sich in jedem Moment auch wieder ändern. Und so hüte ich mich davor, in die Welt zu posaunen, ich wüßte schon und hätte jetzt die Wahrheit für jeden gefunden. Ich wisse, wie der Hase läuft. Und es mir so einfach zu machen und alles, was mir jemand entgegen hält, diesem einfach nur zurückzugeben.

          Ich gebe zu, Ralph, es ist tatsächlich eine Meisterleistung Deines Verstandes. Das macht Dir sicher so schnell niemand nach. Ein Bollwerk errichtet. Aber für mich ist es einfach nur nervig, ermüdend und anstrengend. Und hat für mich nichts damit zu tun, was ich wirklich mit Menschen möchte, nämlich den Austausch von Herz zu Herz. Und deshalb antworte ich Dir normalerweise auch nicht.

          Ich bin mir völlig sicher, lieber Ralph, daß Du auch diese Zeilen wieder spielend leicht zerfleddern wirst mit irgendwelchen Zitaten von irgendwelchen Gelehrten. Mach es ruhig, wenn es Dich freut. Aber ich werde Dir erst wieder antworten, wenn ich mich mal irgendwie vom Herzen her angesproche fühle. Bis dahin leb ich einfach mit Deinen Kommentaren.

          Und ich find es wirklich schade. Denn das, was ich als Deine Essenz für mich wahrnehme, das mag ich wirklich. Aber es scheint nicht möglich zu sein, wirklich mit Dir in Kontakt zu kommen.

          Liebe Grüße von Kirstin

          • Ralph says:

            Hi Kirstin,

            ich meine gar nichts. Ich habe mich mit Dir über Deine Erkenntnis gefreut. Mehr nicht. Du schreibst ja selbst: Die Wahrheit, die Du erkannt hast, ist nur Deine eigene persönliche Wahrheit. Du hast Dir selbst ein Geschenk gemacht, und ich habe mich gemeinsam mit Dir darüber gefreut.

            Es ist aber auch interessant zu sehen, was Du (Dein Verstand) daraus machst. Mein Herz nimmt Anteil an den vielen Gedanken, die meine Worte in Dir aufgewirbelt haben, und den damit einhergehenden Gefühlen. Weiß ich doch selbst noch, wie es bei mir war: Als ich den anderen noch getrennt von mir wahrnahm und dachte, er hätte ein Bollwerk errichtet, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat, und als es mir nicht möglich schien, mit dem anderen in Kontakt zu kommen. Da fühlte ich mich ebenfalls genervt, ermüdet und angestrengt. Bis ich den Spiegel erkannte, den mir die anderen vorgehalten haben. Bis ich dann irgendwann erkannte: Ich war es, der ein Bollwerk errichtet hatte, dass alles mit allem zusammenhängt, und dass ich mit mir selbst nicht in Kontakt war. Dann konnte ich Stück für Stück diese Projektionen auflösen und all die Gefühle annehmen, die ich immer verdrängt hatte, die ich nicht sehen wollte, und für die ich daher immer wieder im Außen einen Verursacher gesucht (und natürlich auch gefunden) habe.

            Und ich weiß auch noch, welches Gefühl der Trennung in mir entstanden ist, als ich meinte: Erst wenn Du dieses oder jenes tust, werde ich wieder …. Es hat mich fast zerrissen – und natürlich wollte ich die (in mir liegende) Ursache nicht sehen, und habe mit dem Finger auf den anderen gezeigt … und habe mir die Geschichte erzählt: Ich möchte ja, aber der andere möchte ja nicht … Die Erkenntnis, dass der andere mich lediglich spiegelt, war für mich zutiefst erschütternd, bedeutete aber auch eine ungeheure, mit nichts zu vergleichende Freiheit.

            Heute fühle ich mich durch fast alles in irgend einer Weise vom Herzen her angesprochen … und wenn nicht, dann schaue ich in mich, wo ich da noch einen blinden Fleck habe … und danke dem anderen dafür, dass er mir diesen blinden Fleck gezeigt hat.

            Es passiert mir natürlich auch jetzt noch ab und an, dass ich mich plötzlich unten an der Felswand wiederfinde. Gelegentlich reicht da ein einzelnes Wort, eine Geste, ein Gesichtsausdruck … aber genau genommen ist es immer ein Moment der eigenen Unachtsamkeit. Dann das Diskutieren anzufangen ist völlig sinnlos – ich kann nur verlieren. Statt dessen reicht es, die Augen zu schließen, mich selbst zu beobachten, und über all die bedeutungslosen Gedanken zu lächeln … und schon kann ich wieder die Aussicht genießen. 🙂

            In tiefer Verbundenheit – eins im Herzen,
            Ralph

            • Kirstin says:

              Hallo Ralph,

              ich fühle mich jetzt doch angesprochen im Herzen. Und zwar mit Mitgefühl. Wie anstrengend muß es sein, wenn der Verstand auf alles, was nicht seiner Meinung ist, sofort anspringen muß. Daß jede wirkliche Kommunikation, die Nähe bringen könnte, sofort unmöglich gemacht wird. Ich finds einfach nur traurig, denn ich würde tatsächlich gern wirklichen Kontakt mit Dir haben.

              Da Du ja so groß darin bist, anderen zu erzählen, wo sie falsch liegen und was sie zu denken haben und sie auf die Spiegel hinzuweisen, wie wärs, wenn Du hier mal erzähltest, wo ich Dir denn immer und immer wieder den Spiegel vorhalte. Darüber schweigst Du Dich ja ziemlich geflissentlich aus. Aber muß vielleicht auch gar nicht, da Du ja offenbar weißt, wo der Hase langläuft.

              Eins möchte ich noch sagen. Danke für unsere Diskussion. Die hat nämlich etwas ausgelöst, daß ich von einer Seite Herz bekommen hab, wo ich das nie erwartet hätte. Und dafür war es offenbar gut.

              Liebe Grüße von Kirstin

              • Ralph says:

                Hallo Kirstin,

                ich bin erstaunt – beinahe überwältigt, wenn ich hier lese, welche Geschichte Du Dir von mir zwischenzeitlich so erzählst. Das ist – hier lasse ich mich jetzt doch mal zu einer Wertung hinreisen – einfach phantastisch … grandios … nahezu unglaublich.

                Ich saß jetzt erstmal einen Moment sprachlos, und hab nur vor mich hin gegrinst. Dafür möchte ich Dir von Herzen danken!

                Und dabei habe ich die ganze Zeit über unmittelbaren/wirklichen Kontakt mit/zu Dir … ob ich den habe oder nicht, liegt ja ganz allein bei mir. Ich sehe mich in Dir, nehme Dich als einen Teil von mir wahr. Du spiegest mir viele Seiten meiner selbst, und verdeutlichst mir damit meine eigene Vielfalt … soviel mal zu der Geschichte, die ich mir über Dich erzähle.

                Es gelingt Dir mit Deinen Worten, mich immer wieder für einen Moment sprachlos zu machen, einen Moment, in dem ich wieder mehr über mich erfahre, indem ich Deine Worte in mir wirken lasse. Ich empfinde unseren Dialog als sehr erfrischend.

                Danke,
                Ralph

            • A´...Engel Ralf says:

              Hallo Ihr zwei Austauschenden,

              es ist eine Bereicherung einfach nur auf eure Buchstaben zu schauen, dabei ins eigene Herz und den Verstand zu schauen. Da braucht man keinen Fernseher(;-), da bin ich zumindest mittendrin statt nur dabei.

              So es in meiner kleinen Frechheit, mich hier einzu”mischen”, erlaubt ist, habe ich eine konkrete Frage an dich lieber Ralph, naturlich nur, wenn du mir, ähh uns das verraten magst. Du schreibst:
              “… unten an der Felswand wiederfinde. Gelegentlich reicht da ein einzelnes Wort, eine Geste, ein Gesichtsausdruck … aber genau genommen ist es immer ein Moment der eigenen Unachtsamkeit. Dann das Diskutieren anzufangen ist völlig sinnlos – ich kann nur verlieren…”

              Wie agierst du dann praktisch, wenn du z.B. mit deiner Frau in so einer “Situation” steckst? oder jemand anderem der dir nahe steht, auch auf der Arbeit, wo es eine gemeinsame Verantwortung gibt, natürlich zu der eigenen, die wir/man/ich habe?

              Ich hoffe, daß ist jetzt nicht zu dreist oder…

              Ich bin dann mal kurz raus, ein “Eis” kaufen, zu Fuß und lasse mich überraschen und schaue, was hier weiter “einfließt”.

              Alles Liebe,

              RAlf.

              • Kirstin says:

                Lieber RAlf,

                paß auf Dein Eis auf, es tropft grad. 😉

                Ich bin zwar nicht Ralph, aber ich hab Deine Frage nicht verstanden.

                Liebe Grüße

              • Ralph says:

                Hallo RAlf,

                klar darfst Du fragen – und ob die Frage nun zu dreist ist oder nicht – darüber denke ich gar nicht nach … wäre ja eh nur meine (ganz subjektive) Meinung. 😉

                Du fragst, wie es bei mir weiter geht, wenn ich mich unversehens unten an der Felswand wiederfinde. Was bedeutet das eigentlich? Unten an der Felswand zu stehen bedeutet für mich, unbewusst geworden zu sein. Das kann beispielsweise passieren, wenn irgendwer irgendeine noch in mir vorhandene, mir aber nicht bewusste Erwartungshaltung nicht erfüllt – wenn also irgendeine früher mal abgespeicherte “man sollte”- oder “man sollte nicht”-Regel aktiviert wird.

                Wenn das passiert, ist es mir ja in diesem Moment nicht bewusst. Das Ego hat die Macht übernommen – Ego und Schmerzkörper pushen sich gegenseitig.

                Ein Beispiel, nachdem etwas in dieser Art grad erst passiert ist: Meine Frau spricht mich an, während ich irgendwas am Rechner erledige – ich lasse mich ablenken, bin unkonzentriert/unaufmerksam und mache irgendeinen Fehler. Nun projiziere ich womöglich auf meine Frau, und sage: “Man, musst Du mich schon wieder ablenken? Du weißt doch, wenn ich xyz erledige, muss ich mich konzentrieren. Nun habe ich da wieder einen Fehler gemacht.” … also die typischen aus der Opferrolle heraus vorgetragenen Dinge … etwas plakativ, mit den typischen Reizwörtern „müssen“ und „wieder“ und der Unterstellung „Du weißt doch …“ War früher übrigens tatsächlich so bei mir. 😉

                Jetzt kommt es auf mein Gegenüber an – im Fall meiner Frau trifft zwischenzeitlich meist Variante a) zu (meine Frau ist da sehr lernfähig ;-)):

                a) Mein Gegenüber bleibt bewusst. Von meiner Frau kommt dann vielfach als Antwort: „Das ist genau das, was Du jetzt brauchst.“ Mehr braucht es da zwischenzeitlich nicht mehr – das reicht, um mich wieder aus der Unbewusstheit zurückzuholen. Letztlich verwendet sie mein eigenes Credo: „Jeder bekommt genau das, was er braucht. Immer!“ Das wirkt bei mir Wunder! Dann werde ich ganz still, gehe in mich und sage mir: Zwei Minuten im Opferland – das reicht: Die Identifikation mit all den aufkommenden Gedanken und damit einhergehenden unangenehmen Gefühlen ist gebrochen.

                Ein anderes Beispiel, so geschehen erst im vergangenen Dezember: Eine jüngere Arbeitskollegin, zu der ich mich (als ihr Projektleiter) gesetzt habe, um gemeinsam mit ihr ihre jüngsten Analysen durchzusprechen, steht plötzlich mitten in der Unterhaltung mit dem Satz „Ich muss noch woanders hin.“ auf und lässt mich einfach so sitzen. In mir kommen angelernte Regeln hoch – ich denke: ‚Zumindest hätte sie sich kurz entschuldigen und mir sagen sollen, wohin sie geht.‘ (Regeln von Anstand und Respekt). Dahinter steht natürlich auch noch der Gedanke: ‚Was ist jetzt so viel wichtiger als die Besprechung mit mir (als ihrem Projektleiter), dass sie mich hier einfach so sitzen lässt.‘ (Eitelkeit, Schmach, Identifikation mit einer Position). Nachdem sie da gleich mehrere wunde Punkte getroffen hatte, glitt ich vorübergehend in die Unbewusstheit ab und schrieb ihr im Chat:
                ‚Du musst “wo anders” hin – mitten in einer Besprechung, um die Du mich gebeten hast, lässt Du mich sitzen? Tickst Du noch ganz richtig? Ich nehme mir Zeit, um mich um Deine Probleme zu kümmern – und Du rennst einfach weg? / Benehmen “wie Rotz am Ärmel” …‘

                In diesem Fall kommt nun Variante b) zum tragen:
                b) Mein Gegenüber gleitet ebenfalls in die Unbewusstheit ab, und beginnt sich zu rechtfertigen und zu werten. So erhielt ich in diesem Beispiel etwa eine halbe Stunde später zur Antwort:
                „Was ich hab dich um keine Besprechung gebeten. siehe Kommentar von dir: lass mal hören – ich komme mal rüber … ja? / das hatte ich vorher schon geplant die Besprechung um hh.mm / krass wie beleidigend du gleich wirst…“
                Meine Antwort zu diesem Zeitpunkt fiel ambivalent aus:
                „:-) gewaltfreie Kommunikation nervt Dich doch nur …“
                Drei Stunden später schrieb ich ihr dann, wieder zurück in vollständiger Bewusstheit:
                „Übrigens: Vielen Dank nochmals für Deine Aktion vorhin – hast mir geholfen, mich wieder ein wenig besser kennenzulernen. Ich verneige mich vor Dir in Liebe, Dankbarkeit und Demut.“
                … und am nächsten Morgen schrieb ich:
                „Hier der Vollständigkeit halber auch noch die GfK-Variante: Wenn Du, während wir uns unterhalten, plötzlich aufspringst und mit den Worten “ich muss jetzt wo anders hin” gehst, dann empfinde ich Schmerz. Es tut weh, weil mein Bedürfnis nach partnerschaftlichem Umgang, Wertschätzung und Respekt nicht erfüllt ist.“

                So, das sind, soweit ich das grad überblicken kann, mal die zwei Varianten, die bei mir in der jüngeren Vergangenheit eine maßgebliche Rolle gespielt haben, und das wohl sicher auch noch weiter tun werden. Das Wiederbewusstwerden kann sich übrigens auch über Tage, Wochen, Monate und Jahre hinziehen (ich hatte da selbst einige sich über Jahrzehnte hinziehende Opfergeschichten) – und nach meiner eigenen Erfahrung sind da auch immer wieder Rückfälle möglich: Irgendwann, ganz unverhofft, fängt der Verstand nämlich an, völlig aus dem Nichts heraus, irgendeine alte Geschichte wieder aufzuwärmen …

                Achtsamkeit ist da der Schlüssel … naja, aber das habe ich ja hier schon öfter geschrieben …

                Ralph

                • Hallo Ralph,

                  lieben Dank für deine Antwort und Worte.
                  Ich gehe da mit dir, es ist die Unbewußtheit und die Un-Achtsamkeit, die uns an den Fuß des Felsens bringt oder eben in dieses Schweigen. Wir tappen noch allzu oft in diese “Kommunikations-Falle”. Ist diese Unachtsamkeit auf beiden Seiten oder das Kommunikations-Wirrwarr folgt Mißverständnis oder/und ein kleines oder großes Ego-Theater-Stück. Wie du schreibst gib es dann so etwas wie Stille, die, je nach dem etwas länger andauert.

                  Bei den von mir skizzierten Beziehungen und Begegnungen, in denen eine Verantwortung, eine Absprache liegt ist ein länger andauerndes “Schweigen” Stillstand – kann man natürlich annehmen bis hin zu dem Entschluß oder auch der “Fügung”, daß sich die Wege trennen.
                  Heißt dann, “Projekt” gescheitert, ob auf der Arbeit oder in der Ehe etc..
                  Gut, nehmen wir das “so locker”, geht es zu wie auf dem Transfermarkt der Fußball-Bundesliga: Vieles wird austauschbar…
                  Das Leben unterliegt dem steten Wandel, in manchen “Bereichen” ist es sinnig, ein paar Minuten länger dabei zu bleiben. Redet man dann von Bejahung unter “Druck”? Das kann man jetzt einfach betrachten oder vorbei ziehen lassen oder doch aktiv tun.
                  Sind die Impulse dann in uns, fließt oder fliegt uns die Lösung, die Lösung der Blockaden entgegen?

                  Bauen wir auf unser Fühler, auf die Intuition oder steuert der wahrgenommene Leidensdruck unsere Entscheidungen?

                  Oops, sorry Ralph, schon wieder ein paar Fragen.
                  Mögen wir uns in Bewußtheit und Respekt begegnen, in einer nicht wertenden, bzw. verurteilenden Bejahung, dessen was ist und wer wir sind.
                  Das Leben bleibt spannend, in der Stille und auch im Fluß.

                  Danke für deine Worte,

                  RAlf.

                  • Ralph says:

                    Nur ganz kurz: Für mich kommt es nicht darauf an, ob ich mit jemand anderem rede oder schweige. Es kommt mir dagegen sehr auf die Qualität des Redens oder Schweigens an. Es geht um die Beantwortung der Frage: Fühle ich mich getrennt von dem anderen oder bin ich mit ihm verbunden? Wenn ich mich getrennt fühle, liegt das immer an mir selbst. Ich habe es in der Hand, wie ich mich fühle – ich bin der, der für meine Gefühle verantwortlich ist. Niemand anderes. Und auch nur ich bin es, der die Macht hat, mich am untern oder oberen Ende der Felswand wahrzunehmen (jenseits der Form bin ich überall gleichzeitig, und auch die Felswand ist nur eine Illusion). Und je nachdem, wie und wo ich mich wahrnehme, wird sich mir meine Umwelt präsentieren. Also nicht die Umwelt is für meine Gefühle verantwortlich, sondern anders herum – ich steuere mit meinem Innenleben meine Außenwahrnehmung.

                    Probiere es selbst mal aus: Wenn Dir das nächste Mal wer unfreundlich, schroff oder ablehnend entgegentritt – Schau ihn an und sei die Liebe, die Du Dir von ihm wünschst. Sei sie einfach – ohne die geringste Erwartungshaltung. Der andere kann tun und lassen, was er will – Du bist die Liebe – sowohl dem anderen gegenüber wie auch Dir selbst gegenüber. Gib Dir selbst das, was Du von von dem anderen erwartest. Probiere es!

                    Vergiss das Bild der “Trennung von Wegen”. Es gibt weder Wege noch gibt es Trennungen. Die Wahrheit ist ein pfadloses Land, und jede Art von Trennung ist Illusion. Irgendwann gibt es dann konsequenter Weise auch keine EntScheidungen mehr.

                    Ralph

  2. LIebe Kirstin,
    ich freu mich mit dir, dass du dein stilles Glück so genießen kannst – in aller Einfachheit und so unspektakulär. Auch dass du gut schlafen kannst – das ist doch prima!
    Sei ganz herzlich umarmt von
    MarIna

    • Kirstin says:

      Ja, liebe MarIna, wirklich ein stilles Glück. Aber es ist auch ALLES. Und nie hätte ich gedacht, daß das auch so einfach gehen kann.

      Viele liebe Grüße von Kirstin

  3. Verena says:

    Liebe Kirstin

    ich freu mich mit dir. Ganz doll. Egal, was du willst oder nicht willst….und ob du überhaupt etwas willst…ob du kämpfst…oder loslässt…ob du es “schaffst”, einfach nur zu sein oder eben nicht
    Ich freu mich über Rückschläge und Fortschritte…
    Ich freu mich über dein Lachen und weine mit dir, wenn du traurig bist.
    Niemand von uns weiss, wozu etwas wirklich da ist.
    Alles ist gut, solange du in der Freude bist und wenn nicht…auch gut “gg”
    Panta rhei
    Vreni

    • Kirstin says:

      Ach liebe Vreni,

      weißt Du, daß ich diesen Text schon vergangenen Montag geschrieben hab? Und es ist im Grunde immer noch so, daß ich nichts mehr will. Ich glaub, wenn das nicht so gewesen wäre, hätte ich diese Woche auch nicht so gut überstanden.

      Ich drück Dich und vielen Dank für Deine Worte.

      Liebe Grüße von Kirstin

  4. Olaf says:

    Du liebe Kirstin,
    ich finde das immer wieder von neuen spannend und bereichernd, wenn du uns von deinen Erfahrungen berichtest. Dieser Austausch hier, ist für mich immens wichtig und sicher nicht nur für mich. Einen schönen Sonntag dir noch,
    Alles Liebe vom Olaf 😀 😀 😀

  5. So, wenn du magst lieber Ralph,

    kann es hier weitergehen.
    Vielen Dank für deinen Erläuterungen, ich bleib mal weiter am Ball und hake mal hier, an dieser Stelle, deinen Worten, nach:
    “Wenn ich mich getrennt fühle, liegt das immer an mir selbst. Ich habe es in der Hand, wie ich mich fühle – ich bin der, der für meine Gefühle verantwortlich ist. ”

    Unbestritten, das eigene Fühlen und dessen Wahrnehmung obliegt uns.
    Worauf ich hinaus möchte, was mich bewegt und interessiert ist,
    wie entwickelst du im Miteinander ein Projekt, eine “Aufgabe”, wie bindest du Menschen ein oder gehst mit ihnen zusammen – in Beruf und im Sport (-Team) — wenn der Angesprochene nicht, ablehnend oder “kontraproduktiv” re.agiert?
    Im Beruf mag es einfacher gehen, wenn die Macht (Position) mit dir ist.
    Wie löst du die Blockade in der Kommunikation oder/und Produktivität im anderen – auch wenn du zu recht jetzt einbringen magst, daß dann eben diese Blockade auch in uns ist?

    In einem Fall der Wortlosigkeit, der Stille, der “Nicht-Kommunikation” bewegt sich dann ja nichst oder maximal “Dienst nach Vorschrift”(;-).

    Unbesehen der eigenen Position, hilft da Abbitte, der bekannte Gang nach Canossa, ein Verbiegen meinerseits? oder bleibt dann nur der Abbruch, die Kündigung oder die “Scheidung”. Ich schreibe dies und bin zu hartnäckig, wissend um deine Antworten und Worte zuvor, denn es gab ja irgendwann eine Bejahung “zum gemeinsamen Tun”, ganzgleich, wie alt oder frisch diese ist. Klar zählt die Bejahung im Jetzt und auch zählt der freie Wille, so wir ihn den wahrlich haben (p.s. ein Thema für einen weiteren Dialog). Können wir es uns erlauben, aus der Situation, aus dem beruflichen Verhältnis, der Ehe herauszugehen oder auch nur einen profanen Vereinswechsel vorzunehmen.

    Hast du Worte und wenn, darf ich dir hier “sagen”, daß ich in den drei zuletzt genannten Bereichen eben diese Trennungen vollzogen habe – beruflich noch viel öfter…

    Bis dahin, wenn du magst.

    RAlf.

    • Ralph says:

      “wenn der Angesprochene nicht, ablehnend oder “kontraproduktiv” re.agiert”
      ->
      1) Klären der eigenen Bedürfnisse! Also: Was ist mir wichtig, was brauche ich?
      2) Versetzen in den anderen, erspüren seiner Bedürfnisse: Was ist ihm wichtig, was braucht er?
      3) Dem anderen die eigenen Bedürfnisse mitteilen, und sich diese spiegeln lassen.
      4) Dem anderen die eigene Vermutung von dessen Bedürfnissen nahebringen und eventuell korrigieren lassen.

      -> Das ist der anstengendere Teil. Wenn alle Bedürfnisse geklärt sind, ist die Einigung ein Kinderspiel. Ev. möchtest Du 3) und 4) austauschen. Wenn einer von Euch zu stark persönlich drin hängst, emotional geladen ist etc., dann holt Euch einen Mediator.

      Natürlich kann die Lösung darin bestehen, dass jeder seiner Wege geht … aber ob das die gewünschte Win-Win-Situation ist, ist erst dann ersichtlich, wenn alle Bedürfnisse auf dem Tisch liegen. Ich kann Dir diesbezüglich nur die Lektüre der Bücher von M.B. Rosenberg ans Herz liegen – oder den Besuch von Seminaren zur Konfliktlösung.

      Und noch ein weiterer Punkt: Bist Du wirklich mal “in die Stille” gegangen? Nach meiner Erfahrung ist da nicht “nichts”, da ist kein Stillstand, auch keine Stagnation … sondern da bekommst Du wieder den Kontakt zu Dir selbst … und dann ist Dir der Kontakt zu jemand anderem gar nicht mehr soooo wichtig.

      Auf mich wirkst Du gelegentlich etwas “aufgezogen”, “fordernd”, “drängend”. Das kann empfindlichen Naturen leicht zu viel werden, und die ziehen sich dann in sich zurück und lassen Dich ins Leere laufen. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war früher öfter in einer ähnlichen Situation.
      Übrigens lasse ich umgekehrt auch heute gern mal Leute, die die Lösung ihrer Probleme zu sehr bei mir sehen, etwas auflaufen – ganz bewusst, um ihnen die Vergeblichkeit ihrer Suche im Außen vor Augen zu führen.

      Ralph

  6. A´...Engel Ralf says:

    Ja, lieber Ralph,

    herzlichen Dank für deine Sicht und “Angehensweise”. Deine Punkte 1-4 sind haben “was”, werden sie auch von mir mehr oder minder “angewandt”. Bei Punkt 1 mache ich es etwas anders, auf eine Weise weniger gesteuert, weil ich spüre und schaue, ob ich in den Situationen und Begegnungen mich wohl fühle, mich wiederfinden kann. Soll heißen, ob ich hier mit fließen kann, mich wiederfinde und auch, ob ich mich hier einbringen kann ohne mich zu verbiegen oder m.M.n. gehaltloses “Zeug” schwafeln muß.

    Das Thema Stille ist auch so ein Ding. Ich kam sozusagen vor Jahrzehnten aus der Stille, dem “einfachen” Sein wie einer Naivität und Kindlichkeit, die ich mir sehr lange bewahren konnte. Was folgte war ein Arrangement mit dem Außen, ein Einlassen auf die Gegebenheiten zum Preise einer Unbewußtheit. Derzeit erfolgt so etwas wie eine Rückabwicklung dieses Prozesses.

    Und das Drängende an und in mir kommt leider noch allzu oft nach oben, weil ich eben zurück will – in die Stille und den Frieden. Wohl auch ein Grund, warum mich die geistige Welt, die Umstände mich still legen und mit reichlich Lethargie versorgen…(;-)

    Was bleibt sind die Fragen, die mich in der aktuellen “Ausbildung” noch zugenüge begleiten.

    Bin halt Geselle und es sind noch ein paar Meter zur Meisterschaft.

    Alles Liebe und besten Dank für die Einblicke,

    Ralf.

    • Ralph says:

      Noch drei Dinge:

      a) Bedürfnisse haben nichts mid anderen zu tun, nur mit Dir. Finde heraus, was Du brauchst, was Dir wichtig ist. Habe erst kürzlich nochmal den (mir eigentlich schon bekannten) Spruch von der Kursleiterin eines Seminars zum Konfliktmanagement gehört: Don’t personalize your needs.

      Hab ich hier schon mal erzählt: Ich hatte jahrelang in bestimmten Situationen unangehme Gefühle – eigentlich schon seit meiner Kindheit, und war mir des dahinter liegenden Bedürfnisses einfach nicht bewusst. Es war das Bedürfnis, gehört zu werden. Das hat nix mit irgend jemand anderem zu tun – aber solang ich mir dieses Bedürfnisses als Ursache meiner unangenehmen Gefühle nicht bewusst war, war ich ihnen hilflos ausgeliefert. Da meine Gegenüber auch nichts von diesem Bedürfnis wussten (und ich es ihnen natürlich auch nicht sagen konnte), hatte sie wiederum keine Ahnung, warum ich gelegentlich entsprechend verletzt reagierte. Für sie war ja ihre Art zu kommunizieren ganz normal – und für mich eben meine, und es herrschte Unverständnis, da die Bedürfnisse ungeklärt waren.

      b) Natürlich schaue ich auch, ob ich mich in Situationen und Begegnungen wohl fühle. Aber was dann? Ich könnte nun die angenehmen anstreben und den unangenehmen aus dem Weg gehen. Damit trenne ich. Habe ich früher gemacht. Heute schaue ich nach der Ursache: Was genau ist angenehm oder unangenehm? Was steckt dahinter? Wo ist (in mir) ist die Ursache versteckt? Wobei wir wieder bei der Bedürfnisklärung wären … es ist doch meine Entscheidung, ob ich weiter unbewusst dem angenehmen hinterher renne und das unangenehme meide (Anhaftung-Ablehung) – oder ob ich jedesmal wieder bewusst nach außen gelassen bleibe und nach innen in die Klärung gehe.

      c) “Ich will zurück in die Stille” funktioniert so nicht. Solange Du etwas willst, bist Du nicht still. Andererseits kannst Du im größten Lärm still sein – wenn Du aufhörst, etwas zu wollen.

      Ralph

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s