Alles Ist Gut – so, wie es ist

Foto von Ralf

… und das immer –  gleich gültig, was auch ist.

Meine Güte, was für Wort-Akkrobatik. Aber ist so, oder? Ich habe es heute morgen grad wieder so deutlich bemerkt.

Als ich gestern meinen Text „Stille – was gibt es zu sagen?“ geschrieben hab, da war ich sehr unsicher. Hab nach meiner Schreib-Pause jetzt einfach meine Gedanken und Gefühle so runter geschrieben. Ohne eine Lösung zu haben, oder ohne überhaupt irgendwas schlaues dazu sagen zu können. Allein schon die Worte „… ich weiß es wirklich nicht …“ waren sehr komisch für mich zu schreiben. Aber irgendwie befreite das auch. Hatte tatsächlich sowas von loslassen.

Am Ende las ich alles nochmal durch mit den Gedanken „Na, was das wohl gibt.“  Aber auch durch das einfache Aufschreiben fühlte ich mich schon besser. Wahrscheinlich war das auch eine Art des Annehmens und Anerkennens. Und denn hab ich mich so über die Kommentare gefreut. Hab gedacht „Meine Güte, bist ja scheinbar doch nicht so daneben.“ Das hat viel ausgemacht für meine Befindlichkeit.

Ja, wenn ich sonst traurig oder frustriert oder sonstwie drauf war, denn hab ich das alles irgendwie eher angeklagt. Aber gestern hab ich’s einfach nur benannt, ohne Anklage. Habs geschehen lassen und akzeptiert. Vielleicht war es genau das, was so wichtig war in dem Moment. Ohne Wertung. Und denn sozusagen ja auch noch nach außen dazu gestanden. Eben, daß ich nichts mehr wußte.

Na, jedenfalls hab ich heut den Tag schon ganz anders begonnen. Hab auch gestern abend schon bemerkt, woher meine Traurigkeit kam. Ich bin mir selbst wieder in die Falle gegangen. Oder besser gesagt, meiner Sichtweise. Hab das außen – das, was grad da ist – wieder für die einzige Realität gehalten. Und die passte mir eben nicht. Hab wieder mal gedacht, ich müsse doch da im außen so aktiv sein und es ändern. Ist ja Quatsch, muß ich ja gar nicht.

Was ich muß, ist lediglich alles beobachten. Genau so, wie Eckhart Tolle es immer und immer wieder ausführt. Ja, das ist ja sogar die Grundlage seiner ganzen Publikationen. Einen Schritt zurücktreten und alles beobachten. Und achtsam sein – was ja auch im Wort beobachten steckt. Achtsam, ob mir das gefällt oder nicht, was ich sehe. Gefällt es mir, lass ich es so. Gefällt es mir nicht, geh ich in mich und überprüfe meine Sichtweise. Warum hab ich die grad so? Was rumort da in mir? Ja, und danach – denn änder ich sie einfach. Oder ich konzentrier mich auf das, was ich stattdessen lieber wahrnehmen würde.

Erklärte mir dieser Tage eine Freundin, als ich sie fragte, wie sie das denn macht, daß sie nur noch die Dinge macht, die sie will. Ich war darüber erstaunt, weil sie Familie hat und berufstätig ist. Da kann man doch nicht machen, was man will. Ich hatte sie einfach bislang nicht richtig verstanden. Sie erklärte mir, daß es ja immer mehrere Sichtweisen für alles gibt. Und sie konzentriere sich eben auf die, die ihr am angenehmsten ist. Tja – so einfach kann das sein, oder?

Ich hab das ja auch schon so für mich entdeckt, nur halt einfach zwischendurch wieder vergessen. Aber das darf ja auch sein. Und dafür sind wir ja so viele, um uns immer wieder zu erinnern.

Möglicherweise wird die Stille in mir jetzt noch so weitergehen. Aber die find ich auch gut, denn so kann ich mich wirklich konzentrieren und auch ausruhen von den ganzen Dramen. Von meinen eigenen, aber auch von denen der anderen, in denen ich mitgespielt hab. Das hab ich nämlich auch begriffen gestern. Es muß gar nicht immer mein eigenes sein. Manchmal darf ich den anderen auch einfach nur alleine weiterspielen lassen in seinem selbst kreierten Drama.

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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20 Responses to Alles Ist Gut – so, wie es ist

  1. Ralph says:

    … und dann löst sich das Drama von allein in Nichts auf, weil es kein Futter mehr bekommt … oder der andere sucht sich einen neuen Mitspieler für sein Drama. Genauso ist es (um einfach am Ende Deines Beitrags mal fortzusetzen).

    Sehr schön, entspannend und beruhigend, Deine heutige Zusammenfassung zu lesen. So ein bisschen habe ich den Eindruck, Deine Erkenntnisse nähern sich meinen an.

    Lediglich bei dem “ich mache, was ich will” bin ich hellhörig geworden (lustiges Wortspiel: Nachdem Brigitte jüngst ihre Fähigkeit des Hellriechens erwähnte, erwähne ich jetzt auch einfach mal, dass ich gewisse hellhörerische Tendenzen habe) – aber das stammt ja auch nicht von Dir. Hab mich grad heute mit meiner Frau darüber unterhalten: Wenn ich aus der Welt von “ich muss” und “ich soll” und “ich darf nicht” komme, dann ist der Wechsel nach “ich will”, “ich möchte” und “ich entscheide” die erste Stufe, quasi die Stufe der Emanzipation – die Übernahme von Verantwortung und Eigenregie. Dier nächste Stufe ist dann aber aus meiner Sicht die Aufgabe des eigenen Willens – in dem Sinn: Nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe. Damit überantworte ich mich als Individuum (solange ich mich noch als solches sehe) einer höheren Macht, und löse gleichzeitig das Phänomen der psychologischen Zeit, d.h. die Projektion in die Zukunft auf. Die für das Denken und das Ausbilden des eigenen Willens erforderliche Zeit zwischen Beobachten und Handeln entfällt – ich beginne unmittelbar und absichtslos zu handeln.

    Ach so – noch eines: Du musst tatsächlich gar nichts, und damit musst Du auch nichts beobachten. Du tust es, weil Du es willst – nicht weil Du es musst. Und in der nächsten Stufe willst Du es auch nicht mehr … es wird einfach zu Deinem natürlichen Daseinszustand.

    Hier noch was für die Ohren – quasi als Torweg in die Stille:

    Loreena McKennitt – The old ways

    [habe zu Weihnachten von meiner Frau eine Karte für ein Konzert von Loreena bekommen und freue mich schon riesig]

    Wir treffen uns in der Stille,
    Ralph

    • @Ralph

      Deinem letzten Absatz kann ich voll zustimmen, einfach weil ich es genauso empfinde und mittlerweile auch lebe. Ich konzentriere mich nicht mehr darauf, alles zu hinterfragen und zu beobachten, also ich “muss” das nicht mehr, es geht automatisch. Schöner hätte ich das auch nicht ausdrücken können: “der natürliche Daseinszustand” genau so fühlt sich das an. Und manchmal grinse ich schon über mich selbst, wenn etwas besonderes vorfällt, stell ich mir sofort die Frage, was soll es mir zeigen ? Gehe ich in Resonanz und warum ? Und das geht wirklich wie von allein, also ohne es beobachten zu müssen…Danke !

      LG Heike

      @Kirstin

      Ich hab mir mal auf Ralphs letzten Absatz herausgepickt, weil es einfach so passt. Für mich schwingt sonst in diesem “beobachten müssen” ein Druck mit, der mich dann auch daran hindern würde, es leicht und vielleicht “spielerisch” zu nehmen. Vielleicht empfindest du es ja anders, wenn ja, ist es in Ordnung, doch “etwas müssen” löst bei mir eben diese Gefühle aus und da ich immer mehr spüre, wie leicht und fließend alles gehen kann, hat “müssen” kaum noch Platz und dafür kommen “wollen”, “können” oder einfach noch besser “sein”. Ich hoffe, du kannst meinen Wortspielreien folgen 😉

      Alles Liebe Heike

    • saigaraniande says:

      “… und dann löst sich das Drama von allein in Nichts auf, weil es kein Futter mehr bekommt … ”

      Das Drama spielt sich Draußen ab, auch weil es kein Futter mehr bekommt.
      http://www.theeuropean.de/stefan-gaertner/9866-winter-in-europa

      Ist wirklich alles gut, sowie es ist ?

  2. Kirstin says:

    Ich finde es immer interessant, wenn die Menschen bei bestimmten Worten anfangen, zu werten und zu beurteilen. Wie z.B. bei ich will oder ich muß. Für mich persönlich sind es nichts weiter als Worte, die die Sprache uns zur Verfügung stellt, mit denen ich einfach einen Satz bilden kann.

    • A´...Engel Ralf says:

      Verzeih mir die heutige Marotte,

      “Sie erklärte mir, daß es ja immer mehrere Sichtweisen für alles gibt. Und sie konzentriere sich eben auf die, die ihr am angenehmsten ist. Tja – so einfach kann das sein, oder?”

      Wenn dir die Antworten nicht passen…
      Warum wertest und verurteilst du mit deinen Worten, … die nichts weiter sind als Worte, die die Sprache uns zur Verfügung stellt…
      Worte haben eine Bedeutung, Worte sorgen für Klarheit und Verwirrung, je nach dem, wie ich sie gebrauche.
      Und seit dem Vorfall von “Babel” steckt in der Kommunikation der Teufel mitunter im Detail.
      Dann ist es eben nicht einfach, gerade wenn man die Menschen ernst nimmt, annimmt, auch oder gerade wie sie sind

      voller Liebe,

      Ralf.
      Und doch sind sie ein Spiegel

  3. A´...Engel Ralf says:

    “Hab das außen – das, was grad da ist – wieder für die einzige Realität gehalten.”
    “Manchmal darf ich den anderen auch einfach nur alleine weiterspielen lassen in seinem selbst kreierten Drama.”

    Guten Morgen liebe Kirstin,
    ich bin so frech und nehme mal die zwei Passagen aus deinem Text…

    … und stolpere mit meinem Beobachten, mit meiner “Rattermaschine” und einem Teil meines Egos (sonst würde ich ja die Klappe halten) über deine Beobachtersicht, deine Worte und mir bleibt eine Frage:
    Wessen Realität ist das Drama?

    Ein wahrlich bemühter Hofnarr, der zu.sehen.ds die Anerkennung lebt,
    in aller Liebe,

    Ralf.

  4. Kirstin says:

    Ich freue mich sehr, was Ihr für Euch so rauszieht aus meinem Text, der einfach nur von der Ruhe und Stille berichten sollte, daß eben alles gut ist.

  5. Angelika says:

    Sagt mal, wenn ich mir von euch allen so die Texte durchlese, finde ich durchaus bei jedem auch solche “Wortspielereien” in jedem, also denke ich dass es wohl jedem gestattet ist die zu verwenden. Scheint als ob hier jeder einen Satz für sich rauspickt und wie ein Huhn darauf herumhackt. Bravo, das ist echte Liebe und Anerkennung 🙂 So die gesamte Aussage des Textes zählt wohl nicht unbedingt, wat?
    Viel Freude noch an diesem Spiel … wir sind ja alle perfekt inzwischen, nicht wahr?

    • Weißt du, liebe Angie, Worte haben ihre eigene Energie, es ist schon wichtig, wie ich etwas beschreibe oder ausdrücke, welche Formulierungen ich verwende, denn all das sagt auch was über mich aus. Klar, ist es dann wieder eine Interpretierungssache, was der Leser damit macht. Doch wenn ich merke, dass, was ich lese, steht auch als Gefühl hinter dem Schreiber und ich selbst hab es anders erlebt, dann möchte ich das durch meine Worte mitteilen. Vielleicht um anzustupsen oder die Möglichkeit zu geben, darüber nachzudenken. Natürlich kann es auch sein, dass ich keine Resonanz mit meinen Worten hervorrufe, dann ist es für denjenigen eben nicht das momentane Thema oder der richtige Zeitpunkt. Muss ja auch nicht. Doch er kann für sich wählen, was er damit macht.
      So wurde bei allen, die hier geschrieben haben, etwas angerührt, bei jedem vielleicht etwas anderes, ich kann ja nur für mich sprechen, bei mir war es einfach so, dass ich meine Erfahrungen teilen möchte und die beziehen sich nun mal auf eine bestimmte Formulierung.
      Aber wie gesagt, jeder nimmt sich das raus, was für ihn richtig ist und passt, ob er lernen möchte oder nicht, alles ist in Ordnung, wie es ist.:-)

      allen hier noch einen sonnigen Sonntag
      In Liebe Heike

      • Kirstin says:

        @ Heike

        “Doch wenn ich merke, dass, was ich lese, steht auch als Gefühl hinter dem Schreiber ”

        persönliche Interpretierung.

        • Kirstin says:

          @ Heike

          “Worte haben ihre eigene Energie, es ist schon wichtig, wie ich etwas beschreibe oder ausdrücke, welche Formulierungen ich verwende, denn all das sagt auch was über mich aus. ”

          Deine eigene Aussage in der Antwort an Angie..

          Besser wäre also als Formulierung gewesen:

          “Doch wenn es bei mir so ankommt, als stünde hinter dem, was ich lese, auch das Gefühl des Schreibers …”

          Alles andere ist Deine persönliche Wertung meiner Sätze.

  6. Angelika says:

    Weißt du, liebe Heike, ich freue mich immer wenn jemand für sich selber was erkannt hat und einen Schritt vorwärts geht. Das ist eigentlich alles. Jeder Tag bringt neue Erkenntnisse hervor und für jeden auf ganz eigene Weise.
    Wenn ich persönlich nicht in Resonanz gehe mit dem Autor, dann gucke ich bei mir nach und auch wenn ich bemerke dass vielleicht einer etwas anders verstanden hat als ich, dann ist das mein Ding. Denn meine Wahrheit ist nicht deine Wahrheit.
    Ich habe nicht das Bedürfniss jemanden etwas zu lehren und oder zu verbessern, denn da fange ich zuallererst bei mir an.
    Was die Worte anbelangt die wir benützen, so sagt mir ein Text der aus dem Herzen kommt wirklich etwas, egal wie er formuliert ist. Es ist ein feiner Unterschied ob ich vom Herzen schreibe oder mit dem Verstand. Wenn ich fühlig bin, dann fühle ich was der Schreiber aussagen will und dann interessiert mich nicht die Wortwahl.
    Man kann nicht immer glauben, dass nur ich den richtigen Weg gehe und ich richtig liege, das wäre wohl sehr vermessen. Jeder trägt durch seine Erkenntnisse dazu bei, dass wir uns immer mehr erkennen und das anzuerkennen und zu würdigen ist etwas was uns weiterbringt.
    Ein Miteinander auf gleicher Ebene ist für uns ein guter Weg den wir gehen können oder auch nicht. Ein Aufeinader zu gehen und nicht Gegeneinander ist auch ein guter Weg.
    Jeder Weg ist gut und jeder ist richtig, jeder ist gleichwertig in seiner Einzigartigkeit.
    Ich weiß, dass ich nichts weiß und damit wünsche ich einen schönen Sonntag 🙂

    • Dem ist nicht viel hinzuzufügen ;-), nur vielleicht das noch:
      wir kreieren uns unser Leben selbst, auch und besonders mit Worten, ob nun geschrieben oder gedacht, sie haben mehr Macht, als wir wohl manchmal annehmen…und wenn man sich mal in die Unterschiede einzelner Wörter hineinfühlt, dann wird das sehr deutlich…

      doch eins noch: “ein Miteinander auf gleicher Ebene” – ja, doch ich denke, auch hier ist miteinander entwickeln erst möglich, wenn nicht nur alles im Gleichklang geschieht, sondern Anstupser, konstruktive Kritik und verschiedene Meinungen gewollt und angenommen werden…

      • Kirstin says:

        Liebe Heike,

        “doch eins noch: “ein Miteinander auf gleicher Ebene” – ja, doch ich denke, auch hier ist miteinander entwickeln erst möglich, wenn nicht nur alles im Gleichklang geschieht, sondern Anstupser, konstruktive Kritik und verschiedene Meinungen gewollt und angenommen werden…”

        ich freue mich sehr mit Dir, daß Du das jetzt offenbar so siehst.

        Liebe Grüße von Kirstin

  7. Brigitte says:

    Liebe Kirstin!
    Mir gefallen Deine Texte und ich finde es immer sehr schwer, die Gefühle, die ich verspüre beim schreiben so richtig rüber zu bringen. Ich finde es sehr mutig von Dir, Deine Gedanken so offen darzulegen,Gefühle lassen sich so schwer in Worte fassen. Wieviel leichter wird das, wenn wir mal die Telepathie beherrschen.
    Es ist schon schwer nicht zu be- und verurteilen, das wurde uns ja lange genug anerzogen. Nur zu beobachten ist schon ein Meisterstück.
    Zu Deinem Beitrag von gestern, daß Du eine Traurigkeit verspürst, kann es nicht sein, daß das mehr Leere ist? Aber wenn ist es ja gut, denn wir brauchen viel Platz für die neuen Energien die jetzt verstärkt einfliessen. Auch mich überkommt manchmal eine Traurigkeit wofür es eigentlich keine Ursache gibt. Ich tendiere auch eher zu einem Gefühl der Leere.
    Vielleicht liege ich ja falsch. ich weiß es nicht.
    Ich hatte auch erst ein Gespräch über Sichtweisen und mich fasziniert immer wieder, wie Viele es davon gibt und wie sich die Sichweise verändert, wenn man es von einer völlig anderen Warte aus betrachtet.
    Wie schön und bunt ist doch das Leben.

    LG

    Brigitte
    PS
    Der Besuch hat sich verspätet, darum konnte ich kurz schreiben

  8. Kirstin says:

    Liebe Brigitte,

    und so will ich es auch so gern halten. Das Beobachten mein ich. Aber wie schwer ist das tatsächlich. Eigentlich hat man den ganzen Tag zu tun, bei sich selbst aufzuräumen. Wie leicht läßt man sich hinreißen, sich doch noch wieder vom eigenen Ego unterbuttern zu lassen. Dabei seh ich auch – lach – manchmal leider erst hinterher – daß es immer eine andere Möglichkeit gegeben hätte.

    Und das mit der Traurigkeit hatte ich ja heute schon geschrieben. Hab selbst gesehen, daß ich wieder eingerutscht bin, zuviel vom außen abhängig zu machen. Aber es könnte natürlich auch die Leere sein, die vielleicht noch so ungewohnt ist, daß sie Angst macht.

    Liebe Grüße von Kirstin

  9. Angelika says:

    Weißt du liebe Heike, wenn ich jedes Wort das ich benütze untersuche, dann bin ich im Kopf und vergesse mein Herz. Da mache ich mir wirklich keinen Kopfknäuel daraus. Die Macht im Herzen und die Liebe ist wohl stärker als jedes “verkehrte” Wort.
    Warum benutzt du das Wort konstruktive “Kritik” und “Anstupsen”?
    Jeder auf diesem Planeten macht eine ganz eigenen Entwicklung durch, so wie jeder ein ganz eigenes Leben erfahren hat. Haben wir es nötig noch Kritik an dem anderen zu üben, egal ob sie konstruktiv oder destruktiv ist? Kann man den anderen nicht einfach als ein Ganzes ansehen der etwas für sich erfahren hat und das mal so stehen lassen? Morgen wird er wieder etwas Neues erfahren und übermorgen wieder. Ich selber ja auch, nicht wahr?
    Ich finde einen Gedankenaustausch immer gut und wichtig, dabei den anderen dort sein zu lassen wo er im Moment steht und wo man sich austauschen kann ohne Anzustupsen oder konstr. Kritik zu üben. Wenn ich glaube ich muss jemanden anstupsen dann glaube ich doch dass ich wieder mal was besser erkannt habe. Aber ist meines auch das des anderen?
    Suche in dir selber und lass den anderen Seines erkennen in liebevollem Umgang und gegenseitiger Achtung, meine Wahrnehmung.
    Alles Liebe

    • Um das ganze jetzt abzuschließen, ich sehe das so, mit “anstupsen” meine ich, eine neue oder andere Sichtweise reinzubringen, über die man nachdenken kann oder eben nicht, Eben weil jeder andere Erfahrungen macht, ist das bereichernd, wenn man sich dafür öffnen möchte. Es geht mir überhaupt nicht um besser oder schlechter, weil das wäre ja wieder eine Bewertung, jeder hat seinen Weg, jeder lernt auf seine Weise, da stimme ich dir zu. Und eins kanst du mir glauben, ich weiß, wie wichtig es ist, bei mir zu bleiben, das habe ich die letzten Wochen gemerkt, denn sonst wäre ich nicht da, wo ich heute bin und darüber bin ich sehr, sehr froh, denn mein Herz spricht mittlerweile sehr intensiv mit mir 🙂
      Dir auch alles Liebe und ich geh jetzt wieder zu mir und in mich…

  10. Ralph says:

    Hallo miteinander,

    ich habe Eure Beiträge über den Tag verfolgt und immer wieder in mich hineingespürt. Viele Dinge wurden in mir angerührt, viele Facetten und Details habe ich auf die eine oder andere Weise in mir wiedererkannt, und gelegentlich konnte ich nur knapp der Versuchung widerstehen, auch etwas zu schreiben. 🙂

    Ich danke Euch für diese Erfahrung – ich danke Euch für‘s Spiegeln.

    Ihr und ich – wir sind eins mit allem was ist,
    Ralph

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