Lieben und dem Leben dienen

Der Begriff “dienen” hat in den letzten Jahren für mich eine neue Färbung bekommen.

Während er früher mit Gedanken an Pflichten, Leistung und potentiellem Versagen verknüpft war, sind heute für mich Assoziationen von Hingabe, Erfüllung und Liebe damit verbunden.
Denn letztlich diene ich dem EINEN, DER hinter allem steht,
der EINEN, DIE in allem lebt…
IHNEN diene ich letztlich gern, wie wir sie auch nenen mögen:

Gott – Leben – Liebe

Und dieser Dienst ist in meiner Vorstellung dem EINEN unendlich gütigen Wesen gewidmet, DAS sich hinter allem verbirgt, und immer ermutigend, annehmend und annerkennend mit mir spricht. Da ist ein Fehler, ein Unvermögen, eine Schusseligkeit niemals schlimm, und ein Moment der Schwäche ist immer ein Impuls zum Ausruhen und Pause machen.
Freude und Lust an dem, was ich tue, will ER für mich initiieren, mein freundlicher “Boss”.
Von Angst vor einem vermeintlichen Versagen, will SIE mich entlasten, meine gütige “Chefin”.
Letztlich sind SIE mehr für mich da, indem SIE mich liebevoll führen, als ich für SIE in meinem Lebens-Dienst. Denn SIE brauchen in Wahrheit nichts von mir, während ich von IHNEN das brauche, was mich erfüllt und froh macht: bedingungslose Liebe, die nicht durch Leistung erworben werden muss, sondern die Grundlage dafür bildet, dass ich gern etwas tue.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen erfüllten, beschwingten Tag voll Lust an dem, was wir tun und Nachsicht mit allen scheinbaren Unzulänglichkeiten.

Mögen wir uns selbst ein Liebevoller Boss und eine gütige Chefin sein!

Eine Geschichte zu diesem Thema gibt es noch in meinem Gechichtenstübchen auf
meiner Webseite www.marina-kaiser.de 
:
JEMAND FINDET ERFÜLLUNG
Wenn du Lust hast, kannst du dort auch Engelkarten ziehen , Grußkarten versenden, und findest meine aktuellen Angebote, Botschaften von Engeln, Christus, Maria, Geschichten, Gedichte, Meditationen und mehr.

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About Marina Kaiser

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18 Responses to Lieben und dem Leben dienen

  1. Ralph says:

    Ich frag mich grad: Schreib ich oder schreib ich nicht. Weil: Ich hab‘s schon so oft geschrieben …

    „Letztlich sind SIE mehr für mich da, indem SIE mich liebevoll führen, als ich für SIE in meinem Lebens-Dienst. Denn SIE brauchen in Wahrheit nichts von mir, während ich von IHNEN das brauche, was mich erfüllt und froh macht: bedingungslose Liebe, die nicht durch Leistung erworben werden muss, sondern die Grundlage dafür bildet, dass ich gern etwas tue.“

    Ich kenne diese Trennung – „Ich“ hier, „Er“ oder „Sie“ da – so gut. Und dann kommt der Gedanke „Ich brauche …“

    Aber wenn ich mich in mein Herz begebe, in hingebungsvoller Achtsamkeit einfach bin … dann brauche ich nichts mehr. Dann bin ich die bedingungslose Liebe. Dann erfahre ich dieses getrennte bedürftige „Ich“, das etwas braucht, als eine Illusion.

    Und nein: Das war für mich keine einmalige Angelegenheit, und jetzt stehe ich da drüber … es kommt wieder und wieder … und die Herausforderung, da bewusst zu bleiben, wird von Mal zu Mal anspruchsvoller. Demut ist da die einzige Medizin, die wirklich hilft.

    Ich sage einem Menschen etwas Liebes, und nicht nur, dass dieser Mensch nicht darauf reagiert, nein, er wendet sich auch noch weiter von mir ab. So ging es mir vor zwei Tagen … aber schon in dieser Aussage stecken Wertungen … also erzähle ich mir eine Geschichte.

    Die Sucht ist groß … die Sucht nach Gedanken, die mir das eigene unzulänglich vorkommende Selbstbild bestätigen. Und so gab es auch bei mir (wieder) die Tendenz, mich an diese Gedanken der eigenen Wertlosigkeit zu klammern. Und es passiert aus heiterem Himmel ganz plötzlich immer wieder. Irgend ein Gedanke, wie “was hab ich jetzt wieder falsch gemacht” oder “mich versteht so wie so niemand” oder …

    Diese Gedanken dann einfach ziehen zu lassen … puhh … gelingt auch mir nicht immer auf Anhieb … und sie kommen immer wieder, im unpassendsten Moment … naja, hab ich mir wohl so herausgesucht …

    • Lieber Ralph,
      hab vielen Dank, dass du uns dein persönliches Erlebnis von vorgestern erzählst und auch deine Gedanken, die aus dem sich getrennt fühlenden kleinen Ich (so nenne ich es gern), mit uns teilst. Das mir sehr wertvoll und macht mir ein ganz warmes Gefühl von Verbundenheit.
      Ich hatte vor einer Woche gerade auch eine ähnliche Erfahrung mit einem sehr nahen Menschen aus meiner Familie, verbunden mit den Schmerz auslösenden Gedanken, die du gerade geschildert hast. Ich nehme es wie Wellen wahr, der Schmerz der Distanz und Ablehnung – und das Wissen, dass wir alle eins sind und dass jeder seinen Impulsen folgt (womit ich dann wieder in Frieden und meine Mitte gelange) wechselt sich ab. Mal ist das eine mehr “da” , mal das andere.
      Ich bin dankbar, dass es für mich Gedanken-Türen gibt, die mich immer wieder in Verbindung bringen mit meinem Herzen und dem großen Weltenherz, in dem wir alle eins sind (im Gegensatz zur scheinbaren Wirjklichkeit hier – die nichts desto trotz manchmal einfach sch…limm weh tut).
      Ich würde dich jetzt gern einfach mal umarmen. Darf ich?
      In liebevoller Verbundenheit grüßt dich
      MarIna

      • Ralph says:

        Hallo Marina,

        klar darfst Du mich umarmen.

        Wobei das mit dem Umarmen ja auch so ein Ding ist:

        Ich habe einen Menschen kennengelernt, der hat mir im Chat Umarmungen noch und nöcher geschickt. Als es dann darum ging sich zu treffen, hat der gleiche Mensch Ausflüchte über Ausflüchte gefunden, um ein persönliches Treffen zu vermeiden.

        Ich habe einen Menschen kennengelernt, mit dem Umarmungen nicht nur im Chat, sondern auch unmittelbar möglich waren … bis zu dem Augenblick, als ich davon erzählte, dass mir diese Umarmungen etwas bedeuten, dass sie für mich nicht nur belanglose Gesten sind.

        Naja, so viel mal zum Thema Umarmungen. Und jetzt fühle Dich einfach von mir umarmt … und ich fühle mich von Dir umarmt.

        Diese Wellen, von denen Du schreibst, kenne ich auch nur zu gut … seit über 20 Monaten kommen und gehen sie. Sowohl meine Umwelt wie auch ich selbst lernen so langsam, damit zu leben.

        Für die, die es interessiert, hier ein paar Details zu den Hintergründen. Ich schrieb einem mir lieben Menschen im Chat:
        ————–
        [2012-04-27]
        Welche Gefühle löst das Betrachten dieses Bildes in Dir aus:

        Ich wünsche Dir ein schönes WE:

        [2012-04-29]
        Ben Stewart – Kymatika deutsch

        Hab’s grad komplett gehört – fand es super spannend.
        Unter anderem ist diese Aussage bei mir hängen geblieben:
        “Jede Handlung der Gehässigkeit oder Zerstörung auf der Erde beginnt mit Selbsthass und Selbstzerstörung. Und das alles beginnt mit dem Abbruch der Kommunikation.”
        [2012-04-30]
        Es gibt Tage, da bin ich deprimiert und mir ist alles gleich … an anderen wiederum laufe ich über vor Liebe – so wie jetzt.
        Ich fühle grad so viel Zärtlichkeit für Dich in mir … lass es mich einfach mal wieder sagen: Ich habe Dich lieb! (h)
        Wie geht es Dir heute?
        Darf ich Dich berühren? Ganz sanft? Deine Hände in meine Hände nehmen? Dir in die Augen sehen? Dürfen meine Daumen über Deine Handrücken streicheln?
        Sonst nichts … wir stehen einfach so da … schauen uns in die Augen … und jeder Moment wird zur Ewigkeit … unsere Herzen werden weit, unendlich weit … und jeder schaut in das Herz des anderen, bis auf den Grund …“
        [2012-05-01]
        /* Der mir liebe Mensch hat ein neues Chat-Bild hochgeladen */
        Du bist so wunderschön. Vielen Dank für das neue Bild.
        Lass mich der Wind sein, der durch Dein Haar streicht …
        Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.
        [2012-05-02]
        /* Ein Avatar ersetzt das Chat-Bild des mir lieben Menschen, statt der Details erscheint „This person has not shared their details with you */
        “Und ich wollte dir noch sagen (obwohl ich weiß, dass du es eigentlich weißt), dass egal ob du von mir hörst oder nicht und wo auch immer ich stecke, ich dich liebe. Darauf kannst du immer vertrauen.” (Zitat des mir lieben Menschen vom August 2010)
        -> Das tue ich.
        Der Schmerz ist unbeschreiblich … aber das Vertrauen bleibt ungebrochen.
        [2012-05-03]
        Du bist immer in meinem Herz – ob mit oder ohne “shared details”
        (h) ;(
        Nach außen hin funktioniere ich … innerlich weine ich …
        ————–

        Ich hab dann übrigens am Mittwochabend das Training weggelassen und bin statt dessen für eine Stunde in die Natur gegangen …

        • Lieber Ralph,
          meine Umarmung kommt von Herzen, so gern würde ich dich gerade jetzt real in meine Arme nehmen, denn ich kann mir deinen Schmerz mitempfinden. Ein ganz weiches Taschentuch für deine Tränen, Schultern zum Anlehnen und immer wieder, immer öfter und immer länger die Wellen des tiefen Friedens wünsche ich dir!!!
          Eine Frage: Könnte es sein, dass die Info `ohne “shared details”` irgendeine technische Fehlschaltung / Panne waren?
          In liebevoller Verbundenheit grüßt dich
          Marina

          • Ralph says:

            Du fragst: “Könnte es sein, dass die Info `ohne “shared details”` irgendeine technische Fehlschaltung / Panne waren?”
            Klar könnte das sein. Deswegen schrieb ich ja eingangs auch “… aber schon in dieser Aussage stecken Wertungen … also erzähle ich mir eine Geschichte.” Der andere oder die Situation sind immer nur Auslöser … die Ursache liegt in mir selbst – die Ursache meiner Gefühle liegt in meinem Denken, es sind meine Geschichten – und meine Identifikation mit ihnen …

            Daher bin ich auch so unendlich dankbar dafür, diesen Schmerz fühlen zu dürfen – er führt mich zu meinen noch ungeprüften Gedanken, zu meinen noch nicht aufgelösten Mustern.

            Da ist kein Verdrängen mehr, nur noch Hingabe. Wie meine Osteopathin mal sagte: Jeder Schmerz, dem ich mich vollständig hingebe, kommt nie wieder.”
            Und meine Erfahrung lehrt mich: Wenn ich es nicht freiwillig tue, werde ich auf die eine oder andere Art und Weise in die Hingabe gezwungen. Der Weg des Kreuzes … ich liebe ihn.

            • Lieber Ralph,
              anfangs schriebst du “Ich frag mich grad: Schreib ich oder schreib ich nicht?”
              Ich will dir einfach danke sagen, dass du deine Gedanken mit uns teilst!
              Mit einem herzlichen Namasté grüßt dich Marina

  2. Angie says:

    Liebe Marina, 😀
    Klare Göttliche Weisheit fließt aus diesen wunderschönen Zeilen “Danke”
    Herzliebevolle Grüsse und viel Freude beim Göttlichen Dienen wünscht dir Angie……
    die habe ich auch…….. 😉 😉 😀

    • Vielen Dank, liebe Angie!
      Ach, es ist so schön, dass ich trotz eines aktuellen Schmerzes, der nun schon etliche Tage da ist, auch Freude am “Lebensdienst” fühlen kann. 🙂 😉 – und Dankbarkeit für all das Schöne, das es täglich immer wieder neu gibt.
      Auch die Verbundenheit hier im Blog gehört für mich zu diesen Dingen, die Dankbarkeit und Freude auslösen.
      Sei herzlich umarmt und hab viel Freude beim “göttlichen Dienen” 😉
      Alles Liebe! MarIna

  3. Angie says:

    Lieber Ralph ja diese Thema mit urteilen und verurteilen…..bewegt doch viele Lichtarbeiter!
    wobei ich meine das es ein Unterschied macht……habe dieses dazu, dem ich mich anschließen
    kann……
    Danke, dass du den richtigen Sender eingestellt hast. 😉
    Gott: Ja
    Ich: Oh, ich freue mich Dich zu empfangen
    Gott: Danke, dass du den richtigen Kanal eingestellt hast.
    Ich: Was hast Du mit dem JA gemeint.
    Gott: Es war die Antwort auf deine Frage.
    Gott: Nein, nicht das. Deine Frage war doch, ob du dich abwenden wolltest. Du wolltest etwas tun, das ist nicht das Gleiche wie: Du solltest etwas tun. Es hat mit der Kraft in der Ausführung zu tun. Wenn du etwas tun willst, dann bringst du eine Lebendigkeit in dein Tun. Eine starke Schöpfungsenergie:
    Ich: Und sonst nicht?
    Gott: Nein, wenn du etwas tun sollst, dann tust du es doch fast immer nur mit halber Kraft. Und dabei kommt selten etwas Positives hervor. Erinnere dich an früher, wenn du etwas tun solltest, hast du eher das Gegenteil gemacht, warst ein ziemlicher Trotzkopf.
    Ich: Hey, das muss ja nicht jeder gleich aufs Butterbrot geschmiert bekommen.
    Gott: Du bist absolut ok, so wie du bist, schmier dir das auf dein Butterbrot.
    Ich: Was hat das alles damit zu tun’?
    Gott: Du hast dir ein Urteil gebildet und beschlossen, diesem Possenspiel, wie du es nennst, keine Energie mehr zu verschwenden
    Ich: Ist es falsch, wenn ich urteile?
    Gott: Nein, absolut nicht, warum fragst du?
    Ich: Du weisst doch, dass viele mit der Einstellung in den Tag gehen, nicht zu urteilen, nicht zu verurteilen, nicht zu werten….
    Gott: …… und jeden Müll so anzunehmen wie er ist?
    Ich: Ja.
    Gott: Und was ist dein Urteil darüber?
    Ich: Jetzt hast Du mich in der Zwickmühle. Ich kann ja nicht mehr ja oder nein sagen, ohne zu urteilen.
    Gott: Genau, warum soll dann urteilen schlecht sein.
    Ich: Für mich war es nie ein schlechtes Gefühl, wenn ich geurteilt habe. Anders aber fühlt es sich für mich an, wenn ich jemanden verurteile. Plötzlich spüre ich ein „Halt ein“ in mir.
    Gott: Ein Urteil fällen über eine Situation oder Sache ist doch etwas ganz anderes als einen Menschen zu verurteilen. In der Situation für dich richtig zu urteilen, kann sehr wohl lebenserhaltend sein.
    Abgesehen davon ist dein Urteil sowieso subjektiv, denn du gehst ja immer von einem, meistens deinem Standpunkt aus. Aber es gibt so viele Standpunkte wie Sterne am Himmel.
    Ich: Was sag ich zu den Menschen, die weder urteilen, noch werten und schon gar nicht verurteilen?
    Gott: Nichts.
    Ich: Wie, nichts?
    Gott: Du sagst nichts, wenn du nichts zu sagen hast.
    Ich: Und wenn ich glaube etwas sagen zu wollen. Dann sage ich es?
    Gott: Urteile vorher darüber, ob es für die Beteiligten Sinn macht oder nicht.
    Ich: Ich glaube mir geht ein Licht auf.
    Gott: (lacht) Na, also geblendet von dem Licht bin ich noch nicht.
    Ich: Ich habe einen freien Willen, zumindest teilweise, wenn ich auf einen kürzlich geführten Dialog mit Dir zurückkommen darf.
    Gott: Du darfst.
    Ich: Danke. Und damit ich von meinem freien Willen auch Gebrauch machen kann, muss ich Entscheidungen treffen können.
    Gott: Ok, gut!
    Ich: Und folglich muss ich urteilen, denn sonst kann ich nicht entscheiden, was zu entscheiden ist.
    Gott: Das Licht ist doch heller, als ich zuerst glaubte. Ja mein Freund, so ist es. Entscheiden enthält das Wort „Scheiden“. Also Trennen. Du trennst in ja oder nein, gut oder schlecht. Bevor du die Strasse überquerst wäre es deiner Gesundheit förderlich, wenn du dich für einen geeigneten Moment entscheidest. Also du triffst ein Urteil über den aktuellen Strassenverkehr.

    Ich: Dann sind wir uns also einig, dass urteilen immer ok ist.
    Gott: Na na, jetzt werd nicht gleich übermütig. Von immer habe ich nichts gesagt.
    Ich: Wann denn nicht?
    Gott: Darf ich die Frage an Dich zurückreichen?
    Ich: Ich wüsste grad nichts, wo urteilen nicht angebracht ist.
    Gott: Na komm, so schwierig kann das nicht sein. Wie oft stehst du vor Situationen, in denen es opportun erscheint, nicht zu urteilen, sondern sich einfach einmal auf diese Situation einzulassen und schauen was geschieht.
    Ich: Das geht dann in die Richtung von Vorurteil?
    Gott: Genau.
    Ich: Ich soll urteilen ob ich vorurteile? Jetzt wird’s kompliziert.
    Gott: Nicht kompliziert aber differenziert. Und deshalb ist ein sensitives Urteilungsvermögen so wichtig.
    Du musst doch Tag ein Tag aus über Dutzende von Situationen urteilen und dann entscheiden. Das ist in der Dualität, in welcher ihr lebt, so vorgesehen, und zwar genau deswegen um unterscheiden – also urteilen – zu lernen und die Konsequenzen daraus zu erfahren. Du musst darüber urteilen, ob du jetzt essen gehen willst oder nicht. Das ist wohl kein Problem für dich, dein Urteil ist meistens Ja. Dann musst du darüber befinden, ob du fleischlos essen willst. Das ist schon ein bisschen schwieriger für dich, und dein Urteil ist meistens Nein. So geht das den ganzen lieben langen Tag.
    Ich: Soll ich kein Fleisch mehr essen?
    Gott: Bilde dir darüber selber ein Urteil und handle danach. Egal wie du entscheidest, du trägst immer die Konsequenzen deines Tun. Wir sind uns doch jetzt einig, dass urteilen eben nicht immer urteilen ist. Es erfordert dein gesundes Urteilungsvermögen, angemessen zu urteilen.
    Ich: Ich spüre die Verantwortung in mir wachsen, je länger wir über das Urteilen sprechen.
    Gott: Genau, die Verantwortung, also die Antwort die du auf dein Urteil hast, ist einer der Eckpfeiler, an welchem dein Urteil standhält oder eben nicht.
    Ich: Was sind denn noch andere Eckpfeiler.
    Gott: Es ist vor allem deine geistige Ausrichtung, welche dein Urteil auf die eine oder andere Seite gewichtet. Dann auch deine Herzens-Intelligenz, dein Sozial-Kompetenz. Du hast eine ganze Reihe von „Geschworenen“ in deinem Gerichtssaal.
    Ich: Weisst Du, erst jetzt fällt mir auf, wie unbewusst und automatisiert wir entscheiden und urteilen. Und das ohne Unterbruch. Es tut gut, sich da mal etwas zurück zu nehmen und darüber nachzudenken.
    Gott: (lächelt) Du weisst ja, nachdenken schadet selten. Sei dir gewiss, dass die von dir erwähnte Ausrichtung auf die Ablehnung von Urteil und Wertung, eine Ablehnung der Realität ist. Wenn ich etwas nicht sehen will, dann mache ich mir kein Bild davon. Dann muss ich auch nicht darüber befinden, was dieses Bild in mir bewirkt. Du kannst dir dadurch dein Leben sehr einfach gestalten, aber das wäre kindlich. Wenn du einfach alles annimmst und akzeptierst was ist und wie es kommt, dann wärst du vielleicht ein „Weiser“ in einem Ashram, aber das kannst du nur sein, wenn du vorher alles so eingerichtet hast, dass du nichts mehr entscheiden musst und die unwichtigen Tagesentscheidungen deinen Jüngern überlassen kannst.
    Ich: So wie ich Dich verstehe, ist richtiges Urteilen ein Frage von Reife und Wachheit.
    Gott: Absolut ja, vorausgesetzt du verstehst, dass es kein Richtig oder Falsch gibt.
    Ich: Ja, das ist mir klar. Was kannst Du zu Vorurteilen sagen?
    Gott: Nun, wie das Wort es ausdrückt, urteilst du bevor du die Fakten kennst. Das kann ab und zu hilfreich sein, ist es aber in den meisten Fällen nicht. Ein Vorurteil entsteht ja aus deiner Erfahrung über eine Situation. Auch Vorurteile können dein Leben retten. Grundsätzlich ist gegen ein Vorurteil nicht viel einzuwenden, solange du offen und ehrlich bereit bist, jedem Vorurteil eine neue Beurteilung deinerseits zu gewähren. Vorurteile wenden sich meistens gegen dich selber, wenn du nicht bereit bist, über dein Vorurteil zu urteilen. Nimm jede Gelegenheit wahr, deine Urteile und Vorurteile neu zu überdenken. Denke nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen und hör auf dein höheres Selbst. Vorurteile entstehen schnell, wenn du nicht vertraust. Je mehr Vertrauen du in dich selber, ins Leben ganz allgemein hast, desto weniger Vorurteile werden dich begleiten.
    Ich: Danke für Deine Begleitung durch mein Leben.
    Gott: Hey du, es ist ja auch mein Leben, denn du bereicherst es, so wie ich deines.
    Ich: Du bringst mich so schnell zu schweben, ich weiss gar nicht, wie ich Dir danken kann.
    Gott: Das tust du am besten, wenn du Andere nicht Verurteilst. Denn wenn du verurteilst, dann verurteilst du auch mich und vor allem dich selber. Sei dir immer bewusst, dass dir an einem Anderen immer nur das nicht gefällt, was in dir selber nicht ausgeglichen ist. Sonst würde es dir gar nicht auffallen. Verurteilen und urteilen sind zwei komplett verschiedene Dinge. Das Eine, das urteilen, kann zum Andern, zum Verurteilen, führen. Es muss aber nicht.
    Ich: Muss ich denn….
    Gott: Nein, nein. Du musst gar nicht für gut befinden, was ein Anderer tut. Du musst nichts akzeptieren oder annehmen, wenn du nicht willst oder nicht kannst. Aber den Menschen selber verurteile nicht. Er ist DU genau so wie du ER bist. Und ihr beide seid ICH genau so wie ich euch beide bin. Ich rede nicht im Sinne der von den Menschen gemachten Gesetze. Und selbst da wird jemand ja für eine Tat die er begangen oder allenfalls unterlassen hat, verurteilt. Also für sein Tun und nicht für sein Sein. Mal von extrem seltenen Ausnahmen abgesehen, wo eine Tat nur vorgeschoben wurde.
    Ich: Das ist mir auch klar. Ich verurteile das was ich an mir selber nicht mag, und der Andere spiegelt mir das. Das ist wie wenn ich den Spiegel zerschlage, weil mir nicht gefällt, was er mir zeigt.
    Gott: Genau, und du kannst sicher sein, dass dir Scherben in diesem Falle gar kein Glück bringen werden. Höchstens die Einsicht, dass du im doppelten Sinne des Wortes einen Scherbenhaufen vor dir hast. Einen buchstäblich vor deinen Füssen und einen anderen in dir drin.
    Ich: Also kurz gesagt ist werten, urteilen nicht a priori schlecht, verurteilen jedoch schon. Abwerten sagt ja schon selber aus, was es bedeutet.
    Gott: Verurteilen kann ja auch als aburteilen verstanden werden, dann ist es klar. Das Wort „verurteilen“ setzt sich doch zusammen aus der Vorsilbe „ver“ dann „ur“ und schlussendlich „teilen“. Das „ur“ steht für mich, das Ursächliche, die Ursache von Allem. Das „teilen“ steht für „trennen“. Und das „ver“ ist die negative Tätigkeit. Also wenn Du verurteilst, trennst du den Anderen von mir und somit auch von dir.
    Ich: Wow, so habe ich die Sprache noch nie verstanden. Da steckt ja viel Sinn im Aufbau.
    Gott: Dreimal darfst du raten, wer die Entwicklung der Sprache in die Wege geleitet hat.
    Ich: Über die Sprache hätte ich so viele Fragen.
    Gott: Dann lass uns ein anderes mal darüber reden, wir haben ja eine gemeinsame Sprache um miteinander zu sprechen. Oh ja, das allerwichtigste hätte ich fast vergessen.
    Ich: Ich bin ganz Ohr.
    Gott: Da gibt es etwas was du nie und nimmer verurteilen darfst. Nie und unter keinen Umständen, weil du keinen Schimmer davon hast, warum es so ist, wie es ist. Dieses zu verurteilen ist eines der ganz grossen Übel der Menschheit.
    Ich: Was ist denn so heilig und übermässig wichtig, dass ich es niemals verurteilen darf?
    Gott: Es ist das Heiligste was ich kenne, mein Freund.

    Ich: Und was ist so einzigartig, dass es für Gott das Heiligste ist?

    Gott: DU! Du bist es!

    .

    (by Bertrand Cézoé, http://www.cezoe.com)

    .

  4. Olaf says:

    Liebe Marina,
    wenn ich darf umarme ich dich jetzt einfach mal ganz fest. Ich kenne diese Form von Schmerz auch gut, vor allem den Schmerz von Trennung und der tiefen Sehnsucht nach Verbundenheit. Hab ganz innig vielen Dank für all den Mut mit dem du das Menschsein hier mit uns teilst, für all die Liebe, Weisheit und Verbundenheit die daraus wächst.
    Ganz herzliche Grüße,
    Olaf 😀 😀 😀

    • Lieber Olaf,
      deine Worte sind so warmherzig und wohltuend, ich danke dir von Herzen!
      Ja und gern lasse ich mich von dir umarmen und drück dich und den lieben kleinen Ravi Racker auch ganz fest an mein Herz!
      Habt einen WUNDERschönen Tag, Ihr zwei! 🙂 😀

  5. Ralph says:

    Hallo Marina,

    Du schreibst: „Ich will dir einfach danke sagen, dass du deine Gedanken mit uns teilst!“

    Vielleicht ist es interessant zu hören, dass es auch andere Stimmen in meinem Umfeld gab. Da hörte ich zum Beispiel:

    „…. Du machst Dich so was von zum Obst“

    „es stinkt zum Himmel, wenn ich die Antworten von Marina lese, die nicht den blassesten Schimmer bzw. Hintergründe kennt…“

    „Du trauerst um eine Freundin und hast Frau und Kinder denen Du diese Liebe nicht angedeihen lässt.“

    „Nein, ich weine einfach nur, weil du anderen so liebevolle Zeilen schreibst, während du bei mir nur Jiddu zitierst.“

    „Danke für deine angebliche Liebe, danke, für deine Gemeinheit die du gibst.“

    Naja, schon spannend, was ich mir da alles in ‚mein Leben‘ geholt habe.

    Wie auch immer … ob Du Dich nun von mir abwendest oder nicht – ob Du mich so oder anders siehst – ob Du mit mir kommunizierst oder nicht … was auch immer Du tust oder lässt. Du bist die Liebe – und ich bin die Liebe. In dieser Liebe sind wir eins. Ich bin da – was auch immer ist.
    … schau in Dein Herz … vergiss alle Worte … meine wie Deine … was bleibt dann?
    Es bleibt nur Liebe und Dankbarkeit …

    In dieser Liebe und Dankbarkeit, in Frieden und Demut,
    Ralph

    • Lieber Ralph,
      wow – da sind ja ne Menge Emotionen !
      Manches verstehe ich auch gar nicht so recht. Warum sollte ich mich von dir abwenden?!
      Manchmal ist es so, dass mir die Zeit und Kapazität für längere Dialoge fehlen, ab und zu auch mal die Lust, aber das hat nichts mit dir oder irgendjemand persönlich zu tun und stellt auch niemals eine Ablehnung oder Abwendung von der Person dar.
      Was da “zum Himmel stinkt” kann ich nicht nachvollziehen. Und ich meine, diese Worte sagen eher etwas über denjenigen aus, der dies äußert – wie ja eigentlich alle Dinge, die wir von uns geben, am meisten über uns selbst und über unsere Sichtweise der Dinge des Lebens aussagen.
      Wenn dein Herz weint, weil sich jemand (wer auch immer) von dir abwendet, so löst das in mir Mitgefühl aus, deshalb biete ich dir gern immer wieder eine Umarmung an! Die ganze Situation kenne ich natürlich nicht, und auch wenn ich das täte, würde ich einfach nur versuchen, jede/n Beteiligte/n in seinen Gefühlen zu verstehen und anzunehmen. Denn Gefühle sind Gefühle… und unterliegen ja auch nicht dem eigenen Willen.
      Manchmal ist es auch schwer mit dem Annehmen, vor allem dann, wenn ein eigener Schmerz dabei ist. Das habe ich des öfteren vor allem in meinem persönlichen Umfeld auch so erlebt, aber es ist dennoch mein Wunsch, immer wieder in die Haltung von Annahme zu gelangen. Wenn ich´s manchmal nicht kann, bitte ich die liebevollste Ebene in mir und um mich herum (ich sage “Gott” dazu) um Hilfe. Meist gelingt es dann nach einem Weilchen leichter – manchmal aber auch nur kurzfristig, wenn der damit verbundene Seelenschmerz zu heftig ist.
      Zur Zeit befinde ich mich gerade in einer solchen Situation. Die Wellen gehen hin und her:
      Schmerz – Fühlen – im Auge des Orkans ankommen – beobachten – aus der kosmischen Weite – still werden – Herz fühlen – Annahme – innerer Frieden – wieder mal Schmerz – Wut – Erschöpfung – Annahme – Die Einheit fühlen – Herz… und wieder neu… so ähnlich stellt es sich gerade in mir dar. Und alles ist okay, ich bin Mensch, und ich bin ein Teil von Gott, ich lebe und ich danke dafür. Mal bin ich voller gefühlter gefühle und mal bin ich in der Beobachterperspektive und im Frieden. Und in manchen Momenten ist das alles gleichzeitig da.
      Ich danke dir, dass du mir durch deine Worte den Impuls gabst, dies alles hier auszudrücken – egal was irgendwer darüber meint…
      Herzlich grüßt dich Marina

  6. Ralph says:

    Hallo Marina,

    vielen Dank für Deine Antwort. Vieles stellt sich bei mir ähnlich dar. Vielleicht würde ich andere Worte und andere Formulierungen wählen, aber Worte sind nicht mehr als Wegweiser, und da wir hin in der physischen Welt (um nicht zu schreiben in der physischen Illusion) nun mal verschiedene Standpunkte (schon mal rein physisch gesehen) einnehmen, ist es eigentlich nur logisch, dass wir auch verschiedene Worte nutzen.

    Insbesondere Deine Aussage, dass letztlich alle Dinge mehr über den Schreiber als über das Beschriebene aussagen, deckt sich voll mit meinen Erfahrungen. Nun stell Dir mal vor: Mir wurde tatsächlich erst kürzlich gesagt: “Du bist für mich kein Spiegel.”

    Zum Thema Abwendung: Die Zeilen “Wie auch immer … ob Du Dich nun von mir abwendest oder nicht …” bezogen sich nicht auf Dich – damit ist jedes “Du” gemeint. Dieses Thema scheint für mich (als Ralph) grad dran zu sein, und meine diesbezügliche Formulierung war als allgemeine Erkenntnis gedacht.

    Ich durfte dieses Thema ja schon in mehreren Variationen erleben: Einerseits in der Form „Wenn Du nicht UVW, dann gehe ich.“, andererseits auch in der Form „Wenn Du XYZ, dann gibst Du mir die Möglichkeit, wiederzukommen.“ Ist grad drei Tage her, als mir mal wieder jemand schrieb: „Wen Du ABC, dann lösche ich Dich“ … was auch immer mit „löschen“ wohl gemeint sein mag. Meine Antwort war: „Vom mir aus lösche mich … wie Du magst … Ich freue mich schon auf diese Erfahrung.“

    Weißt Du, zwischenzeitlich heiße ich wirklich alles willkommen – egal was. Das schließt auch die unangenehmsten Gefühle mit ein. All das ist für mich ein Spiel kosmischen Maßstabs, um mich selbst zu erkennen.

    Insofern finde ich es auch immer wieder reizend, welche Reaktionen ich (besser sollte Ralph hier wohl Ralph schreiben, aber das ist ihm zu umständlich) durch ‚meine Polyamorie‘ auslöse … wobei Polyamorie ja lediglich heißt, dass ich mehrere Menschen liebe und mit diesen Menschen je nach Möglichkeit auch in einer liebevollen, zärtlichen, intimen Beziehung stehe oder dies anstrebe (aber nicht, dass ich mit all diesen Menschen Sex habe, wobei das natürlich auch nicht ausgeschlossen ist – aber darum geht es hier einfach nicht).

    Ein interessanter Begriff in diesem Zusammenhang ist die Mitfreude – als Gegenstück zur Eifersucht. Da mir diese so am Herzen liegt, zitiere ich hier mal aus der Wikipedia:
    „Die Fähigkeit zu Mitfreude ist eine wesentliche Eigenschaft für friedliches soziales Zusammenleben, und eine Voraussetzung für Mehrfach-Beziehungen. Wo keine Mitfreude ist, sondern Missgunst und Konkurrenz, da entsteht Eifersucht. In der Subkultur der Polyamorie gibt es für die Mitfreude als Freude am Glück eines geliebten Menschen, der von einer anderen Person geliebt wird (also für „das Gegenteil von Eifersucht“), die Benennung Compersion“.
    „Mitfreude (Compersion oder „Resonanzfreude“) bezeichnet eine Manifestation von Liebe, wenn jemand im Geliebtwerden eines geliebten Menschen durch eine andere Person Glück und Erweiterung findet und sich daran freut, und stellt somit den Gegenpol zur Eifersucht dar. Sie ist eine Form von Empathie, das heißt, Freude daran, dass der nahestehende Mensch etwas Schönes in seinem Leben erfährt. Das Gefühl von Mitfreude erstmalig zu erleben, wird manchmal als ungewohnt oder fremdartig beschrieben, denn es läuft dem Gefühl von Eifersucht, das die meisten Menschen in solchen Situationen als normal erwarten, zuwider.“

    Diese Wellen, von denen Du schreibst: „Schmerz – Fühlen – im Auge des Orkans ankommen – beobachten – aus der kosmischen Weite – still werden – Herz fühlen – Annahme – innerer Frieden – wieder mal Schmerz – Wut – Erschöpfung – Annahme – Die Einheit fühlen – Herz… und wieder neu…“ sind mir auch recht gut bekannt – ich habe für mich dafür den Begriff Pendel gefunden. Anfangs stand ich diesem Pendel recht hilflos gegenüber: Es hat eine gewisse Zeit gebraucht, dieses Pendel als solches zu erkennen. Dieses Erkennen ist für die Hingabe zwar nicht unbedingt notwendig, aber es erleichtert sie. Und wer dann nur die Schokoladen-Seiten von mir haben möchte, wer meint „das ist der richtige Ralph, und mit dem anderen Ralph da möchte ich nichts zu tun haben“, oder „da hat sich der Ralph mal gezeigt, und da hat er sich versteckt“ (was letztlich auch nur eine andere Form der Ablehnung eben genau dieser Seite von Ralph ist … naja … dem bleiben gewisse Enttäuschungen eben nicht erspart. 😉

    Weil mir erst jüngst jemand sagte: „Sei achtsam, wenn du nicht alles verlieren willst was dir wirklich im Herzen wichtig ist.“ möchte ich nun mit dieser Aussage (frei nach Gangaji) schließen:

    Ich habe nichts und bin alles.

    In Liebe,
    Ralph

  7. Lieber Ralph,
    den Begriff Pendel finde ich auch für mich als sehr passend – und ja, das Wissen darüber, dass es so ist, macht manchmal die Hingabe tatsächlich leichter. Dennoch denke ich manchmal gerade in den schmerzlichen Momenten, dass ich darauf lieber verzichten würde. So leicht wie dir fällt mir das Willkommen-Heißen des Schmerzes nicht. Natürlich weiß ich, dass wir auch ihn brauchen, aber das Gefühl will sich dann einfach nur wieder wohl fühlen ;.) .
    Ich wünsche dir weiterhin viele berührende Erfahrungen und grüße dich herzlich!
    Namasté Marina

    • Ralph says:

      Hallo Marina,

      Dennoch denke ich manchmal gerade in den schmerzlichen Momenten, dass ich darauf lieber verzichten würde.
      Diese Gedanken kommen bei mir natürlich auch. Diese Gedanken sind menschlich … sie haben nichts mit mir als Person zu tun. Und genau darum geht es ja: Sich mit diesen Gedanken nicht zu identifizieren. Sie einfach vorbei ziehen zu lassen. Denn durch das Festhalten an diesen Gedanken wird aus dem Schmerz das Leid.

      Das Gefühl will sich dann einfach nur wieder wohl fühlen.
      Ja, natürlich. Die Frage ist, ob ich dann dem Drang nachgebe, aus dieser Absicht heraus zu handeln. Denn dann manifestiere ich die polare Welt, in der Abstoßung und Anziehung herrschen. Und da ich vor dem Schmerz fliehe, wird das Leben in seiner unendlichen Gnädigkeit immer wieder neue Wege finden, mich mit ihm zu konfrontieren … bis ich gelernt habe, standzuhalten. Eben der Weg des Kreuzes …

      Ich bin alles – und insofern bin ich auch der Schmerz. Laufe ich vor ihm fort, dann laufe ich auch wieder vor einem Teil meiner selbst davon … und das ist nun mal unmöglich, diser Teil ist ein untrennbarer Bestandteil von mir, und wird daher natürlich auch immer da sein, wo ich bin – egal wie weit ich weglaufe.

      In Demut,
      Ralph

      • Ja Ralph,
        so sehe ich das auch, manchmal fällt das Annehmen eines Schmerzes eben leichter und machmal schwerer. Mein Anliegen ist es auch, meine Gefühle zu fühlen und nicht
        “wegzumachen” – und dabei meinem inneren Kind eine liebevolle Erwachsene zu sein.
        Liebe Grüße an dich und auch an dein inneres Kind
        von Marina

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