Deine Schwäche, meine Schwäche – die Chance zur Heilung

Meine Freundin Ruthspirit vom Blog www.goldeneszeitalter2.wordpress.com brachte mich gerade auf dieses Thema, das mit bisher nicht so wichtig schien, da ich selber zahlreiche Schwächen hatte und habe und diese als normal empfinde und sie bei mir und anderen leicht annehmen kann.

Ruth hat eine Schreibschwäche und obwohl sie beim Schreiben die Schreibhilfe einschaltet, wird eben nicht alles so perfekt geschrieben wie wir es gewohnt sind und dies ist ihre Achillesferse. Ein Leben lang hat sie darunter gelitten und wie die lieben Mitmenschen seit der Schulzeit darauf reagieren, kann man sich ja vorstellen. Ich kann ihren Mut zum Schreiben nur bewundern, denn ich  weiß nicht ob ich mich überhaupt trauen würde damit zu schreiben.

Ich selber habe eine Schreibschwäche bei den Zahlen, besonders die 3 und die 9 haben mir mein Leben ganz schön schwer gemacht, denn im Verkauf oder Büro machte ich ganz schöne Fehler damit, also muss ich immer dreifach kontrollieren ob ich die Zahlen auch richtig schreibe.

Doch es gibt ja nicht nur Schreibschwächen, sondern auch andere, denn jeder von uns hat seine Schwachstellen und wir versuchen sie geschickt zu verstecken, sie zu überspielen und meist leiden wir darunter und sie beeinflussen unser Leben sehr stark.

Bis zum Jugendalter schielte ich sehr stark auf einem Auge und das war die Hölle für mich. Nicht meine Augen, aber die Reaktion der anderen war so schlimm, dass ich mich nie traute  jemanden anzublicken. Dabei entwickelte ich eine enorme Schüchternheit und Angst vor den anderen. Das Schielen konnte ich dann heilen, doch die Schüchternheit und die Angst vor den Menschen zu überwinden, kostete mich Jahre meines Lebens.

Ein Gutes hatte das Ganze, ich lernte jeden mit seiner Schwäche anzunehmen und sie wurden meine Freunde, die so viel Wunderbares in sich trugen und mir schenkten und ich bin sehr dankbar für diese Begegnungen. Ich lernte auch, mich mit eigenen Schwächen auseinander zu setzen und sie zu heilen. Diesen Weg geht man ein Leben lang, denn es gibt immer eine sog. Schwäche in der man drinnen steckt und die einer Heilung bedarf.

Es gibt ja jede Menge an Achillesfersen mit denen wir herumlaufen, nicht nur körperliche Schwächen, sondern auch viele viele andere, wie die Schüchternheit, die Angst vor allem Möglichen, Unsicherheit, keine Durchsetzungskraft, Minderwertigkeitsgefühle, Süchte, usw. ..

Meistens versuchen wir das irgendwie zu verstecken, weil .. .. ja warum eigentlich?

Weil sie für die moderne Gesellschaft eine Zumutung geworden sind und keiner will sie haben oder sehen. Werden wir dabei doch dauernd an unsere eigenen Schwächen erinnert und genau das wollen wir ja nicht. Gerade unsere scheinbaren Schwächen sind unsere größte Falle geworden, denn die Politik und Wirtschaft, die Medien und die “Dunklen” konnten uns damit über Jahrtausende lang manipulieren und beginnen erst jetzt dies zu erkennen.

Jede Schwäche scheint ein Makel zu sein und wir manipulieren uns selber damit am Meisten. Doch ist nicht gerade das für uns alle eine Chance, hier persönlich zu wachsen und etwas Positives daraus zu lernen? Ermöglicht uns nicht gerade dies Emphatischer, also Mitfühlender zu werden und nicht nur den anderen anzunehmen, zu lieben, sondern auch uns selber zu erkennen, mit all unseren eigenen kleinen und großen Schwächen und Gebrechen?

Warum lernen wir nicht auch gleich mit, dass es im Grunde genommen keine Schwächen gibt, sondern einfach viele Ausdrücke des Lebens und dass wir gemeinsam uns allen helfen können, die sogenannten Schwächen zu heilen und  umzuwandeln und damit frei zu sein für ein erfülltes reiches Leben?

Schauen wir uns doch mal den Mensch als Gesellschaft an, was wir heute schon mit den Kindern machen. Sie müssen besser, klüger und mehr leisten als es je von uns gefordert wurde, damit sie anerkannt werden und wer immer da nicht mitkommt, ist schon von Kindheit an auf verlorenen Posten oder wird mit einem ADS-Stempel versehen. Traurig nicht wahr, gerade diese Kinder zeigen uns den Spiegel unserer Gesellschaft und die wenigsten wollen ihn sehen.

Als Gesellschaft verhalten wir uns oft wie eine Rating-Agentur, so dass wir Arbeitslose, „Wenig-Verdiener“ oder Mütter/Hausfrauen und alte Menschen, ja sogar Menschen aus armen Ländern als Minderwertig abstufen und wollen unbedingt das Bild des erfolgreichen, selbstbewussten und attraktiven Menschen aufrechterhalten. Doch was tun wir uns dabei bloß an?

Burnout, Süchte, mentale und körperliche Krankheit, Armut, Abgestumpftheit, Leere, Depressionen, Aggressivität, Hyperaktivität, Dauermüdigkeit, Suizid, ewiges Suchen nach etwas, usw. sind die Folgen.

Der Großteil erlaubt sich nicht mehr sich selber zu sein, sich zu fühlen, sich anzunehmen, viele wissen gar nicht mehr, wer sie eigentlich sind und laufen vor sich selbst davon.

Es ist höchste Zeit, dass wir aufhören mit alledem und uns wieder unserem Inneren zuwenden und diese alten Gesellschaftsmuster ein für alle mal hinter uns lassen. Sie dienen uns jetzt nicht mehr und wir brauchen sie wirklich nicht mehr. Es ist Zeit zu uns selber zurück zu kehren um das zu leben, was wir in Wahrheit sind. Großarige wunderbare Wesen des Lichts und der Liebe.

In dieser Zeit, jetzt wo die Energien so stark hereinkommen und die Transformation der Menschheit in die Wege leiten, wird alles was wir bisher in uns verdrängt, versteckt und nicht ansehen wollten, aus uns hervorgeholt. Es gibt uns allen die Chance, endlich alle alten Gefühle, Glaubensmuster, Überzeugungen, Denkensweisen und Ängste, Manipulation, Lügen und das Opferdasein für immer loszulassen, denn sie haben keinen Bestand mehr in der neuen Energie. Je schneller wir also verstehen, dass wir es sind die eine neue Welt erschaffen und  dass wir es sind die den weiteren Verlauf der Erde bestimmen, desto besser für uns als Volk dieser Erde.

Das neue Leben auf der Erde wird von Liebe, Mitgefühl, Achtsamkeit, Emphatie, Selbstausdruck, Einheit, Gleichwertigkeit, Harmonie, Freude, Frieden, Lebendiges Sein, Freiheit und vor allem einem liebevollen und ehrlichen Miteinander gestaltet. Es liegt an uns ob wir diese alten Fesseln endlich ablegen und uns dem zuwenden, was wir wirklich sind und leben wollen. Alles wird sich verändern, die Politik, Wirtschaft, der Mensch und die Natur – damit verbunden ist alles was wir kennen, alles was uns vertraut ist, was uns täglich umgibt .. .. doch all das soll uns nur Mut und Freude geben, denn wir befinden uns auf dem Weg zurück nach Hause, zu uns selber.

Wir haben alle Hilfe der geistigen Welt und der galaktischen Geschwister, die diesen Weg schon lange vor uns gegangen sind. Doch es liegt an uns als Volk dieser Erde, wie wir damit umgehen und welchen Weg wir letztendlich nehmen.

Die Schwächen im anderen annehmen und lieben, erlaubt uns letztendlich die eigenen Schwächen anzunehmen und uns selber zu lieben. Damit heilen wir uns und die Welt gleich mit und das Herz wird dadurch weit geöffnet. Um diesen Weg zu gehen braucht es offene ehrliche mutige Herzen, denn auf uns wartet unser Seelenweg, der Weg der Liebe und der Freiheit und jeder hat die Chance diesen Weg jetzt zu gehen.

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12 Responses to Deine Schwäche, meine Schwäche – die Chance zur Heilung

  1. Henrik says:

    Wie wahr. Es muss kein Ideal geben. Das Ideal ist meiner Meinung nach die unglaubliche Vielfalt die eine so große Gesellschaft wie du unsere mit sich bringt. Jeder Mensch ist mit seinen “Makeln” wie wir sie nennen, kostbar und einzigartig.
    Und genau ist das Wichtige. Jeder Mensch ist ein Individuum. Wir verschachteln Sie nur so gerne und so lange und bestücken diese Schachteln mit Zetteln, bis wir nicht mehr wissen, was eigentlich in der Schachtel steckt. Wir schauen nur noch auf das Äußere dieser Schachtel und erkennen gar nicht wie wunderbar jeder Einzelne auf dieser Welt sein kann.

    • Angelika says:

      Ganz treffend beschrieben lieber Henrik,
      weißt du, manchmal sehen wir den Mensch der sich in einer Schachtel versteckt, die wahre Natur und mich selber macht es unheimlich traurig, wenn er nicht herauskommt aus diesem Dunkel. Da kann man die Hand reichen, für ihn da sein und dennoch, er selber muss die Kraft aufbringen diese Türe zu öffnen und endlich zu sich selber stehen.
      Jeder ist ein Juwel und die Zeit wird kommen, wo es jeder erstrahlen lässt.
      Danke für deine Worte und alles Liebe,
      Angelika

  2. Feder says:

    Ein sehr schöner Text, vielen, vielen Dank. Ich weiss nicht, ob es passend ist, aber dazu fällt mir diese kurze Geschichte ein….
    Die drei Male
    Unverwandt blickte sie auf den Boden.
    „Woran leidest du?“ fragte er leise.
    Sie schwieg lange. Dann erst hob sie ihren Blick und blinzelte scheu.
    „An meinen Makeln.“ Antwortete sie mit zitternder Stimme.
    „Willst du mir mehr erzählen?“
    „Ich bin mir nicht sicher – ich habe noch nie darüber gesprochen, aber verbergen kann ich es auch nicht länger. Also gut.“ Sagte sie und hob ihre linke Hand.
    „Das Mal an meiner Hand.“
    Sie berührte ihre Lippen.
    „Das Mal an meinem Mund“
    Dann strich sie über ihre Stirne.
    „Das Mal an meiner Stirne.“
    „Nun, ich sehe sie. Weißt du auch, wofür sie stehen?“
    „Ja.“ Antwortete sie knapp.

    „Das Mal an meiner Hand steht für meine Hässlichkeit. Das Mal an meinen Lippen für die Unreinheit und jenes an meiner Stirne für meine Angst.“

    Sie seufzte schwer, als hätte sie etwas Ungeheuerliches ausgesprochen.

    „Vielleicht kann ich dir helfen.“ Lächelte er. „Hier habe ich eine silberne Schachtel, darin kannst du deine Male legen. Lege sie ab wie eine Kette am Abend, denn du brauchst sie nicht mehr zu tragen. Du musst sie auch durch nichts ersetzen – lege sie einfach ab, denn darunter liegt dein wahres Wesen, das keine Male kennt.“

    „Ist es so einfach?“ In ihrer Stimme schwangen Zweifel und Hoffnung.
    Er nickte schweigend, und sie nahm all ihren Mut zusammen und strich langsam jedes einzelne Mal nacheinander von ihr ab und legte sie in die silberne Schachtel vor ihr.

    Ungläubig blickte sie hinein.

    „Wie fühlst du dich?“

    „Leicht. Und… ein wenig unsicher. Aber ich spüre, dass es wahr ist. Diese Male haben nie wirklich zu mir gehört.

    „Und nun habe ich noch ein Geschenk für dich. Es wird dir deine wahre Kraft und Macht zeigen. Hier!“ Er holte ein goldenes Päckchen aus seiner Tasche und legte es vor ihr hin.

    Vorsichtig löste sie das Band und öffnete es.

    Ihre Augen weiteten sich, als sie drei Male darin liegen sah: Es waren dieselben, die sie zuvor abgelegt hatte.

    „Ich verstehe nicht…“ sagte sie verwirrt.

    „Das, was du abgelegt hast, warst nicht du. Du konntest dich jederzeit von den Malen trennen, denn sie waren nur eine Illusion. Aber um das zu erkennen, brauchst du sie, und so hast du sie wieder bekommen.“

    „Das macht keinen Sinn.“ Erwiderte sie.

    „ Aber so ist es: Du selbst schenkst dir die Dinge, die dich leiden machen, denn nur so kannst du erkennen, wer du wirklich bist. Du musst es nicht verstehen, nur leben.“

    Sie lächelte zufrieden.
    „Ich verstehe.“ Sagte sie.

    • Angelika says:

      Wunderschön liebe/r Feder,
      hat mich gerade sehr berührt und entspricht der Wahrheit, wir selber schenken uns das Leid und wir selber können uns erst hinter dieser Illusion wirklich finden.
      Danke vom Herzen,
      Angelika

  3. ruthspirit says:

    Ein wirklich gelungener Text liebe Angelika…..und weist du was mir noch in den kopf kommt..? wir reisen gerade Tabu Tehmen ein ..alles muss angesehen werden und transformiert.
    von herzen ,Ruth

    • Angelika says:

      Ja liebste Ruth,
      alle Themen werden jetzt an Tageslicht kommen und ein für alle mal im Licht der Liebe geheilt werden, das ist der Weg :D,
      ganz liebe Umarmung für dich,
      Angelika

  4. Kirstin says:

    Liebe Angie,

    was ist schon “Schwäche”? Ein von Menschen gemachtes Wort für einen Zustand, der vermeintlich nicht dem entspricht, was Menschen für “normal” und “gültig” halten. Zählt das wirklich? Ich glaube nicht.

    Was für mich zählt, wie sieht Gott das wohl? Ich vermute, er sieht alles, was wir für “Schwäche” halten, als eine besondere Eigenschaft des Menschen an, die ihn eben von anderen unterscheidet. Und er liebt es, so wie er alles liebt. Werten tut nur der Mensch.

    Danke für den schönen Text.

    Liebste Grüße von Kirstin

    • Angelika says:

      Liebste Kirstin,
      es spielt sich immer nur im Kopf ab, was wir als schwach, stark, schön oder hässlich empfinden, das menschliche Denken hat es erfunden damit sich der Mensch darin erfahren kann. Nun, wir haben uns mehr als gründlich darin erfahren und jetzt ist es genug damit.
      Jetzt dürfen wir mit unserem Herzen auf alles blicken, denn das sieht keine Schwächen, sondern nur die Vollkommenheit eines Wesens. So wie Gott uns sieht, so schaut, empfindet auch unser Herz.
      Danke Liebes und gaanz festen Kuscheldrücker 😀

      • Ruth Saphir says:

        Liebe Angie, schon lustig.. ich las de Namen ruth und meinte, dass du über mich geschrieben hast mit meinen Schreibfehlern… Dann hätte es mich erwischt, aber ich sage dir.. es ist mir völlig gleichgültig, ob ich ein Maß, eine Form, ein Kriterium erfülle, weil mich das nichts weiter als eng macht. Ich weiß, dass ich mir nicht die Zeit nehme, alle Schreibfehler aus meinen Texten zu korrigieren und ich sage dir, das ist mir auch wurscht… So bin ich eben und wer damit kann, der liebt mich auch mit den Fehlern. Ich glaube, das ist die authentischste und unkomplizierteste Heraungehensweise und werden wir alle zwänge, Vorschriften, Normen und Druckmittel über Bord, solange wir niemanden damit verletzen..

        In Liebe

        Ruth Saphir.. wieder x-mal vertippt… wurscht!!! Wird sich auch nicht ändern, auch wenn das einzig Beständige der ständige Wandel ist.. also, nichts ist sicher. Nicht mal auf meine Schreibfehler könnt ihr euch verlassen.. voll am Thema vorbei… auch das bin ich (lach)

        • Angelika says:

          Großartig liebste Ruth,
          ich kann bei dir zwar keine finden, weiß aber um meine und weißt du, die bescheuerte neue Rechtschreibung die werde ich mir nie merken. Hätte ich nicht den Kollengen Korrektur im Schreibprogramm, lach, wäre sowieso alles falsch. Also ob davon das Glück der Welt abhinge,
          In erster Linie dürfen wir uns mal wegen unserer Fehler und Schwächen lieben, dazu stehen und sagen: Hei, das ist nun mal meines und ich zeige es wie es ist.
          Weißt du was, wenn wir das alle täten, huch, plötzlich hätten wir alle keine Fehler und Schwächen mehr 😉
          Du bist gut so wie du bist, ich auch, wir alle, also … hatten wir ein Problem? 😀

          Lass dich drücken in Liebe Sister, wir sind großartig 😀

  5. Liebe Angelika,
    erst heute komme ich dazu , diesen Text zu lesen – und er berührt mich, DU berührst mich mit diesen Worten – gerade heute… Hab Dank! Von Herzen!
    Marina

    • Angelika says:

      Danke liebe Marina,
      bin etwas sprachlos 😉 aber ich freue mich dass der Text dir etwas Positives gebracht hat.
      Liebevolle Lichtgrüße 😀

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