Augen auf beim Brötchenkauf

Liebe Leser und Leserinnen,

ich weiß, wir hören sie alle nicht mehr gerne, die ganzen Schlagzeilen die alles andere als Positiv sind.  Doch es geht nicht anders, wenn wir nicht erkennen was hier falsch läuft, können wir auch nicht etwas verändern oder es in Zukunft besser machen.

Da wir alle Brot essen, ist es wichtig zu verstehen, was wir zu uns nehmen, mit was unser Körper fertig werden muss. Der Artikel vom  Umweltinstitut München e.V. sollte uns was angehen. Auf der Webseite sind noch sehr viele andere Infos, die uns Wissenswertes weitergeben.

Augen auf beim Brötchenkauf!

Massiver Pestizid-Einsatz auf Getreidefeldern kurz vor der Ernte

Die Getreideernte steht vor der Tür. Und nur wenige Tage zuvor spritzen viele Landwirte pures Gift auf Getreideflächen. Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel werden eingesetzt, um den wenigen Unkräutern, die bis dahin überlebt haben, den Garaus zu machen. Ebenfalls empfohlen wird eine Giftdusche vor der Ernte, damit das Getreide zum gewünschten Termin “reif” ist.

Da sich die Pestizide nicht so rasch abbauen, enthält das frisch geerntete Getreide noch große Mengen des aggressiven Pflanzengifts. Eine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände findet jedoch so gut wie nicht statt. Und so landen die giftigen Stoffe direkt auf unseren Tellern und in den Trögen der Tiere.

Erste Ergebnisse einer Untersuchung der Universität Leipzig belegen, dass auch bei Menschen aus Berlin, die keinen direkten Kontakt zu Landwirtschaft haben, Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde. Und zwar in allen Proben. Laut den Herstellerangaben baut sich Glyphosat angeblich schnell ab und hätte demnach gar nicht im menschlichen Urin zu finden sein dürfen. Die mögliche Kontaminationsquelle können nur Lebensmittel sein.

Gift spritzen zur Arbeitserleichterung  Angeblich erschwert das Unkraut auf dem Acker die Ernte. Doch auch die verdorrten Unkräuter bleiben zwischen den Getreidehalmen stehen. Der Mähdrescher muss sie folglich trotzdem aussieben. Wo bleibt da die Arbeitserleichterung? Auch das zweite Argument der Pestizid-Befürworter, das Getreide werde nach der Giftdusche trockener und ließe sich daher besser verarbeiten und lagern, ist falsch. Da Unkräuter, vielmehr Beikräuter, das Getreide nur oberflächlich befeuchten, reicht eine einfache Trocknung mit Kaltluft aus, um die Ernte zu trocknen. Zudem sollte ohnehin nur gedroschen werden, wenn das Getreide reif ist und nicht, weil der Lohnunternehmer gerade Zeit hat. Die Technik sollte sich der Landwirtschaft und den Naturabläufen anpassen und nicht umgekehrt. Dass dies sehr gut möglich ist, beweisen zahlreiche Bio-Landwirte.

Glyphosat im Getreide – alles ganz ungefährlich? In Fachzeitschriften, Vorträgen und Aussagen der Bundesregierung wird immer noch behauptet, dass keine Gefahren von Glyphosat ausgehen. Doch wer die offensichtlichen Gefahren leugnet, verschließt die Augen vor den Tatsachen. Die Auswirkungen von Roundup und Glyphosat in Argentinien, Brasilien, Paraguay und anderen lateinamerikanischen Ländern sind offensichtlich. Nur wenige kritische Wissenschaftler konnten eigene Untersuchungen durchführen und alle kommen zum gleichen Ergebnis: Roundup und Glyphosat sind hochgiftig. Hersteller und deren Wissenschaftler gehen jedoch weiter von einer Unbedenklichkeit aus. Doch wie unabhängig kann ein Wissenschaftler sein, der von einem Gift-Konzern bezahlt oder durch dessen Drittmittel kofinanziert wird? Sehr wahrscheinlich würde es ihn seinen Job kosten, wenn seine Forschungsergebnisse gegen den Geldgeber sprechen.

Oft wird auch die Ausrede bemüht, das Gift sei ja zugelassen und streng kontrolliert. Doch diese Logik ist fatal: Atrazin, DDT, Contergan, Agent Orange und viele andere unstrittig gefährliche Gifte waren auch einst erlaubt. Die Praxis, Chemikalien zuzulassen, bis deren Gefährlichkeit zweifelsfrei erwiesen ist, ist skandalös. Denn das Risiko tragen mal wieder die Verbraucherinnen und Verbraucher!

Schreiben Sie einen Leserbrief!

Dieser Missstand betrifft uns alle – die Bürgerinnen und Bürger, die die giftigen Lebensmittel essen, sowie die Landwirtinnen und Landwirte, die zu Verbündeten der Gift-Konzerne werden. Dennoch scheuen sich viele Medien, über das hochbrisante Thema zu berichten. Vielleicht weil die Werbeaufträge der Konzerne wegfallen könnten? Lieber krankmachendes Essen für alle, als weniger Einnahmen?

Es ist Zeit, sich zu wehren! Nutzen Sie die Möglichkeit zur Information der Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Stadt und in Ihrer Gemeinde und schreiben einen Leserbrief.

Hier können Sie die Vorlage für einen Leserbrief herunterladen.

Versehen Sie den Brief mit Ihrem Namen, ändern Sie ihn nach Belieben und senden Sie ihn an Ihre Zeitungsredaktion.

Es geht um unsere Gesundheit – um nicht mehr und nicht weniger! Und diese muss Vorrang haben vor dem Profit der Konzerne.

Fotos: Ibefisch/pixelio.de, Cornelia Menichelli/pixelio.de Stand: Juli, 2012

http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/leserbrief-schreiben-1016.html

Advertisements
This entry was posted in Allgemeine Texte. Bookmark the permalink.

6 Responses to Augen auf beim Brötchenkauf

  1. Henrik says:

    Finde ich persönlich nicht verwunderlich, dass den Verbrauchern vieles vorenthalten wird. Obwohl es so viele Vorschriften gibt, werden in Deutschland unter der Hand, nämlich mit Hinauzögerung der Gesetzeslage solche Mittel verwendet.
    Alles wird geregelt und doch wird so viel nicht beachtet. Warum gibt es nicht mal eine offene Diskussion mit demokratischer Grundlage und mit Einbezug von Bürgern?
    Bin mal wieder entsetzt über die deutsche Politik.

    LG
    Henrik

    • Angelika says:

      Lieber Henrik,
      es ist überall das Selbe, aber weißt du warum das alles jetzt an das Tageslicht kommt?
      Damit wir es erkennen und damit wir es gemeinsam verändern.
      Aber nicht in Wut und Zorn urteilen, sondern einfach erkennen was ist. In Liebe und in Frieden darauf reagieren und sich mit anderen zusammen tun, die neue Wege gehen.
      Du kannst es lernen, nicht mit negativen Gedanken und Gefühlen darauf zu reagieren, keine Schuldzuweisung, das bringt nichts.
      Zusammen neue Wege gehen, das ist jetzt von Bedeutung.
      Liebe Grüße, wir schaffen das,
      Angelika

  2. Ruth Saphir says:

    Nun kommt die Ruth Saphir daher und sieht alles wieder völlig anders. Ich schaue, für welche Lebensmittel mein Körper überhaupt geschaffen ist, welche er ohne Mühe, ohne zusätzliches Werkzeug, ohne raffinierten Zubereitungsverfahren und ausgeklügelte Würtzmethoden zu sich nehmen kann,,, und ich für mich – und ich spreche immer nur, wie es für mich stimmig ist – bin kein Körnerfresser. Mein System hat Probleme mit dem Kleister der Körner, verstopft es und macht es schwer. Ich esse vorwiegend das, was die Natur mir gibt und wenn das eine oder andere doch aus der Dose kommt (Kokosnussmilch), dann beobachte ich meinen Körper, wie er damit umgeht.
    Ich sage es mal ganz krass und für den einen oder anderen mag es provokatorisch sein… Die Nahrung, die schon lange nicht mehr passend für uns ist, wird vor unseren Augen vergiftet…. damit wir sie sein lassen. Ist doch eigentlich ein Geschenk, oder.?Was brauchen wir schon? Die Sonne wird keiner vergiften können und wer einen Garten hat, kann, auch wenn er klein ist, von Obst, Gemüse und ein paar Samen recht gut leben..

    alles Liebe
    Danke Angie, ich mache einen eigenständigen Text darüber, denn dieses Thema ist ein schreibenswertes… Danke dir

  3. Angelika says:

    Du siehst das gar nicht so anders liebe Ruth,
    mein Körper reagiert inzwischen äusserst sensibel auf ganz vieles, was mir bisher noch als “gesund” erschien. Daran merke ich schnell, dass eigentlich fast alle Nahrung nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand ist, eben auch Brot, Mehl und Co.
    Sicher, wer einen Garten hat und selber etwas anbauen kann, ist gut bedient damit. Doch auch hier, Augen auf beim Samenkauf.
    Im Grunde geht es doch darum, dass wir dem Ganzen ein Ende machen und darauf bestehen, dass unsere Nahrung (solange wir sie noch benötigen) auf sauberen gesunden Böden und in ihrem ursprünglichen Zustand angebaut wird. Weg von Chemiekeulen und einer Weiterverarbeitung, die uns nur schadet und wieder hin zu einer vollwertigen Nahrung.
    Wie heißt es so schön: Mens sana in korpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper .. … Mutter Erde gibt uns ja alles, aber nur wenn auch sie gesund ist.
    Inspirierendes Schreiben wünsch ich dir :D,
    in Liebe, Angie

    • Ruth Saphir says:

      Und wer, Angie, wird wohl die ersten – den ersten Schritt tun, wenn es um unsere gemeinsame Heilung geht?Als es um das ‘Verderbnis der Erde ging, waren wir stets jene, welche die Erde mit uns hinunterzogen… Nun werden wir es auch sein müssen, die durch unsere vielen kleinen Schritte die Erde mit uns nach oben zieht.
      Danke für deine Wünsche.. aber nun muss ich mich erst einmal um emine vielen Pilze kümmern, die ich eben vom Grubenwehr gesammelt habe…Steinpilze und Braunkappen…) Sooo viel und völlig ohne Würmer. Ich danke Mutter Erde und meinem Geist, denn er führte mich.
      es gibt viele Themen zu “beschreiben” selbst mein Unterhaltung mit den Pilzgeistern waren so irre….
      Alles Liebe

      • Angelika says:

        Genau Ruth, wir werden es tun …. die Erde wird auch nicht mehr zulassen, dass wir weiterhin so mit ihr umgehen .. .. darum braucht es unser waches Bewusstsein dazu und Achtsamkeit .. .
        und lass dir die leckeren Pilze schmecken .. . und erzähl uns was du erfahren hast .. .
        hmm, ich rieche sie bis hierher :D,
        liebste Grüße

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s