Ich nehme dich wahr

Gerade komme ich heim von einem kleinen Spaziergang mit Phil Bosmans.
Hm na ja – nicht wirklich mit ihm, sondern mit einem Büchlein von ihm –
voll von Eindrücken, Bildern, Worten aus seinem Gedankengut.
Na ja – also irgendwie ja doch mit ihm… Egal…

Langsam und ohne ein bestimmtes Ziel ging ich los. Dabei begegnete mir ein Spaziergänger, der mich kurz anschaute – und ich ihn – wie das eben oft so ist beim Spazieren gehen.

Ich fand eine Bank und blätterte in den Gedanken und Bildern von Phil Bosmanns. Nicht alles berührte mich, aber manches doch sehr.
Zum Beispiel die folgenden Worte:

Leben heißt, Menschen und Dinge umarmen
und sie wieder loslassen…

Leben heißt dankbar sein für das Licht und die Liebe,
für die Wärme und die Zärtlichkeit,
die in Menschen und Dingen einfach so gegeben sind.

Leben heißt …
nichts und niemanden besitzen
und jauchzen über jeden Stern, der vom Himmel fällt.

Nach einer ruhigen besinnlichen halben Stunde, in der ich wieder mal um einige Gedanken und schöne Bilder reicher geworden war, machte ich mich auf den Heimweg, freute mich auf meine Abendbrot-Stullen – und war irgendwie dankbar, dass ich mich auf mein Zuhause und mein Zusammensein mit mir und auf das leckere einfache Abendbrot so freuen konnte.

Ja und dann mußte ich schmunzeln – der gleiche Spaziergänger, dem ich auf dem Hinweg begegnet war, kam mir nun aus der anderen Richtung entgegen, anscheinend auch auf dem Rückweg. Wir hielten einen ganz kurzen Moment inne, lächelten uns an (ohne irgendein Wort) und setzten unseren Weg fort – um zwei Lächeln reicher – ein verschenktes und ein geschenktes.
Es war als hätten wir uns in einer Zehntel-Sekunde wortlos gesagt:

Ich habe dich wahrgenommen.

Und irgendwie spüre ich: Es ist schön, wahrgenommen zu werden und zu bemerken, dass es der andere auch schön findet, dass er wahrgenommen wird.
Eine kurze Begegnung – etwas wie eine Illustration der zuvor gelesenen Worte.

Auch wenn es keine Umarmung war mit den Armen, es war eine klitzekleine kurze Nähe, die entstand als unsere Augen miteinander sprachen und sagten:

Ich nehme dich wahr.

Das werde ich heute abend kurz vor dem Einschlafen in mein Schatzkästchen der schönen Momente dieses Tages legen. Und die ruhige halbe Stunde mit Phil Bosmans.
Und meine Abendbrot-Vorfreude.
Und eine schöne telefonische Begegnung von heute morgen.

Ui, da fällt mir gleich noch einiges ein…
Aber das schreibe ich jetzt hier nicht alles auf! Schließlich habe ich jetzt Hunger und freue mich schon auf meine Stullen 😀

Ich wünsche euch und auch mir täglich Freude an den kleinen einfachen Glücks-Momenten und immer wieder zu erfahren:

Ich nehme dich wahr!

Na ja – und letztlich gibt es immer, in jedem Moment, mindestens EINEN,
der uns die Zusage gibt:

Ich nehme dich wahr!
Und ich betrachte dich mit liebenden Augen – immer.

Herzliche Abendgrüße von Marina

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6 Responses to Ich nehme dich wahr

  1. Kirstin says:

    hallo liebe marina, was für schöne gedanken. ich glaub, das ist wirklich das, was die menschen sich wünschen – wahrgenommen zu werden. daß man hinter die mauern blickt. jedenfalls ist es bei mir immer so gewesen. ich wollte mich nie verkriechen oder verstecken. und ich hab aber viele menschen kennen gelernt im lauf meines lebens, die hatten genau davor angst. angst, erkannt und gesehen zu werden. und haben sich versteckt und zurückgezogen. nachvollziehen kann ich das natürlich, es steckt einfach die angst dahinter. lach – ich hatte immer angst, nicht erkannt zu werden und sie haben angst, erkannt zu werden. ich habe jetzt menschen um mich herum, wo wir uns immer mehr und immer tiefer erkennen – gegenseitig und damit natürlich auch jeweils uns selbst. und das ist alles, was ich möchte. möge dies immer schneller um sich greifen, dann überwinden wir auch die einsamkeit und das gefühl der trennung.

    liebe grüße von kirstin

    • Liebe Kirstin,
      hab vielen Dank für deine Antwort – und für die Beständigkeit und erfrischende Herzlichkeit, mit der du hier meine Beiträge und die der anderen kommentierst. Auch das ist je ein WAHRGENOMMEN-WERDEN. Und das tut sooo gut! 😀
      Mir geht es ähnlich wie dir: gesehen, erkannt, verstanden und in meinem wahren Wesen gekannt werden – sehen, erkennen, verstehen und kennen ist mir ein sehr hoher Wert. Sich in der Tiefe des Wesens zu begegnen, keine Mauern errichten zu müssen, nicht über Belangloses plaudern, sondern über das, was in jedem Moment mich und mein Gegenüber wirklich bewegt (und das können auch Kleinigkeiten sein) – das macht mein Leben unter anderem reich.
      Es ist schön, hier auf neue Erde einen “Ort” zu haben, wo ich das, was mich bewegt mit euch teilen kann – sicher nicht alles, aber einiges…
      Sei schwesterlich umarmt von
      Marina

  2. Olaf says:

    Liebe Marina,
    und das für Wahrnehmen wirkt oft Wunden, manchmal vielleicht nur im Kleinen und oft ganz unscheinbar. Das kann ich aus meiner beruflichen Erfahrung wie meiner persönlichen nur bestätigen. Es hat schon eine heilende Kraft, wenn jemand sich gesehen fühlt. Gesehenfühlen hat doch letztlich viel mit Wertschätzung des eigenen Wesens zu tun, es wert sein gesehen zu werden. Das geschieht oft schon in Bruchteilen von Sekunden, durch eine Begegnung wie die deine hier, oder aber auch durch eine sanfte Berührung im richtigen Moment. Ich grüße dich ganz herzlich 😀 😀 😀
    PS. Und diese schöne Aufnahme des nun beginnenden Herbst, gefällt mir auch sehr.
    Alles Liebe dir,
    Olaf

    • Vielen Dank, lieber Olaf!
      Es ist tatsächlich ein Foto genau des Weges, den ich gestern gegangen bin – und auf der runden Bank am Ende des Weges habe ich mit dem Büchlein gesessen. Schön, dass es dir gefällt 🙂 😀
      Die kleinen Berührungen, gerade im richtigen Moment erlebe ich auch oft sowohl beruflich als auch privat als äußerst wohltuend – oft regelrecht heilsam.
      Und manchmal berührt man / frau sich eben auch nur mit einem Blick oder einem guten Wort zur rechten Zeit – und das tut so gut!
      Ich sag dazu mal jetzt “heilende Sekunden”. Die erlebe ich sehr oft – im berühren und berürt-werden. Und es gehört auch Stückchen Mut dazu, sich das zu trauen, finde ich.
      Dass dieser Mut und diese Bereitschaft, Berührungen zu verschenken und anzunehmen mehr und mehr wächst und dadurch ein immer liebevolleres Klima auf unserer Welt entstehr, wünsche ich uns allen aus tiefstem Herzen.
      Und hier auf neue Erde verwirklichen wir es ja oft schon 😀 🙂
      Danke, dass du mich schon so oft mit deinen liebevollen Worten und schönen Bildern berührt hast!!!
      So sei in Gedanken herzlich umarmt von
      Marina

  3. Ja das kenn ich: so kurze Augenblicke, vielleicht ein, zwei, drei Sekunden, die trotzdem berühren können.

    Phil Bosman habe ich auch schon oft irgendwo gelesen. Der Spruch von ihm oben ist schön. Ich würd ihn aber noch ergänzen: Leben ist nicht nur Jauchzen. Leben ist manchmal auch Weinen und Wehklagen und Zähneknirschen. Und doch: Es gibt Momente, was Du vielleicht auch kennst, wo Du, inmitten allen Leidens, Erlösung erfährst und in Frieden damit sein kannst. Wie auch immer: Beobachten, fühlen, einfach sein, wer man ist. Heute lache ich, morgen mag ich weinen, und übermorgen lache ich wieder.

    Oft geht es mir wie Dir: ich tue nichts aussergewöhnliches und geniesse einfach, was ist. Ganz simple Dinge wie vielleicht einen Café in meinem Restaurant trinken gehen, eine Wiese betrachten, mich auf’s Nachtessen freuen, in der Sonne liegen, jemanden grüssen, u.s.w. Das Glück braucht keine “Wahnsinns-Attraktionen”. Wunder liegen oft in dem, was so einfach erscheint. Wenn wir nur hinsehen, hinfühlen und uns Zeit nehmen.

    Grüsslis

    • Liebe Barbara,
      du schreibst ” Es gibt Momente… wo Du, inmitten allen Leidens, Erlösung erfährst und in Frieden damit sein kannst.
      Ja, diese Momente kenne ich auch. Da habe ich immer den Verdacht, dass da die Engel in mir tätig sind. anders ausgedrückt, es sind fütr mich Gnadenmomente.
      Tut mir gerade gut, dass du mich daran erinnerst.
      Vielen Dank sagt dir
      Marina
      (und ich spüre – gerade jetzt ist solch ein Moment… )

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