Per Planierraupe ins Erwachen …

… oder zumindest ein Stückchen weiter in die Richtung.

Also, ich finde, es wird mal wieder Zeit, von meinem Nachbarn zu berichten. Der Leser erinnert sich vielleicht an den Herbst 2010, wo bewusster Nachbar in die Haushälfte nebenan einzog samt Frau und Kind und Katern und jeder Menge Lärm im Gepäck, mit dem er uns durch Komplett-Umbaumaßnahmen ca. 6 Wochen die Ruhe und die Nerven raubte.

Nun – mittlerweile ist noch ein weiteres Kind hinzu gekommen, so daß es jetzt offenbar Zeit wurde, den Garten umzugestalten, um so mehr Platz zu gewinnen. Das bedeutete die letzten drei Tage u.a. immer wieder einen Höllenlärm durch ein Gerät zum Boden glatt kriegen, so eine Art Mini-Planierraupe, Rüttler oder wie auch immer das heißt. Für uns fast unerträglich, weil es nicht nur Lärm machte, sondern auch ganz fiese Vibrationen über den Boden aussandte, die natürlich auch bis zu uns ins Haus vordrangen. Mir wurde jedes Mal schwindelig und ich bekam Kopfschmerzen.

Als es nun überhaupt nicht aufhörte, wurde mir klar, hier muß was geschehen, dies hat was für mich zu bedeuten. Ich erinnerte mich daran, daß eine Freundin öfter erzählt hat, daß ihr immer gesagt wurde, sie sei gut in der Meditation, wenn sie selbst das Hämmern eines Presslufthammers einfach in die Meditation mit einbauen könnte. Also versuchte ich das gestern auch, hab mich für dies Geräusch und die Vibrationen total geöffnet und war trotzdem total auf mich konzentriert. So ist mir das noch niemals gelungen – allerdings war ich auch wirklich in großer Not gestern. So muß es wohl kommen.

Oh Wunder, ich stellte fest, wenn ich das so eine Zeitlang betrieb, hab ich den Lärm und die Schwingungen fast überhaupt nicht mehr wahrgenommen – so ganz entfernt nur noch. Und beeinträchtigt hat es mich fast gar nicht mehr. Lach – ich erinnerte mich, daß wir ja alles lieben sollen, was ist. Na ja, ziemlich großspurig hab ich das denn auch noch versucht … also lieben werd ich Krach wohl nie, aber geholfen hats trotzdem, daß ich noch entspannter wurde. Ich musste echt lachen, so gut ging das und so erstaunt war ich über all das. Es gab ja immer wieder Pausen zwischen dem Krach, aber jedes Mal, wenn es wieder los ging, hab ich es gleich genutzt, weiter zu üben. Und am frühen Abend war es dann vorbei, aber das ist mir fast gar nicht aufgefallen, daß es vorbei war.

Ich hab echt gestern glaub ich zum ersten Mal ganz bewusst mitgekriegt, was es vielleicht heißen könnte, im Moment zu sein – oder im Jetzt. Wird ja immer wieder gesagt, aber wer weiß schon so genau, was das wirklich heißt oder bedeutet. Ich hab mich selber plötzlich ganz anders wahrgenommen, so wie noch nie. Oder den Moment wahrgenommen … ach, mir fehlen grad echt die Worte, aber vielleicht kennt Ihr sowas ja auch.

Ich war echt dankbar für dies ganze. Mußte lachen, weil es für mich doch irgendwie unfassbar ist, daß ich mal für Lärm – eigentlich das schlimmste für mich – dankbar sein würde. Aber irgendwie glaub ich, da hat der Himmel sich bei mir nach permanentem Haareraufen keinen anderen Rat mehr gewusst, daß ich mal was merke, als gleich mit der Planierraupe zu kommen. Ist ja gut, nächstes Mal krieg ich vielleicht eher was mit … 😉

Mir geht’s sowieso so gut in den letzten Wochen, so frei und leicht und immer klarer, und nun das noch … wenn es so in 5D ist, denn mach ich weiter mit! 😉

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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2 Responses to Per Planierraupe ins Erwachen …

  1. Olaf says:

    Liebe Kirstin,
    das mit dem Lärm versteh ich gut. Derzeit wird unser Haus Wärmeisoliert. Da ich tagsüber meist unterwegs bin krieg ich nicht soviel mit davon. Ist ja eine spannende Erfahrung die du da gemacht hast. Ich freu mich so für dich, das es dir in letzter Zeit so gut geht. Bei mir siehts ganz ähnlich aus und ich geniesse das, sehr 😀 😀 😀
    Ein Freund erzählte mir recht ähnliche Erfahrung, wenn er mit Schmerzen zu tun hatte. Er erklärte mir, er ging dann ganz tief dort hinein, bis er sich fast vollständig auflöse. Ich habe diesbezüglich noch keinerlei Erfahrungen gemacht. Mal sehn..
    Ich umarme dich fest und innig,
    alles Liebe dir vom Olaf

    • Kirstin says:

      hallo lieber olaf, ja, mit schmerzen geht das auch so. das hab ich schon oft so erlebt, tief reingehen und atmen. ja, und sonst denk ich, man wird mit dem konfrontiert, was einem am meisten probleme bereitet. und das ist bei mir der lärm.

      ich drück dich auch ganz dolle 🙂

      liebe grüße von kirstin

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