Wie geht denn eigentlich „Gott übergeben“?

Lach – ich sehe sie schon, die entnervt gerollten Augen, wo die dazugehörigen Menschen denken: „Meine Güte, nicht schon wieder so ein Text. Das wissen wir doch alles längst!“ Ja, für diese Leute freu ich mich, daß sie es wissen. Und die dürfen diesen Text gern übergehen.

Ich schreibe hier für diejenigen – zu denen ich auch gehöre – die bisher sofort wissend abgenickt haben, wenn sie aufgefordert wurden, all ihre Lasten Gott zu übergeben, es denn aber sofort wieder vergessen haben. Oder – was bei mir auch verstärkt war – die gedacht haben, na ja, alles gut und schön, aber das kann ich ja jetzt noch nicht. Und wer weiß, ob ich überhaupt auch einen Gott hab und ob ich das alles überhaupt hinkrieg. Ja, so jemand war ich – und bin ich eigentlich eher immer noch. Und außerdem hab ich auch immer gedacht, daß ich sowieso alles alleine machen muß, daß das eben mein Job ist. Gewollt hab ich es so nie, aber ich habs halt nicht besser gewusst und gekonnt.

Deshalb fand ich die beiden Texte aus dem Lichtweltverlag ja so klasse, die ich gestern schon erwähnt hab “Bin ich für mich auf dem richtigen Weg?” , wo Shiva in beiden dazu auffordert, alles, was uns belastet oder Angst macht, einfach Gott zu übergeben. Klar haben das alle möglichen Texte oder spirituellen Lehrer immer wieder gesagt, aber offenbar musste bei mir Shiva kommen, damit ich ihm das auch abnehme und wirklich mal mache.

Shiva fand ich immer schon klasse. Der eiert nicht rum, sondern redet Klartext. Oft hab ich gehört oder gelesen, daß viele Angst vor ihm haben. Weil er der Zerstörer sein soll. Aber ich hatte das nie. Weiß auch nicht, warum. Schon damals am Anfang meines Weges, als ich von überhaupt nichts wußte, fand ich ihn schon toll. Denn irgendwie wußte ich, daß er nur das zerstört, was auch weg kann – im Sinne von transformieren. Na ja, und da wär ich doch schön blöd, wenn ich diese Hilfe nicht annehmen würde, wenn schon jemand da ist, der sich die Arbeit mit mir teilt.

Jedenfalls hab ich das am Sonntag jetzt einfach mal direkt gemacht. Man muß sich das echt vorstellen, das war wirklich das erste Mal, daß ich es so direkt gemacht hab. Hab gedacht, wenn Shiva das jetzt in zwei Texten hintereinander so sagt, denn mach ich es einfach mal. Er wird schon wissen, was er sagt. Vielleicht hab ich ja tatsächlich auch sowas in mir. Und es gab ja was, wovor ich ganz konkret Angst hatte. Und da hab ich mir das denn angesehen, ich wußte ja, wie es zusammenhängt, wo es herkommt. Und diesmal hab ich gesagt: „Gott, ich hab davor Angst, kannst du es nehmen?“ Genau so, als würd ich grad mit einem Freund reden. Hab ich auch schon oft gehört und gelesen, ich weiß, aber auch das konnt ich mir bisher nicht vorstellen und habs deswegen auch nicht gemacht.

Einfach so – war genial – hab noch nicht mal bitte gesagt, was ich sonst immer tue, wenn ich mit Menschen zu tun hab. Aber diesmal brauchte ich es offenbar so, weil ich glaub ich mir sonst zu komisch vorgekommen wär. Hab denn auch gedacht, er wird schon wissen, was grad bei mir Sache ist und es schon richtig einordnen. Jedenfalls hab ich sofort eine Erleichterung festgestellt. Und wirklich, die Angst vor dieser konkreten Sache war wie weggeblasen. Das war toll!

Ja, und weil ich grad dabei war und es so schön lief, hab ich ihm denn auch gleich meine Schmerzen übergeben. „Gott, ich hab Schmerzen, kannst du die nehmen?“ Und ich hatte das Gefühl, daß er es sofort getan hat. Na, wenn das so einfach geht … Hauptsache, ich dröhn ihn nicht zu mit allem. Aber vielleicht ist Gott ja wirklich endlos, daß er unbegrenzte Auf- und Übernahme-Kapazität hat.

Denn kann ich nur sagen: „Danke!“

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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3 Responses to Wie geht denn eigentlich „Gott übergeben“?

  1. Olaf says:

    Ich glaube liebe Kirstin die Antwort auf deine Frage beantwortet jetzt gänzlich dein neuester Artikel
    https://neueerde.wordpress.com/2012/10/21/das-leben-mein-freund/ . Das bedeutet für mich Dinge Gott zu übergeben. Indem ich sie , das Leben, den Liebhaber des Lebens zum Freund mache. Ich vertraue dir, ich liebe dich, ich danke dir 😀 😀 😀 Das bedeutet für mich die Dinge Gott zu übergeben.
    Sei gesegnet und erfüllt von dem was du bist,
    Olaf

    • Kirstin says:

      lieber olaf, danke für deine impulse. da konnte ich jetzt sehen, wie es wieder mal für mich sehr unbewußt einfach weiter gegangen ist in der entwicklung. hättest du das jetzt nicht geschrieben, wär es mir wahrscheinlich gar nicht so klar aufgefallen oder erst viel später. ich muß schon grinsen über mich – so ist mein weg einfach – alles paßt irgendwie – und ich krieg es meistens gar nicht mal mit. 🙂 aber da gibts ja zum glück liebe leute um mich herum, die mir denn immer sagen, was ich eigentlich grad gemacht oder erlebt hab.

      viele drücker von mir 🙂

  2. Und warum bleiben dann soviele Gebete unbeantwortet? Ja, ja, ich hör schon den Spruch: Gott beantwortet alle Gebete, Du bist es, der nicht hören will. Aber solch eine Haltung lädt dem, der bittet und ohne spürbare Hilfe bleibt, nur noch mehr Last auf.

    Einerseits wird auch gerne davon gesprochen, dass Gott und das Selbst eins sind. Andererseits eben wieder von “übergeben an Gott”. Das scheint irgendwie nicht zusammenzupassen.

    Grüsslis

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