Die Macht ist in jedem von uns selbst

Es fällt so schwer, das anzunehmen. So unheimlich schwer. Warum eigentlich? Wahrscheinlich, weil es so einfach ist. Weil wir einfach nur machen müssten. Fällt mir grad auf, auch in „machen“ steckt „Macht“.

Vielleicht machen wir nicht, weil wir seit der Kindheit beständig gesagt und gezeigt kriegen, daß andere die Macht haben. Erst unsere Eltern, im Kindergarten, in der Schule und im Job. Und überhaupt im ganzen Leben. Die Ämter und Regierungen und was weiß ich noch alles. Alle übernehmen alles für uns und treffen die Entscheidungen. Sagen uns, was wir zu tun und zu lassen haben. Und merkwürdigerweise – denn machen wir es. Was andere uns sagen, das machen wir sogar meist sehr schnell. Warum eigentlich das? Aus Angst?

Sogar im Glauben haben wir meist nicht selbst die Macht. Egal, welche Religion man nimmt, alle sagen uns mehr oder weniger, was richtig und was falsch ist. Und auch da bemühen wir uns, zu machen, was andere sagen. Auch die New Age Esoterik ist ständig bemüht, uns glauben zu machen, daß die Macht außerhalb von uns liegt. Entweder in irgendwelchen Bildern eines externen Gottes, den wir anbeten sollen, in irgendwelchen Gurus, Glaubenssätzen, Meditationen oder sonstigen Werkzeugen.

Es gibt Menschen, die tun nur das, was sie wollen. Nehmen keinerlei Rücksicht auf andere, was sie sagen oder wie es ihnen geht, machen nur ihr Ding. Stellen sich über andere, nur sie selbst sind sich wichtig, nichts anderes. Es geht nur um ihr eigenes Ego, sie wollen jemand sein. Und sie fühlen sich dabei auch noch völlig im Recht. Selbstverständlich will ich die hier nicht als Vorbild hinstellen. Keinesfalls möchte ich so sein.

Was aber ist anders bei ihnen? Sie machen einfach. Sie stellen sich keine Fragen Und haben zumindest über ihr eigenes Leben eine gewisse Macht. Und würden sich selbst sicher als erfolgreich bezeichnen. Und in gewisser Weise sind sie das wohl auch. Wenn die nun aus dem Herzen heraus machen würden. Wo es ihnen nicht nur darum geht, selbst zu Macht und Ansehen zu kommen, sondern das beste für alle zu erreichen. Das wär doch perfekt.

Aber wie geht das denn nun, das machen? Also ich habs für mich in der letzten Zeit immer mal wieder ausprobiert. Z.B. in meinen Texten. War ich früher so oft angenervt und angestrengt, weil ich dachte, ich kann sowieso nicht besonders gut schreiben – so setz ich mich bei meinen letzten Texten jetzt einfach hin, sag in mich rein, ich möchte jetzt über dieses oder jenes Thema schreiben. Und vertrau einfach drauf, daß da was kommt. Und keiner ist jedes Mal erstaunter als ich, daß da tatsächlich was kommt! Und mir gefallen neuerdings sogar meine eigenen Texte!

Oder was noch ist. Enge Freundinnen von mir gehen derzeit durch für sie schwierige Zeiten. Ja, früher hätt ich mich normalerweise völlig hilflos gefühlt. Jetzt hab ich einfach ausprobiert, für sie ein Feld des Vertrauens zu halten. Ausgerechnet ich und Vertrauen … aber es klappt. Oder ich bitte mal eben einen Engel, ihnen zur Hilfe zu kommen und zur Seite zu stehen. Auch einfach so – früher hab ich noch mit offenem Mund Bauklötze gestaunt, wenn ich mitbekommen hab, daß andere das so machen. Und wenn ich mich denn auf diese Freundinnen konzentriere, seh ich Licht in ihrem Feld und all sowas. Oder ich trau mich ganz einfach, zu sagen, was ich grad wahrnehme. Also, wo ich der Meinung bin, daß es vielleicht grad hakt. Früher hätt ich mich das nicht in dem Maße getraut, mit dieser Sicherheit in mir. Und ich konnte tatsächlich dadurch schon helfen. Innerlich staun ich denn über mich selbst immer noch Bauklötze. Aber ich freu mich so darüber. Ja, und das macht mir Mut. Mut, einfach weiter zu machen.

Ich denke, in diesen beschriebenen Fällen ist die Liebe zu den Freundinnen der Katalysator, mein Wunsch, daß es ihnen gut geht. Und sonst das Wissen, daß ich ja alles andere schon ausprobiert hab. Und irgendwie immer noch nicht so recht aus meiner Haut rauskam. Aber das ist es doch, was wir alle wollen und auch sollen, oder? Uns selbst ermächtigen, wissen, daß wir es können. Und es eben auch machen. Und wer weiß, was wir noch alles machen werden. Wenn wir alles aus unserem Herz heraus machen, wenn es uns nicht nur um das eigene Ego oder das eigene Ansehen geht, sondern wenn wir wirklich dran denken, daß wir alle eins sind, denn wird es doch gut werden.

Und ich mach jetzt einfach. Übe es immer weiter. Vertraue, daß es klappt – verbiete mir das Denken. Klar will der Verstand zu gerne dazwischen hauen, Zweifel säen. Aber das kriegt er verboten. Sag zu ihm: „Laß mal, ich mach jetzt. Wirst schon sehen, wie toll alles wird. Und denn kannste immer noch deinen Senf dazu geben, wenn ich dich frage. Gut, daß du da bist, aber wir probieren es jetzt mal anders.“ Ja, und er wird tatsächlich immer schneller still – freu! Und ALLES IST GUT!

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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12 Responses to Die Macht ist in jedem von uns selbst

  1. Liebe Kirstin,
    mir fällt zu deinen Gedanken ein: Liebe ist die größte Macht – und der GuRu ist der, der vom Dunkel (Gu) ins Licht (Ru) = LIebe führt – so durfte ich das inzwischen lernen. Und damit ist in allererster Linie der innere Meister, die innere Göttin gemeint
    Ich habe inzwischen auch etliche Menschen gefunden, die das so sehen. dass wir alle unserem inneren GuRu vertrauen, IHN fühlen, IHR folgen, wünsche ich uns von Herzen. Und dazu gehört für mich auch immer wieder der liebevoll schmunzelnde Gedanke: “Ach, es menschelt halt überall..” und damit kann ich mich dann auch wieder liebevoll in die Arme meines GuRus schicken, dem Liebhaber allen Lebens, der seinen Sitz eben auch in meinem Inneren hat.
    Mögen wir alle unsere Macht in Liebe leben !
    Herzlichst
    Marina

    • Kirstin says:

      hallo liebe marina, der innere guru – was für ein toller ausdruck! ja, den kann ich auch annehmen 😉 und deinem letzten satz schließ ich mich voll an: mögen wir alle unsere macht in liebe leben.

      liebe grüße von kirstin

  2. Doris Kleiner says:

    Wie erfrischend Deine Zeilen wieder sind, liebe Kirstin! Du inspirierst mich heute sehr, weil ich mich mal wieder “reseten” musste.
    Ich will mich ermächtigen, meinem Denken den Maulkorb anlegen. und einfach segnen was ist.

    Ganz liebe Grüße von Dodo

    • Kirstin says:

      sehr sehr gerne, liebe doris. und danke für dein feedback. vielleicht magst du mal erzählen, wie du dich resetest? 😉

      liebe grüße von kirstin

      • Doris Kleiner says:

        Reset bei mir? Oh das fängt mit gut ausschlafen an, einem gemütlichen Frühstück, geordneten Gedanken (fällt mir oft nicht leicht! 😉 und mich üben im Freude und Dankbarkeit empfinden, einfach so. Und die Medien aussen vor lassen.
        Und herzerwärmende Zeilen von Dir lesen!
        Ich danke Dir dafür.

        liebe Grüße von Doris

  3. Elke says:

    ja, wie erfrischend und wie liebenswert. So wirkst Du in Deinen Texten auf mich Und ich kann nur sagen MACH weiter so 😉

    lg. Elke

    • Kirstin says:

      cool – oder elke? was man mit dem wort machen alles machen kann … 😉 danke für deine worte 🙂 ja, ich hab vor, weiter zu MACHEN!

      liebe grüße von kirstin

  4. Angeliki says:

    Ein sehr wichtiges Thema, liebe Kirstin, worüber du schreibst. Dieses Wort steht auf Platz 1, meiner Meinung nach, in der Liste der “codierten Wörter”; so nenne ich das immer. Das sind die Wörter, die immer die unterschiedlichsten Muster und Programmierungen bei den Menschen hoch bringen; wie du auch erwähntest, durch die Konditionierungen, die wir erfahren, damit wir bloß nicht den Weg dorthin finden… zu uns!
    Die Macht in uns anzuerkennen und zu wissen, nicht nur zu glauben.
    Aber jeder hat seinen Weg und wie wir alle von uns selbst wahrnehmen, ändert sich auch alles…
    Danke, dass du auch immer von deinem Leben erzählst und in so einer witzigen Art und Weise, dass ich immer lachen muss… 🙂 🙂

    Alles Liebe und schönen Abend
    Angeliki

    • Kirstin says:

      ich danke dir, liebe angeliki für deine worte 🙂 ja genau, das thema macht. wieviel angst haben wir davor. vor dem eigenen licht in uns. wie oft wird macht aber auch mißbraucht. aber ich habs erlebt, wenn ich mich damit beschäftigt hab, denn war die macht gar nicht mehr so angsteinflößend. ich glaub, auch sie gehört zur liebe.

      liebe grüße von kirstin

  5. ruthspirit says:

    Liebe Kirstin ….
    einfach nur spitze !!!! .-) da kann ich dir nur beipflichten aus ganzen Herzen.<3

    von herzen ,Ruth-Marianne

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