Alles verschwindet in die Bedeutungslosigkeit

… und das ist seeehr gut so!

Foto RalfWenn ich mir mein Leben so ansehe, ich war immer aktiv, hab immer irgendwie gemacht. Aber eben immer nur, weil ich dachte, daß das so von mir erwartet wird. Immer gelaufen, gelaufen … hatte öfter den Punkt, wo ich mich fast totgelaufen hätte. Aber kurz bevor es soweit war, hat da irgendwer den Hut in den Ring geworfen und ich musste einfach aufhören mit machen. Jedenfalls mit dem falschen machen im Sinne von nur stumpsinnig erledigen, funktionieren.

Tja, und denn kam eben die Zeit, wo ich immer weniger gemacht hab. Wie ich in meinem letzten Text geschrieben hab. „Und ewig wächst das Bewusstsein …“ Auch irgendwie nicht das wahre, wie ich jetzt begriffen hab.

Was hat Buddha gesagt? Der Mittelweg ist es …

Wie aber komm ich da nun hin? Na, ich könnt z.B. mal untersuchen, warum ich immer in Extreme falle. Warum ich meine, alles machen zu müssen – oder eben ganz strikt nicht mehr zu machen, was ja auch wieder ein müssen und ein Extrem ist. Und letztendlich auch wieder ein machen.

Wir laufen und laufen, machen und machen … wenn wir doch nur mal das richtige machen würden – nämlich vertrauen. Und uns fallen lassen – in unsere Seele oder in den Fluß aller Dinge, die ja das Leben sind. Meine Güte, was für große Worte ausgerechnet von mir! Aber nur weil ich selbst die Praxis nicht beherrsche, wird ja die Theorie deshalb nicht verkehrt.

Also, warum mach ich immer? Na, weil ich irgendwie immer mein, meine Existenz verdienen und sichern zu müssen. Oder vielleicht auch, weil “man” es so macht, weil es sich so gehört. Aber bin das wirklich ich – oder ist es mein Freund Egon, der da immer meint, machen zu müssen? Ich glaub, es ist Egon, der da ständig drängelt und mich ständig auf Trab hält. Weil er vielleicht meint, sich denn irgendwann sicher zu fühlen und zur Ruhe zu kommen, wenn ich genug gemacht hab. Aber all das hält mich doch nur irgendwie in der Dualität fest.

Das dumme ist nur, daß das ja so nicht funktioniert. Denn eins zieht meist das andere nach sich. Man kennt das … fängst du irgendwo an zu putzen, wirst du mit einmal immer mehr schmutzige Flecken feststellen, wo du nu ja auch unbedingt noch putzen musst, wenn du das andere schon sauber gemacht hast. Ja, und wieder kannst du dich hier totlaufen.

Wie wäre es, wenn ich einfach alles hinterfrage, was ich denn immer so meine, machen zu müssen. Warum ich das meine – und was im worst case Fall passieren könnte, wenn ich das jetzt nicht mache. Ich glaub, das wär für Freund Egon ne prima Sache, die ihn auf längere Sicht vielleicht doch gut beruhigen könnte. Oder vielleicht auch schon ganz schnell.

Ja, und in der Esoterik und in der Spiritualität (ich mache eine Trennung zwischen diesen Worten) hören wir doch auch immer wieder, wir sollen doch jetzt endlich mal losmachen. Ist es da denn nun richtig? Nö, glaub ich auch nicht. Auch da gilt für mich wieder die Absicht, warum ich was meine, machen zu müssen. Vielleicht will ich auch hier wieder was absichern? Oder was erreichen? Oder Freund Egon wieder mal pampern, was ich doch alles für Gaben, Fähigkeiten oder Aufgaben hab, wo andere mich bewundern können.

Foto RalfIch finds am besten, wenn ich feststelle, daß eigentlich nichts wirklich Bedeutung hat. Noch nicht mal, wie ich zukünftig leben will. Denn das fällt mir an mir selbst immer wieder auf, wenn ich ganz bei mir bin, ganz in meiner Mitte, vielleicht bei meiner Seele oder bei wem auch immer ich da bin, denn ist mir alles gleich gültig. Und ich hab denn Ruhe und Muße und alle Freiheit, nur noch das zu machen, was ich im Moment will, was mir vielleicht Spaß machen würde, einfach aus einem Impuls heraus.

Weil alles bereits GUT IST, wie es ist. Und weil das die Grundlage von Leben ist, einfach nur zu SEIN. Und vielleicht die Würze, aus diesem SEIN spontan etwas zu machen.

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About Kirstin

Was möchte ich mit dieser Seite erreichen? Ich selber halte mich für einen ganz normalen Menschen. Ziemlich viel passiert im Leben. Immer auf der Suche nach Glück – oder zumindest Ruhe und Gelassenheit und innerer Zufriedenheit. Mein Weg führte mich irgendwann zur Spiritualität – zum Glück. Aber es musste erst viel passieren. Für mich ist es aber bis heute manchmal nicht so leicht, das, was ich theoretisch für gut und richtig befinde, auch praktisch in mein Leben einzubauen. Und da haben mir in der Vergangenheit Texte geholfen, die die Dinge einfach beim Namen genannt haben. Die mich einfach da abgeholt haben, wo ich stand. Na ja, und das möchte ich einfach gern weitergeben. In meiner eigenen Art, einfach so, wie ich denke. Ohne großen literarischen Anspruch. http://unsereneueerde.blogspot.de/
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6 Responses to Alles verschwindet in die Bedeutungslosigkeit

  1. Genau, liebe Kirsitn,
    Ganz liebe Erinnerungsfläkchen schickt dir
    MARINA

  2. man macht und macht, weil das Leben in einem pulsiert
    und dem Leben ist es egal ob es lebt weil es sich sichert oder besonders weich betten könnte
    es lebt weil es lebt und weil es weiter leben will
    Wir Menschen sind doch irgendwie nur der Trägerstoff dazu
    das heißt aber nicht, dass wir das Leben nicht auch einfach an die Hand nehmen können um zu tanzen, zu singen und und zu springen- finanziell abgesichert, warm gebettet, geliebt von anderen Menschen (wofür man einfach machen und machen muss… 😉 )

    • also unterm Strich- selbst das was einem irgendwann bedeutungslos vorkommt, weil man es nicht mehr ganz direkt und sofort braucht- hat eine Bedeutung und sei es eine wegbereitende oder eine Zielnährende

      • Kirstin says:

        das stimmt schon, aber ich muß mich selbst nicht damit identifizieren, weil es eben nur teil des spiels hier ist. mir ging es ja nur um das spiel in der dualität.

        liebe grüße von kirstin

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